Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Kooperieren

Foto: Thomas Max Müller, pixelio.de

Die Formel „Kooperation statt Konkurrenz“ steht für einen Paradigmenwechsel hin zu einer kooperativeren Gesellschaft – eines der wesentlichen Merkmale einer Nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltige Entwicklung ist keine Aktion einzelner Menschen, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der nur dann greift, wenn möglichst viele Menschen, entweder als Einzelpersonen oder als Institutionen, mitmachen.

Je enger Menschen in Netzwerken und Partnerschaften zusammenarbeiten, desto stärker und breit gestreuter kann auch ihre Wirkung sein. Die unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen der verschiedenen AkteurInnen tragen außerdem zu einer höheren Qualität der Aktivitäten bei. Zusätzlich schafft Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten oft auch ein motivierendes Arbeitsklima.

Kooperation erfordert Vertrauen und Mut – es erscheint oft riskant, statt einer strategischen Vorgangsweise ein offenes Gespräch zu führen. Diese neuen Denk- und Verhaltensmuster, die wir gesamtgesellschaftlich gesehen noch nicht „eingeübt“ haben, brauchen Zeit und Geduld, um sie zu entwickeln. Oft wird mit dem Teilen von Wissen Machtverlust verbunden, der wiederum Angst vor Konkurrenz macht.


"Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg."
  Henry Ford

Wenn alle Seiten einander respektvoll und vertrauend begegnen, können in gemeinsamer Arbeit neue Ideen entstehen, die durch die Kooperationen wesentlich fundierter, umfassender und auch stabiler sind. Hilfreich für eine gute Zusammenarbeit ist das offene und klare Aushandeln der Eckpfeiler und Ziele der Kooperation – der erhöhte Abstimmungsaufwand lohnt sich!

Im Bildungsbereich kann Kooperation vieles heißen: z.B. die Vernetzung von Bildungseinrichtungen untereinander oder die Vernetzung von Bildungseinrichtungen mit Unternehmen, der Gemeinde, NGOs oder künstlerischen Gruppierungen etc. – sowohl lokal, regional als auch global. Gerade die Begegnung mit nicht primär bildungsorientierten Institutionen kann für Lernende ein besonders praxisnahes und anregendes Lernerlebnis sein. Lernsettings, in denen die Teilnehmenden in Partner- oder Gruppenarbeiten Aufgaben lösen – sogenanntes „Kooperatives Lernen“ – fördern Schlüsselqualifikationen, die für Zusammenarbeit notwendig sind: Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz zum Aushandeln …

Haben Sie sich das schon gefragt?

Wo haben Sie persönlich schon einmal eine besonders gelungene Kooperation erlebt?

Warum hat sie so gut funktioniert?

Sind an Ihrem Vorhaben verschiedene Menschen/Institutionen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen beteiligt? Welche? Wo sehen Sie Bereicherungen, wo gibt es auch Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit?

Wie betrachten Sie andere AkteurInnen in Ihrem Umfeld, z.B. andere BildungsanbieterInnen: als mögliche KooperationspartnerInnen, die sich im selben Feld engagieren oder eher als konkurrierende AkteurInnen um Ressourcen (Geld, Ansehen, etc.)?

Kommen in Ihrem Bildungsvorhaben kooperative Lernsettings wie Partner- oder Gruppenarbeit zum Einsatz? Können die Teilnehmenden fruchtbare Zusammenarbeit erleben? Wird Kooperation unter den Teilnehmenden auch über das Projekt hinaus unterstützt? Wie?

Schaffen Sie in Ihrem Projekt Freiräume, wo sich ProjektpartnerInnen oder Interessierte in anregendem Rahmen ohne Zeitdruck austauschen können?

 

ZUM BEISPIEL ...

Faire Welt – Bucklige Welt  – Zwischen Kooperation und Konkurrenzangst. Kooperation ist hier ein Schlüsselwort: Das Ziel der Lernenden Region, eine Fair Trade Region zu werden, ist nur in Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher AkteurInnen zu erreichen.

Zirbenland Akademie - Ein inspirierendes Netzwerk entsteht. Die steirische Zirbenland Akademie hat zum Ziel, vornehmlich touristisch orientierte RegionsbewohnerInnen und MitarbeiterInnen aus dem Tourismus fit für die Weiterentwicklung eines nachhaltigen Tourismus zu machen.

 

Haben Sie das schon ausprobiert?

Systemisch konsensieren: Veränderungen funktionieren besser, wenn sie möglichst geringen Widerstand hervorrufen.

Balance halten: Nachhaltige Entwicklung bringt viele Aufgaben, die nur durch Zusammenarbeit gelöst werden können.

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