Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Workshop-Angebot

Ganztages-Workshops - Dienstag, 21. August 2018


WS 1- Vom Reden ins Handeln
Forumtheater als Methode schulischen, außerschulischen und gesellschaftlichen Lernens

Hans Karl Peterlini

Forumtheater ist eine Methode, die – in engem Austausch mit Paolo Freire – von Augusto Boal als Theater der Unterdrückten entwickelt wurde. Diese Methode hat weniger einen künstlerischen Anspruch, sondern versteht sich als Möglichkeit, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte, Macht-Ohnmacht-Verhältnisse, Schwierigkeiten in Lehr-Lern-Prozessen (schulisch-außerschulisch), Erziehungsgeschichten in kurzen Modellszenen zu verdichten, um dann mit dem Publikum interaktiv nach neuen Handlungsmöglichkeiten zu suchen. Es verzichtet auf „Zerreden“ und versucht, über das Arbeiten mit dem Publikum zu Lösungen oder veränderten Wahrnehmungen zu kommen. Der Workshop führt in das Thema ein. Von da aus sollen Modellszenen im Ansatz entwickelt werden und innerhalb der Akademie zur probeweisen Aufführung kommen.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) aller Schulstufen, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 2 – Achten, schützen, einfordern!
Menschenrechte machen Schule

Daniela Schier

Menschenrechte sind, bewusst oder unbewusst, Teil unseres Alltags. Aber ohne das Wissen über die eigenen Rechte und die der anderen, kann man sich nicht für sie einsetzen. Menschenrechtsbildung vermittelt dieses Wissen, schafft Bewusstsein und stärkt die Fähigkeiten, die zu ihrer Umsetzung wichtig sind. Sie fördert darüber hinaus eine Kultur, in der die Menschenrechte geachtet, geschützt und eingefordert werden.

Der interaktive Workshop zielt darauf ab, Menschenrechte – als Grundlage für ein gutes Miteinander, verstärkt im eigenen Unterricht und im Schulalltag umzusetzen. Ein Querschnitt durch die Methoden, die auch gleich selbst ausprobiert werden können, bietet einen Überblick über Möglichkeiten der Menschenrechtsbildung von der Sek. I und II bis hin zur Berufsschule. In partizipativer Form nähern wir uns inhaltlich den Menschenrechtsgrundlagen: Welche Menschenrechte gibt es und warum gibt es sie? Wie sind sie entstanden? Wo sind sie verankert? Wer schützt unsere Menschenrechte? Und: Was hat es mit dem Recht auf gesunde Umwelt auf sich?

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) aller Schulstufen, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 3 – Die ES DI DSCHIS?
Eine didaktische Auseinandersetzung mit den UN-Nachhaltigkeitszielen, den SDGs

Michael Schöppl & Rebecca Zeilinger

Von den Sustainable Development Goals (SDGs) ist derzeit viel die Rede: mit gutem Grund, schließlich sollen die Ziele bis zum Jahr 2030 umgesetzt worden sein. Gleichzeitig herrscht ein gewisses Maß an Unsicherheit, vermutlich sogar ein Gefühl der Ohnmacht: Was ist mit den SDGs gemeint? Was beinhalten die SDGs und kann ich selbst überhaupt etwas zu deren Erreichung beitragen? Im Workshop lernen die TeilnehmerInnen unterschiedliche Methoden kennen, wie sie Kindern und Jugendlichen die SDGs begreifbar machen und die Bedeutung, die diese in unserem Alltag spielen, vermitteln können. Wir entwickeln Visionen und denken über eigene Handlungsoptionen nach. Es wird gemalt, gespielt und es gibt reichlich Raum für (Selbst)reflexion.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Volksschule, Sekundarstufe I+II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 4 – Keine Angst vor Vielfalt!
Diversitätsorientierte Bildung in der Praxis

Alice Scridon

In den Schulen ist Vielfalt heute Normalität geworden. SchülerInnen als auch LehrerInnen sind in ihrem Lebensalltag mit unterschiedlichen Weltbildern, Einstellungen, Erfahrungen und Lebensformen konfrontiert. Im Rahmen des Workshops setzen sich die TeilnehmerInnen mit eigenen Erfahrungen auseinander und erweitern ihre interkulturellen Kompetenzen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundinformationen zu den Themen Diversität, Kultur und interkulturelle Kommunikation. Weiters werden Projektbeispiele und Methoden der interkulturellen Pädagogik vorgestellt, die einen positiven Umgang mit „Vielfalt“ an den Schulen fördern und ermöglichen. Eine diversitätsorientierte Bildung wird in den Vordergrund gerückt und erlebbar gemacht.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Volksschule, Sekundarstufe I und II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: etwas zum Schreiben


WS 5 – Mobbing: Sonderform der Gewalt
Zivilcourage fördern und Konflikte deeskalieren

Lisa Pertl

Mobbing ist ein weitverbreiteter und häufig verwendeter Begriff, wenn es um Ausgrenzung, Beleidigung und Verletzung – psychisch wie physisch, anderer geht. Welche Formen von Mobbing gibt es? Wie wirken sich diese auf das System Klasse bzw. Schule aus? Welche Folgen hat Mobbing? Was kann ich dagegen tun? Was können wir präventiv gegen diese und andere Formen der Gewalt unternehmen und könnte durch Zivilcourage ein Eskalieren der Gewalt verhindert werden, ohne mich und andere in Gefahr zu bringen?

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Volksschule, Sekundarstufe I und II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -

Halbtages-Workshops - Mittwoch, 22. August 2018


WS 6 – Fluchtursache Klimawandel – Energiewende jetzt!
Verbindungen knüpfen, Zusammenhänge erkennen und Lösungen entdecken

Angelika Beer

Klimawandel, der Kampf um Energieressourcen und Flüchtlingsströme zählen zu den größten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Die wesentlichen Fragen, die sich hier stellen, sind:

  • Wie hängen diese drei Themen zusammen?
  • Wo liegen die Ursachen?
  • Was sind die Auswirkungen und inwieweit betreffen uns diese?
  • Wie können wir selbst auf die Ursachen und Auswirkungen Einfluss nehmen?

Nach diesem Workshop haben die TeilnehmerInnen Hintergrundinfos und Methoden kennengelernt, um mit ihrer Klasse selbständig einen Workshop zum Thema „Klima und Flucht“ durchführen zu können. Die Zusammenhänge zwischen unserem Leben, dem Klimawandel und Flucht werden aufgezeigt, um schließlich Lösungsmöglichkeiten und persönliche Handlungsschritte zu erkennen.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Sekundarstufe I und II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 7 – Friedensklima – Friedensschule
Konfliktprävention durch Mitgefühl für sich selbst und andere

Sonja Wendel & Lydia Hammerschmied

  • Umgang mit unterschiedlichen Werthaltungen
  • Konfliktbearbeitung durch Identifikation gemeinsamer Werte
  • Kooperationskultur durch klare Kommunikation von Bedürfnissen und Strategie

Im täglichen Schulalltag treffen einander Menschen zufällig und müssen auf engem Raum gemeinsam lernen und arbeiten. Dadurch sind wir auch mit sehr unterschiedlichen Wertehaltungen konfrontiert. Was brauchen wir, um einander berühren zu können und nicht aufeinanderzuprallen oder gar zusammenzustoßen? Anhand von Übungen aus Konfliktmanagement und Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg wird die Fähigkeit trainiert, mit Unterschieden so umzugehen, dass die zugrunde liegenden gemeinsamen Werte bewusst werden und die Basis für Kooperation und Miteinander sind. Das Ziel dieses Workshops ist, das Klima für persönliche Entfaltung und den gegenseitigen Respekt zu stärken, sowie Möglichkeiten zu zeigen, wie die Bedürfnisse aller berücksichtigt und Konflikte gelöst werden können.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Volksschule, Sekundarstufe I und II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 8 – Dialog & Social Empowerment
Demokratische Dialogarbeit in der schulischen und außerschulischen Bildung

Lisz Hirn

Ein Leben ohne Demokratie können sich die meisten von uns kaum vorstellen. Zu einer funktionierenden Demokratie gehört allerdings auch eine starke Zivilgesellschaft. Wie aber lässt sich Kindern und Jugendlichen Demokratiebewusstsein vermitteln? Wie können wir als Lehrende die Jugendlichen sozial „empowern“? In diesem Workshop werden Methoden für die Bildungsarbeit an Schulen und in Jugendeinrichtungen vorgestellt, ausprobiert und diskutiert. Insbesondere dem „Dialogkreis“ kommt als demokratisches Kommunikationstool besondere Aufmerksamkeit zu, da er nachhaltige und gewaltfreie Kommunikation auf ganz einfache Weise und für alle Altersgruppen erfahrbar machen kann.

Zielgruppe(n): Kindergarten- und HortpädagogInnen, LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) aller Schularten und -stufen, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: Bequeme Kleidung


WS 9 – Frieden kommt auf leisen Sohlen
Soziale und organisatorische  Maßnahmen für eine ruhige Lernatmosphäre

Anna Streissler & Edith Svec-Brandl

Lärm (also Schall, der Betroffene stört oder sogar schädigt) ist in vielen Schulen zu einer erheblichen Gesundheitsbelastung und zur Quelle von regelmäßigen Konflikten geworden. Ein Schlüssel zu einer ruhigeren Lernatmosphäre ist die Kombination aus Sensibilisierung mit organisatorischen und sozialen Optimierungsmaßnahmen, sowie die Zusammenarbeit möglichst vieler SchulpartnerInnen. In diesem Workshop werden didaktische Materialien und erste Ergebnisse aus dem laufenden Projekt „Lernen ohne Lärm“ vorgestellt, ausprobiert und diskutiert. Zum Beispiel Methoden zur Sensibilisierung zu Hören, Übungen zu Stille und Ruhe sowie zum nonverbalen Klassenzimmer. Ein Fokus liegt darauf, wie Schülerinnen und Schüler der Volksschule und Sekundarstufe I selbst im Sinne von Frieden und geringerer Lärmbelastung, forschend lernen und ihre Situation aktiv verändern können (z.B. mit einem Lärmsparvertrag).

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Volksschule, Sekundarstufe I, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -


WS 10 – Wirtschaften, Konsum und Solidarität:
Alternative Wirtschaftsweisen und zukunftsorientiertes Konsumieren

Renate Hübner

Zu Beginn stehen eine kurze Einführung und Diskussion des Nachhaltigkeitskonzepts sowie Zusammenhänge zu Klimafragen. Danach geht es um das Verständnis von Wirtschaft, Wirtschaften, Konsum, KonsumentInnen zwischen konventionellen und alternativen Ansätzen. Die TeilnehmerInnen lernen das Konzept der grauen Energie in Zusammenhang mit nachhaltigem Wirtschaften und Konsumieren kennen. Im Zentrum steht dabei die Frage: Solidarität – mit wem und wie? Darüber hinaus wird darüber diskutiert, welche Ansatzpunkte die drei Grundsatzerlässe zur VerbraucherInnenbildung, zur politischen Bildung und zur Umweltbildung liefern.

Zielgruppe(n): LehrerInnen (und Lehramtsstudierende) der Sekundarstufe II, MultiplikatorInnen aus dem außerschulischen Bildungsbereich, alle Interessierten

Notwendige Ausrüstung: -

Nachlese und Broschüre

Coverbild der Broschüre © FORUM Umweltbildung

Die Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ wurde heuer an 15 herausragende Projekte vergeben. Lesen Sie alles zur Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung in unserer Nachlese und blättern Sie durch die Broschüre mit allen Projekteinreichungen 2018!

Nachlese

Broschüre 2018

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