Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Konkret handeln

Foto: Anna Streissler

Selbst etwas in die Hand zu nehmen, eigene Vorstellungen und Träume zu realisieren, Lebensumfelder mitzugestalten, kann sehr erfüllend sein. Im Sinne einer Nachhaltigen Entwicklung geht es dabei auch um eine bestimmte Ausrichtung solcher Aktivitäten, nämlich unsere sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen zu sichern bzw. zu verbessern.

Was unterstützt Menschen dabei, eine nachhaltige Gesellschaft mit zu gestalten? Denn nur wenn wir auch handeln, kann das, was wir oft schon wissen und was wir uns erträumen, Realität werden.

Ein wesentlicher Schritt ist es, Lernenden im Bildungsprojekt Gelegenheiten zu geben, selbst aktiv zu werden, in welchem Bereich auch immer: Das eigene Erleben von „ich kann etwas tun“, „ich wirke“ ist wesentlich für die Motivation und auch Selbstsicherheit, selbst Aktivitäten zu setzen (Selbstwirksamkeit), egal ob im persönlichen Alltag oder im Durchführen eigener Aktionen gemeinsam mit anderen. Der Ansatz „Learning by Doing“ fördert die eigene Handlungsfähigkeit am stärksten. Wird im Bildungsprojekt ein enger Bezug zum Alltag und der Lebenswirklichkeit der Lernenden hergestellt, ist es wahrscheinlicher, dass die Teilnehmenden im Anschluss an das Projekt leichter zum Handeln kommen. Im Kontext Nachhaltiger Entwicklung gibt es viele Betätigungsfelder, die die Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen: Verbesserung des sozialen Zusammenhalts im eigenen Umfeld, ressourcenschonender Lebensstil, Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten in der eigenen Region u.v.m.

"Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt."
Dante Alighieri

Je konkreter und praktischer das Bildungsprojekt an der Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden orientiert ist, desto eher finden sich Handlungsoptionen, die auch in den Alltag übertragbar sind.

Auch wenn ein Projekt nicht zum Ziel hat, die Teilnehmenden unmittelbar zum Handeln zu bringen, kann es Kompetenzen, die für die Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft notwendig sind, erweitern und vertiefen. Um handlungsfähig zu sein, braucht es sowohl Sachkompetenzen als auch Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen (also die Fähigkeit, selbständig und verantwortlich zu handeln, eigenes und das Handeln anderer zu reflektieren und die eigene Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln). Dazu gehören beispielsweise Kompetenzen wie Planen, Organisieren, Kooperieren, Reflektieren ebenso wie Durchhaltevermögen, Kommunikationsfähigkeit u.v.m. Wichtig ist: Nicht jede/r kann und muss alles können, arbeitet man im Team, kann jede/r einbringen, was er oder sie kann.

Wesentlich für das Gelingen von eigenen Aktivitäten und Aktionen ist es, Fehler als Möglichkeiten zu sehen, sich weiterzuentwickeln und zu lernen (dies wird oft Fehlerfreundlichkeit genannt). Persönliches Engagement trägt so immer zur Vertiefung und zum Aufbau von Kompetenzen bei. Macht man sich die eigenen Kompetenzen bewusst, kann man sie auch sehr gut in das Arbeitsleben übertragen und z.B. bei Bewerbungen in den eigenen Lebenslauf integrieren. Hilfreich für wirkungsvolles Handeln ist immer die Kooperation mit Gleichgesinnten.

 

Haben Sie sich das schon gefragt?

Können Sie sich an ein Erlebnis erinnern, wo Sie sich im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung engagiert haben? Was hat Sie motiviert?

Schaffen Sie in Ihrem Bildungsangebot Gelegenheiten für die Teilnehmenden, selbst aktiv zu werden? Können die Lernenden in Ihrem Vorhaben dadurch die Erfahrung machen, selbst wirksam zu werden?

Unterstützen Sie die Lernenden dabei, zu beurteilen, wo und auf welche Art und Weise sie selbst einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit leisten können?

Unterstützen Sie durch Ihr Vorhaben die Fähigkeit der Lernenden, sich durch Fehler nicht entmutigen zu lassen sondern aus ihnen zu lernen? Kann Ihr Vorhaben selbst als fehlerfreundlich eingestuft werden, also werden Fehler tendenziell als Chance zur Weiterentwicklung begriffen?

Welche Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen der Beteiligten werden durch Ihr Projekt gestärkt?

 

ZUM BEISPIEL ...

Nachhaltige Sommerakademie Südliches Waldviertel – Was sich beim Einkochen noch alles ausgeht. Die Nachhaltige Sommerakademie bot 2011 zum zweiten Mal ein breites Kursangebot an: angefangen von alten handwerklichen Praktiken über Theaterarbeit und Heilpflanzenkunde bis zu Energiethemen.

Gemüse-Lust Region Eferding –  mit Gemüse Gusto machen. Alles dreht sich um Gemüse: Die Lernende Region Eferding zeigt ihre seit 800 Jahren aufgebaute Kompetenz im Gemüsebau Einheimischen wie RegionsbesucherInnen.

 

Haben Sie das schon probiert?

Progressives Brainstorming: Ziel dieser Methode ist es in kurzer Zeit von abstrakten Ideen und umfassenden Zielen zu konkreten Aktionen zu gelangen.

Szenario-Technik: In dieser umfassenden Methode werden Zukunfts-Szenarien auf Basis einer realistischen Analyse von aktuellen Problemen erarbeitet und daraus Entwicklungschancen und Gestaltungsmöglichkeiten abgeleitet.

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