© Carola Holland


Diese Methode beschäftigt sich mit dem Begriff des „virtuellen Wassers“. Sowohl der „sichtbare” Wasserverbrauch, welcher beispielsweise beim Duschen und Kochen auftritt, als auch der „unsichtbare bzw. virtuelle” Wasserverbrauch, welcher etwa beim Anbau von Gemüse und der Herstellung von Kleidung anfällt, spielen eine bedeutsame Rolle bei Wasserknappheit. Die Lernenden setzen sich anhand unterschiedlichster Übungen mit diesem Thema auseinander und erkennen, dass in all ihren täglich genutzten Produkten – von Lebensmitteln bis Bekleidung – unglaublich viel (unsichtbares) Wasser steckt.

ABLAUF
PHASE 1
5 Minuten
Einstieg

Zum Stundeneinstieg zeigt die Lehrperson das Kurzvideo, „Virtuelles Wasser einfach erklärt“. Danach wird der Begriff „virtuelles Wasser“ noch einmal gemeinsam erläutert. Stichworte werden von der Lehrperson an der Tafel gesammelt.

Weiterführende Links:
PHASE 2
10-15 Minuten
Erarbeitung

Zu zweit füllen die Lernenden das Arbeitsblatt „Virtuelles Wasser“ aus. Sie schätzen zunächst, für welches Produkt bei der Herstellung mehr oder weniger Wasser benötigt wird – und geben auch einen Tipp ab, wie viel Wasser im jeweils 2. Produkt „versteckt“ ist. Gleichzeitig überlegen die SchülerInnen, warum sie den Wasserverbrauch bei der Produktion so einschätzen und notieren ihre Argumente.

Downloads für diese Phase:
M 05 - „Virtuelles Wasser"
PHASE 3
15 Minuten
Gruppendiskussion

Im Plenum werden die Schätzungen verglichen sowie die gesammelten Argumente gemeinsam diskutiert und reflektiert. Dabei erhalten die Schüler*innen von der Lehrperson die Lösungswerte zum virtuellen Wasserverbrauch (siehe Lösungsblatt „Zahlen und Daten zu virtuellem Wasser“).

Downloads für diese Phase:
M 06 - Lösungsblatt „Zahlen und Daten zu virtuellem Wasser"
PHASE 4
30-60 Minuten
Recherchearbeit

Zu zweit wählen die Lernenden nun ein Produkt vom Arbeitsblatt „Virtuelles Wasser“, so dass möglichst jedes Paar ein anderes Produkt wählt. Durch Recherchen im Internet sollen sie herausfinden, warum bei der Herstellung dieses Produkts so viel Wasser verwendet wird. Wichtig dabei ist auch zu beachten, in welchen Ländern die Produkte hergestellt werden. Dies können die Schüler*innen auch an den Labels ihrer eigenen T-Shirts, Jeans oder auf der Verpackung von Lebensmitteln sehen. Wie ist die Wassersituation in diesen Ländern im Vergleich zu Österreich?

Die Ergebnisse dieser Recherche präsentiert jede Gruppe entweder anhand eines selbst gestalteten Plakats oder mittels eines selbst gedrehten Videos (können mit jedem Smartphone aufgenommen werden, z.B. in Anlehnung an die Methode der explainity-Videos).

PHASE 5
10 Minuten
Reflexion

Die Einheit wird mit einer Reflexionsrunde beendet. Die Lehrperson bittet die Lernenden der Reihe nach die drei folgenden Fragen zu beantworten:

Das hat dich überrascht …
Das hat dich schockiert …

Was nimmst du dir mit? (im Sinne von: das merke ich mir bestimmt!)

Weiterführende Links:
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden kennen die Bedeutung des Begriffs „virtuelles Wasser“.
Die Lernenden reflektieren über den eigenen Verbrauch an virtuellem Wasser.
Die Lernenden stärken ihr Bewusstsein dafür, dass Produkte für den Export in Ländern hergestellt werden, wo bereits eine prekäre Wassersituation herrscht.
Konnex zum Lehrplan
Auszug aus dem NMS-Lehrplan zu Chemie:
Erkennen von Luft, Wasser und Boden als Rohstoffquelle einerseits und schützenswerte Lebensgrundlage andererseits

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2017): Unsere Welt unsere Zukunft. Lehrmaterialien für Kinder und Jugendliche zu den UN-Weltzielen. Wien: Eigenverlag.

Die Methode „Virtuelles Wasser - alles unsichtbar?" ist angelehnt an eine Übung aus Wissen in Bildern. Lernen mit Infografiken aus der Wochenzeitung DIE ZEIT. Adaptiert von BAOBAB - Globales Lernen und éducation21. Wien 2013