Ein Beitrag zu Nachhaltigkeit

Mit dem CO2-Rechner könnt ihr in drei Bereichen – Wohnen, Konsum und Mobilität – testen, wie nachhaltig euer persönlicher Lebensstil ist. Er hilft euch dabei, euren CO2-Ausstoß besser einzuschätzen, und zeigt Maßnahmen auf, wie wir in Österreich gemeinsam bis 2050 das Zwei-Grad-Ziel erreichen können.

Wie funktioniert der CO2-Rechner?

Der interaktive CO2-Rechner verwendet die jüngsten verfügbaren Daten. Ihr könnt euch außerdem detailliert mit eurem eigenen Lebensstil auseinandersetzen und dadurch tatsächliche Änderungspotenziale identifizieren. Der CO2-Rechner zeigt euch gleichzeitig die Grenzen, an die persönliche Maßnahmen stoßen. Ihr erfahrt, wo gesamtgesellschaftliche und politische Maßnahmen gesetzt werden müssen.

Logo CO2-Rechner
© Forum Umweltbildung

Der CO2-Rechner unterstützt euch bei der Einschätzung für die unterschiedlich bedeutenden Einflussgrößen und Auswirkungen entsprechender Maßnahmen. Als Ergebnis werden die Treibhausgas-Emissionen in der Einheit Tonnen CO2-Äquivalent [t CO2e] für den Zeitraum eines Jahres berechnet. 

Wenn ihr auf den Eingabeseiten ein Feld nicht ausfüllt, also leer lasst, werden für die Berechnung österreichische Durchschnittswerte herangezogen. Der Fragebogen zum CO2-Rechner umfasst insgesamt 13 Seiten und ist leicht in zehn Minuten auszufüllen. Am Ende des Fragebogens erfolgt die Auswertung der Ergebnisses in den drei Bereichen Wohnen, Konsum und Mobilität. 2016 wurde die Berechnungsbasis auf den letzten Stand gebracht.

Bereich Wohnen

Im Bereich Wohnen werden Emissionen für die Errichtung von Wohnhäusern (Produktion der Rohstoffe, Maschinennutzung, …) und für das Wohnen (Strom, Heizung, Warmwasser, …) erfasst bzw. nach Treibhausgas-Emissionen bewertet. Die Produktionsemissionen der Geräte (Waschmaschine, E-Herd, Fön, Computer) werden nicht berücksichtigt. Die Emissionen für den Hausbau werden unter der Annahme einer 50-jährigen Nutzungsdauer auf ein Jahr umgerechnet.

CO2-Einspar-Tipps zum Wohnen

Umstieg auf Ökostrom. Wer in Österreich ein Jahr lang Ökostrom statt konventionellen Strom bezieht, spart 657 Kilogramm CO2 ein.
Stand-by vermeiden. Wer elektrische Geräte ganz ausschaltet und nicht im Stand-by-Modus laufen lässt, spart bis zu 10 % der jährlichen Stromkosten ein.

Bereich Konsum

Der Bereich Konsum gliedert sich beim CO2-Rechner in: 

  1. Konsumgüter wie Bekleidung, Papier, Pflegeprodukte, Reinigungsmittel, Farben und Lacke sowie Produkte aus Holz- und Holzwerkstoffen.
  2. Die Emissionen, die durch eure Hobbys verursacht werden.
  3. Die Emissionen, die durch eure Ernährung verursacht werden. Dabei werden im CO2-Rechner folgende Faktoren berücksichtigt:
  • Landwirtschaft (Energieverbrauch für Bestellung von Feldern sowie Energieverbrauch für die Herstellung von Produktionsressourcen wie zum Beispiel Futtermitteln)
  • Lebensmittelindustrie (industrielle Erzeugung, Konservierung, Zwischenlagerung, Kühlung)
  • Transport und Verkauf von Lebensmitteln

Der Energieverbrauch für Kochen im eigenen Haushalt und die daraus resultierenden CO2-Emissionen werden im Bereich Wohnen erfasst.

Graue Emissionen: Zu dem Konsum-Ergebnis wird außerdem ein Pauschalwert von 1,1 Tonnen für den über den Fragebogen nicht erfassten öffentlichen Konsum addiert.

CO2-Einspar-Tipps zum eigenen Konsum

Pflanzliche Ernährung in den Alltag integrieren. Die Produktion von Fleisch und Fisch erfordert einen großen Energieaufwand, da ein Tier mehrere Einheiten pflanzliche Nährstoffe aufnehmen muss, um eine Einheit tierischen Nährstoff liefern zu können.

Lebensmittel schätzen. Durchschnittlich wirft jede*r Österreicher*in 82 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Ein bewusster Umgang damit, insbesondere bewusstes Kaufen, beugt Verschwendung vor.

Bereich Mobilität

Im Bereich Mobilität werden Treibhausgas-Emissionen für die Erzeugung und Wartung von Fahrzeugen, für Betriebsmittel (Öl, Reifen), für Verkehrsinfrastruktur und für den Energieeinsatz beim Fahren selbst (Treibstoff, Strom, jeweils inklusive Vorprozessen) erfasst. Die Emissionen für die Fahrzeugproduktion werden, unter der Annahme einer zehnjährigen Nutzungsdauer, auf ein Jahr umgerechnet. Beim Fahren werden die Emissionen immer den Fahrer*innen zugerechnet, Mitfahren wird sozusagen als CO2-gratis bewertet. Daher sollten Mitfahrkilometer nicht angegeben werden.

CO2-Einspar-Tipps zur eigenen Mobilität

Gemeinsam fahren. Mitzufahren statt alleine zu fahren spart auf einer dreistündigen Autofahrt etwa 150 Kilogramm CO2.

Mit der Bahn statt mit dem Flieger. Fahrten innerhalb Österreichs und in die Nachbarländer sind leicht mit dem (Nacht-)Zug machbar und verursachen nur einen Bruchteil der CO2-Emissionen von Flugreisen.


Aus dem Webshop


Zusatzinformationen zum CO2-Rechner

  • Die folgenden Quellen wurden zur Berechnung des CO2-Rechners berücksichtigt.
    • (2008): EMSIG, Energiesimulation, Regionale Energieagentur in NÖ
    • (2008): www.topprodukte.at, Stand April 2008
    • (2008): Berechnungen und Erhebungen, Dr. Horst Lunzer, Regionale Energieagentur in NÖ
    • (2008): GEMIS Österreich, Version 4.4
    • (2007): UNFCC Document FCCC/SBI/2007/30, National greenhouse gas inventory data for the period 1990–2005
    • (2007): UNFCC Document FCCC/SBI/2005/18/Add.2, Sixth compilation and synthesis of initial national communications from Parties not included in Annex I to the Convention
    • (2003): Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung, Der Einfluss moderner Gerätegenerationen der Informations- und Kommunikationstechnik auf den Energieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2010; Projektnummer 28/01
    • (2001): GEMIS Deutschland, Version 4.0
    • (2001): www.behr.de/klima, Alles über Ihre PKW-Klimaanlage
    • (2001): ÖAMTC, aktuelle Auskunft
    • (2000): Justus-Liebig-Universität Gießen, Corinna Taylor, Ökologische Bewertung von Ernährungsweisen anhand ausgewählter Indikatoren
    • (2000): GUA Gesellschaft für umfassende Analysen GmbH, Volkswirtschaftlicher Vergleich von Einweg- und Mehrwegsystemen
    • (2000): Statistik Austria, Bevölkerungsstand und CO<sub>2</sub>-Emissionen
    • (2000): Germanwatch, Der globale Klimawandel – das perfekte Verbrechen?
    • (1999): Verband der Elektrizitätswerke Österreichs, Energiespar-Ratgeber: Strom im Haushalt
    • (1998): Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, TU Wien, Beiträge zu einer ökologisch und sozial verträglichen Verkehrsplanung 1/1998
    • (1998): Ökologie der Althaussanierung, NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie, Nov 1998; SAVE Projekt Nr. SA/35/95/AU
    • (1997): Energie Tirol, 52 Energiespartips
    • (1997): Global 2000, Mehr Zukunft mit weniger Strom
    • (1997): Statistische Nachrichten 10/1997, Versorgungsbilanzen für tierische und pflanzliche Produkte 1994/95 und 1995/96
    • (1996): Statistische Nachrichten 12/1996, Konsumerhebung 1993/94
    • (1994): Handbuch für Energieberater 1994
    • (1993): Forschungsstelle für Technikbewertung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Technikbewertung des E-Mobils
    • (1992): Greenpeace Schweiz, Persönliche Energie- und CO2-Bilanz
    • (1990/91): Recknagel, Sprenger, Hönmann, Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik
  • Institutionen, die bei der Entwicklung des CO2-Rechners beteiligt waren

    Der CO2-Rechner wird vom BMK finanziert und durch das Forum Umweltbildung mit Unterstützung der Universität für Bodenkultur, akaryon GmbH, floatwork_ und Angieneering umgesetzt. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative unterstützt das Unternehmen Hofer den CO2-Rechner.

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    Angieneering

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    akaryon und floatwork_