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2015 Weltaktionsprogramm - BNE weiter denken

Think Tank - BNE weiter denken

Mehr als 60 Personen – darunter VertreterInnen von Ministerien, Ländern und verschiedenen Nachhaltigkeits-Netzwerken und NPOs sowie PädagogInnen und EinzelunternehmerInnen – kamen am Freitagnachmittag zusammen, um die nächsten Schritte zur Umsetzung des BNE Weltaktionsprogramms in Österreich zu planen. Im Vordergrund standen dabei die fünf Handlungsfelder und die Fördertöpfe, die für die Umsetzung zur Verfügung stehen.

Programm

Vernetzung und Austausch

Zu Beginn standen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch im Mittelpunkt.

VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung

Die fünf Handlungsfelder

Im anschließenden Vortrag von Mag.a Samira Bouslama (FORUM Umweltbildung) stellte sie die Neuerungen und zentralen Handlungsfelder im BNE Weltaktionsprogramm vor und holte Stakeholder vor den Vorhang, die bereits erste Schritte zur Umsetzung getätigt hatten. Auch die Leistungen, die über das FORUM Umweltbildung für die Ausgestaltung des Weltaktionsprogramms zur Verfügung gestellt werden, wurden präsentiert.

Präsentation "BNE-Weltaktionsprogramm und die fünf Handlungsfelder"

VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
VeranstaltungsteilnehmerInnen Weltaktionsprogramm © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung

Förderungen und Instrumente für die Umsetzung

Um das Weltaktionsprogramm auch in die Praxis umsetzen zu können, gibt es verschiedene Fördertöpfe und Instrumente, mittels derer die Bildungsprojekte für eine nachhaltige Entwicklung eingereicht werden können:

Kamingespräche

Bei drei Kamingesprächen wurden die Themen des Abends vertieft.

Kamingespräch "Politische Vernetzung"

Was wären sinnvolle visionäre und tatsächlich umsetzbare strukturelle Veränderungen in der politischen und strukturellen Ebene, die den Weg für die Bildung für nachhaltige Entwicklung und die nachhaltige Entwicklung allgemein, ebnen könnten? Dieser Frage ging das Kamingespräch zur politischen Vernetzung nach.

Im Zentrum stand einerseits das Thema der Konkurrenz zwischen den Nachhaltigkeitsorganisationen, die einerseits als Antrieb und andererseits als Hemmschuh empfunden werden und andererseits die verschiedenen Fördermöglichkeiten diskutiert.

Folgende mögliche erste Schritte zur politischen Vernetzung wurden formuliert:

  • Vernetzungsräume schaffen
  • Gesunde Konkurrenz und offene Diskussionen zulassen
  • Rahmenbedingungen fair diskutieren
  • Förderprojekte mit mehreren KooperationspartnerInnen ausschreiben
  • Möglichst einfache, transparente und unbürokratische Förderungen
  • NGOs und NPOs sollen wieder aktiver werden
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung

Kamingespräch "Kompetenzentwicklung"

Mit einer Vorstellrunde und einer Rückschau auf bereits bekannte BNE-Weiterbildungen für Lehrende und MultiplikatorInnen und die dabei geförderten Kompetenzen startete das Kamingespräch zur "Kompetenzentwicklung". Dabei stellte Dr.in Regina Steiner (Spezialistin für BNE-Kompetenzen, PH Oberösterreich, ehemals FORUM Umweltbildung) drei Modelle zur Kompetenzentwicklung anhand von Praxisbeispielen vor:

  • das international entwickelte und 2008 publizierte CSCT-Modell, in dem eine einzelne Lehrperson im Zentrum steht,
  • die Kriterien der österreichischen Bildungslandkarte für BNE (2006), die als Kompetenzmodell von einzelnen Lernende (z.B. SchülerInnen) interpretiert werden kann, sowie dessen Weiterentwicklung in anderem Kontext,
  • „Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus dem Handbuch „bildung.nachhaltig.regional“des FORUM Umweltbildung 2012.

Im Hinblick darauf, dass die Kriterien der Bildungslandkarte im Sinne des Weltaktionsprogramms weiterentwickelt werden sollen, wurden v.a. diese formal und inhaltlich gemeinsam diskutiert. Es wurde festgehalten, dass

  • Kriterien und Kompetenzen zwar ähnlich, aber nicht dasselbe sind,
  • beide als Reflexions- und Qualitätssicherungsinstrument dienen können,
  • die Kriterien der Bildungslandkarte für „EinsteigerInnen“ zu komplex sind,
  • bei den Projektbeschreibungen zwischen Wertorientierung am Leitbild nachhaltiger Entwicklung und den Beschreibungen bei den Kriterienbündeln eine Redundanz festzustellen ist,
  • es sinnvoll wäre, die Kriterienbündel aufzuheben und nur eine bestimmte Anzahl an zu erfüllenden Kriterien (z.B. drei) festzulegen.
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung

Kamingespräch "Förderungen und Anträge"

"Was brauchen FördernehmerInnen?" und "Was benötigen FördergeberInnen?", war Thema dieses Kamingesprächs. Von FördernehmerInnenseite wurde dabei der Wunsch nach der Schaffung einer Art "Förderlandkarte", welche die Gesamtheit bzw. eine Vielzahl der vorhandenen Fördermöglichkeiten aufzeigt, geäußert. Es stellte sich im Gespräch jedoch heraus, dass ein solches Angebot zwar wünschenswert, aber nicht so leicht umsetzbar ist. Eine mögliche Alternative sahen die GesprächsteilnehmerInnen in einer Auflistung von Förderstellen auf der Website des Weltaktionsprogramms und in der Austauschmöglichkeit über das Diskussionsforum der Website.

Ein weiterer Wunsch der FördernehmerInnenseite ist jener nach kompetenten Projekt-Coaches, die einen Überblick über die vielfältige Förderlandschaft in Österreich besitzen und entsprechend fundiert beraten können. Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit wäre die Vorstellung unterschiedlicher Förderprogramm im Zuge von Vernetzungsveranstaltungen. Als Best-Practice-Beispiel wurden die Veranstaltungen des Netzwerks Ökoenergie Steiermark genannt, bei denen es regelmäßig Speed-Präsentationen zu diesem Thema gibt. Zum Abschluss betonten die FördergeberInnen, wie wichtig die abschließende Berichterstattung eines geförderten Projektes sei, da die Dokumentation eine entscheidende Rolle spielt, wenn für das Projekt öffentliche Gelder verwendet wurden.

Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
Kamingespräche © Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung
© Michael Schöppl, FORUM Umweltbildung

Zum Abschluss gab es die Möglichkeit, sich bei Buffet und Getränken noch intensiver mit den verschiedenen Themen rund um das BNE-Weltaktionsprogramm auseinanderzusetzen. Positive Ergebnisse der Veranstaltung: Viele neue Kontakte zwischen den Stakeholdern, eine klarere Ausrichtung hin zum neuen BNE-Weltaktionprogramm und neue Möglichkeiten für finanzielle Zuschüsse für die eigenen Projektideen.


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