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Eine bodenschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise ist unumgänglich für den langfristigen Erhalt unserer Existenzgrundlage – den Boden. In mehreren Übungen nähern sich die Lernenden den Kriterien für eine nachhaltige Landwirtschaft und berechnen selbstständig die Auswirkungen der Bewirtschaftung, wie Fruchtwahl und Düngung, auf den Humusgehalt im Boden.

ABLAUF
PHASE 1
15 Minuten
Spots in Movement

Zum Einstieg in die Thematik spazieren die Lernenden durch den Raum zu rhythmischer Musik. Wenn die Musik stoppt, finden sich Zweierpaare zusammen, beantworten gemeinsam in zwei Minuten nachfolgende Fragen und schreiben die Antworten auf Kärtchen. Zwischen jeder Frage spielt Musik und bei Stopp finden sich neue Zweierpaare zusammen.

  • Was ist der Unterschied zwischen Langfristigkeit und Nachhaltigkeit?
  • Welche Eigenschaften hat ein „guter“ Boden?
  • Wie werden Böden landwirtschaftlich vom Menschen genützt?

Die Fragen können nach Belieben angepasst und erweitert werden.

PHASE 2
50 Minuten
Berechnung Humusversorgung

Anhand eines Rechenbeispiels beschäftigen sich die mit der Auswirkung der Fruchtwahl und der Düngung auf den Humusgehalt eines Bodens.
Das Rechenbeispiel mit Hintergrundinformationen und detaillierter Aufgabenstellung ist auf dem Arbeitsblatt Humusbilanzierung zu finden.

Downloads für diese Phase:
Arbeitsblatt: Humusbilanz
PHASE 3
20-30 Minuten
Nachhaltig ist´s, wenn...

Die Lernenden bilden zusammen einen Kreis. Eine Person steht in der Mitte und muss eine Maßnahme oder Aktion nennen, die sich positiv auf den Boden auswirkt (z.B. Fruchtwechsel, weniger Pestizide, weniger Bodenversiegelung …). Nennt sie eine nachhaltige Maßnahme, müssen alle im Kreis schnell den Boden berühren. Die Person, die den Boden als letztes berührt, muss die Person in der Mitte ablösen.

Nennt die Person in der Mitte aber eine Aktion, die dem Boden eher schadet, so darf sich niemand bewegen, sonst muss die Person, die sich zuerst bewegt hat, in die Mitte wechseln und wiederum selbst Maßnahmen nennen.

Gibt es Unklarheiten darüber, ob etwas dem Boden schadet oder nützt, muss die Person, die die Maßnahme eingebracht hat, gute Argumente für ihre Aussage finden.

Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden bauen Wissen über Boden und Nachhaltigkeit auf.
Die Lernenden stellen Zusammenhänge her.
Die Lernenden bewegen sich und haben dabei Spaß.
Die Lernenden können unterscheiden/wiederholen, welche Aktionen und Maßnahmen nachhaltig sind und welche nicht.

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2015): BodenReich. Wien: Eigenverlag.