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Nachlese der Food for Thought – Vortragsveranstaltung: „The Year after… Klima vor dem Medien-Kollaps?“

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Medienhypes kommen und gehen. Wie geht es weiter nach dem Klima-Jahr 2007? Hat der Klimawandel Bestand im öffentlichen Bewusstsein unserer Gesellschaften? Ein neuer substantieller Wandel im Klimadiskurs deutet sich an. Wie Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. anlässlich der Vortragsreihe Food for Thought des FORUM Umweltbildung am 24. Jänner 2008 im Albert-Schweitzer Haus in Wien erklärte, gab es „einen alten Klimadiskurs, der war stark wissenschaftsgetrieben, der Masterframe war eigentlich ein Verstehen des Erdsystems.“ 
 

Er verwies weiters auf die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (engl. United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) von 1992, in deren Artikel 2 sinngemäß steht: “Die Menschheit möge bitte gefährlichen Klimawandel vermeiden”. 
Was ist gefährlicher Klimawandel? Diese Frage kann die Wissenschaft nicht allein beantworten, sondern das muss die Gesellschaft „im Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, gesellschaftlichem Diskurs und Politik herausfinden.“ 
 
Dieser Diskurs wurde auch von einem deutlichen Katastrophismus begleitet, wie er z.B. bei uns durch die Titelstory des Spiegel „Die Klimakatastrophe“ mit dem ikonischen Bild des Kölner Doms unter Wasser geprägt wurde. 

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Wie Dr. Reusswig erläutert, haben wir „einen neuen Klimadiskurs, der ist politikgetrieben, der Masterframe ist jetzt Entscheidung und Handlung. Der Klimawandel ist vom Verständnis- zum Entscheidungs- und Handlungsproblem geworden. Die Kernfrage lautet: Wie kann eine kosteneffektive und faire Stabilisierung des Klimas erreicht werden?“ 
Die Konsequenz aus dem Dilemma, dass wir nicht wissen, welche Aktionen welche Konsequenzen nach sich ziehen, wir andererseits aber auch keine Zeit zu verlieren haben, ist: „Wir brauchen eine Kultur sozio-technischer Experimente.“ 
 
Dazu gehören Aktionen in urbanen Regionen, genauso wie initiative Ansätze in ländlichen Gebieten. Hans Wimmer-Czerny der das bio-dynamische Familien-Weingut in Fels am Wagram (Niederösterreich) betreibt, präsentierte nicht nur Einblicke in seine Arbeit als Weinbauer, sondern lud auch zu einer Verkostung seiner Weine ein. 

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