© Melanie Salzl


Die Natur ist voller unterschiedlicher Farben und Formen. Oft muss man jedoch genau hinschauen, um die kostbaren Kleinigkeiten in unserer Umgebung wahrzunehmen. Pflanzen, Tiere, bunte Steine oder andere Besonderheiten entgehen uns, wenn wir nur einen flüchtigen Blick in die Umgebung werfen. Die folgenden  Übungen  helfen  dabei,  die  Vielfalt  der  Natur  in  ihren  unterschiedlichen Facetten zu entdecken.

ABLAUF
PHASE 1
20 Minuten
Landschaftsbilder

Die Lernenden bilden Zweiergruppen. Eine Person ist zuerst die Fotokamera und die andere der*die Landschaftsführer*in. Die Augen der Kamera sind solange geschlossen, bis die andere Person sie an eine ganz besondere Stelle geführt hat, von der er*sie ein Foto machen möchte. Dies geschieht indem der Kopf der „Kamera“ ganz leicht berührt wird und die Worte „Kamera klick“ gesprochen werden. Die Kamera öffnet die Augen, prägt sich das Bild für einige Sekunden ein. Dann werden die Augen wieder geschlossen und die Kamera an einen neuen Ort geführt. Dies wird an drei unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Motiven gemacht – dann werden die Rollen getauscht.
Sind alle zurück, können sich die Lernenden über die gemachten Fotos und die Eindrücke austauschen:

  • Wie ist es euch während der Übung gegangen?
  • Welche Entdeckungen habt ihr gemacht?

Achtung: Bei der Übung sollten die Kinder vorher gut auf das Führen einer blinden Person vorbereitet werden. Dabei soll darauf geachtet werden, diese nicht zu schnell zu führen und gefährliche Untergründe zu meiden.

PHASE 2
25 Minuten
Naturgegenstände sammeln

Die LP legt 10-15 verschiedene Naturgegenstände unter ein Tuch. Nun sammeln sich die Lernende um das Tuch. Auf ein Signal hin, wird das Tuch entfernt und die Lernenden müssen sich innerhalb von zwei Minuten so viele Dinge wie möglich einprägen. Danach werden die Gegenstände wieder zugedeckt. Aufgabe der Gruppen ist es nun in Zweier- oder Dreiergruppen auszuschwärmen und jene Gegenstände zu finden, die sie unter dem Tuch erkannt haben. Ziel ist es, so viele wie möglich in einer vorgegebenen Zeit (10 Minuten) zusammenzutragen.
Ist die Zeit abgelaufen, präsentiert jede Gruppe ihre Fundstücke. Anschließend wird das Tuch „gelüftet“ und die Gruppe mit den meisten Übereinstimmungen gewinnt.

PHASE 3
15 Minuten
Abschluss

Nach der Übung setzen sich alle noch einmal gemeinsam in einen Kreis um ihre Fundstücke und besprechen folgende Fragen:

  • Was haben sie für Gegenstände gefunden?
  • Welche Naturgegenstände, die sie gesehen haben, waren ihnen noch nicht bekannt?
  • War es schwierig sich alles zu merken?
  • Wie ist es ihnen beim Suchen und Finden der Gegenstände ergangen?

Ausblick: Ist mehr Zeit vorhanden, so kann die LP zum Abschluss noch auflösen um welche Pflanzen oder anderen Naturgegenstände es sich bei den Fundstücken handelt.
In Folge können die Lernenden in Kleingruppen auch ein Naturmandala mit den Fundstücken kreiert.

Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden sind in der Lage, sich gegenseitig durch eine Naturlandschaft zu führen, wobei eine Person ihre Augen schließt.
Die Lernende sind fähig, sich die Namen und Formen von verschiedenen Naturgegenständen einzuprägen.
Die Lernenden sind in der Lage die „Vielfalt" in der Natur wahrzunehmen.

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2016): the BOX. Innovative Stundenbilder für zwischendurch. Wien: Eigenverlag.