Der alltägliche Begleiter Energie ist schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Diese Methode beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen von Energie sowie der Erzeugung von Strom. In mehreren Übungen nähern sich die Lernenden spielerisch diesem Thema und entwickeln ein Bewusstsein für die Auswirkungen von Energieverbrauch auf unsere Umwelt.

ABLAUF
PHASE 1
10 Minuten
Einstiegsgeschichte
Die Handpuppen Klimax und Klimaschrecker werden den Lernenden vorgestellt. Danach erzählt die pädagogische Fachkraft folgende Einstiegsgeschichte:
Klimaschrecker steckt voller Energie und kann garnicht genug davon bekommen. Überall schaltet er Licht ein, macht Elektrogeräte an und dreht die Heizung auf die höchste Stufe auf. Klimaschrecker ist es egal wie viel Energie er verbraucht, weil der Strom sowieso aus der Steckdose kommt. Klimaschrecker möchte nicht verstehen, dass man Strom sparen und sorgsam damit umgehen muss. Klimax und die Kinder finden das garnicht gut. Klimax erklärt seinem Freund Klimaschrecker, dass Strom und Energie eine Kraft ist, die wir oft im täglichen Leben brauchen und daher sorgsam damit umgehen müssen. Es gibt viele Dinge, die Strom benötigen (Kinder nennen Beispiele, z. B. Radio, Fernseher, Geschirrspüler, Handy, …). Damit die Gegenstände funktionieren und Energie haben, müssen sie an der Steckdose angesteckt bzw. aufgeladen werden. Das ist vergleichbar mit deinem Hunger: wenn du Hunger hast, isst du etwas. Die Geräte “essen” sozusagen an der Steckdose.
 
Die verschwenderische Einstellung von Klimaschrecker wird mit den Kindern besprochen und alternative Handlungsmöglichkeiten werden gemeinsam gesammelt.
Downloads für diese Phase:
Klimax und Klimaschrecker
PHASE 2
5 Minuten
Energiebällchen

Den Energieverbrauch lernen die Kinder und Klimaschrecker anfänglich anhand körperlicher Energie kennen. Bei diesem Spiel zählen alle gemeinsam und langsam bis drei. Bei eins schleichen die Kinder durch den Raum, bei zwei gehen sie und bei drei laufen alle Kinder. Sobald die pädagogische Fachkraft “Energiebällchen” sagt, machen sich alle ganz klein. Die Kinder ruhen sich aus, weil sie durch das Laufen keine Energie mehr haben. Durch die Pause laden die Kinder ihre Energie wieder auf – so wie das Handy an der Steckdose.

PHASE 3
20 Minuten
Erarbeitung
Den Kindern wird erklärt, dass Energie nicht einfach in der Steckdose steckt sondern Strom zuerst erzeugt und anschließend zur Steckdose transportiert werden muss.
Anhand von Bildmaterial wird mit den Kindern Stromerzeugung und -transport besprochen (Kraftwerke, Hochspannungsleitungen, Transformator, Erdleitungen, Stromkästen, Häuser).
Gemeinsam werden im Gebäude Geräte gesucht, welche Strom benötigen.
Gemeinsam werden unterschiedliche Energieträger (fossil, erneuerbar) und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt besprochen. Dass die Erzeugung von Strom durch manche Energieträger schädlich für die Luft und Umwelt sein kann, wird anhand eines Experiments verdeutlicht: Eine Kerze wird angezündet und ein Löffel in die Flammen gehalten. Der Ruß der sich absetzt ist Kohlenstoff, welcher in den Flammen zu CO2 verbrennt. So werden die Abgasteilchen für die Kinder sichtbar.
Zusammen werden im Gebäude Geräte aufgesucht, welche Strom benötigen.
Im Plenum werden Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Kinder gesammelt und besprochen. Die pädagogische Fachkraft klärt die Kinder am Ende auf, dass möglichst wenig Energie verbraucht werden sollte, da für die Erzeugung von Strom teilweise Kohle verwendet wird und dabei Abgase entstehen. Auch Klimaschrecker weiß jetzt, was mit dem Begriff Luftverschmutzung gemeint ist.
Klimax sagt: “Je mehr Energie wir sparen und je weniger wir davon verschwenden, desto weniger belasten wir unsere Umwelt!”
PHASE 4
10 Minuten
Zuordnung Energieträger
Anhand von Bildmaterial werden weitere Energieträger vorgestellt. Die verschiedenen Auswirkungen auf die Umwelt werden besprochen und gemeinsam dem lachenden oder traurigen Smile zugeordnet. Im Plenum wird die Zuordnung begründet.
trauriges Smile:
Erdöl (viel CO2 – wächst nicht nach)
Kohle (viel CO2 – wächst nicht nach)
fröhliches Smile:
Holz (beim Verbrennen entsteht zwar CO2, wird jedoch durch einen nachwachsenden Baum wieder aufgenommen – Holz wächst nach)
Wasser (es entsteht kein Rauch – erneuerbare Energie)
Wind (erneuerbare Energie)
Sonne (schickt uns so viel Energie, dass wir Menschen sie garnicht verbrauchen können).
PHASE 5
20 Minuten
Spaziergang

Als Abschluss macht die Gruppe gemeinsam einen Spaziergang. Die verschiedenen Transportwege von Strom werden in der Nähe des Kindergartens aufgesucht und angeschaut. Die Kinder halten Ausschau nach Hochspannungsleitungen, Transformatoren und Stromkästen. Auch Phovoltaiksysteme werden in der Umgebung gesucht.

PHASE 6
15 Minuten
Vertiefung
In einer vorbereiteten Umgebung können die Kinder unterschiedliche Experimente durchführen.
  • selbstgebauter Stromkreis
  • solarbetriebenes Radio testen
  • Windmühle mit Solarenergie testen
  • Experimente zu erneuerbarer Energie (Wärmelampe symbolisiert die Sonne)
Besondere Hinweise
Je nach Interesse und Durchhaltevermögen der Lernenden kann diese Methode auch auf mehrere Tage aufgeteilt werden.
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden sind mit dem Begriff Energie vertraut.
Die Lernenden kennen Möglichkeiten, wie Menschen zu Energie kommen.
Die Lernenden erkennen, dass eneuerbare Energieträger gut für das Klima und die Umwelt sind.
Die Lernenden wissen wo Energie erzeugt wird.
Die Lernenden erkennen, in welchen Situationen Menschen Energie verbrauchen.

Quellen

Eingereicht von Maria Gößler im Rahmen des Umweltzeichen-Wettbewerbs "Achtsam durch die (Kindergarten-)Welt"