Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Kommunizieren

Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

Kommunikation ist die Basis für ein gutes Zusammenleben. Egal ob im alltäglichen Umgang mit dem persönlichen Umfeld, im Arbeitskontext oder beim Austragen von Konflikten: überall spielt Kommunikation eine Schlüsselrolle. Das gilt auch für den gesellschaftlichen Wandel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung: Bei allen Veränderungen, die mehrere Menschen betreffen, ist Kommunikation notwendig. Wenn wir nicht informiert sind über die Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit, ist ein Teilhaben an Veränderungsprozessen schwierig.

Als Teil eines partizipativen Prozesses hat man die Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren – und es ist notwendig, sich mit den Bedürfnissen und Ideen anderer Menschen auseinanderzusetzen und einen gemeinsamen Weg auszuhandeln. Das für Nachhaltige Entwicklung charakteristische Umdenken von Konkurrenz zu Kooperation erfordert ein Mehr an Kommunikation – und Vertrauen. Für die Breitenwirkung von Aktivitäten ist eine wirksame Kommunikation nach außen wesentlich, eine gute Kommunikation nach innen hält Projektteams zusammen.

Alltägliche Schwierigkeiten, die in jedem Gespräch auftauchen können, sind Missverständnisse. Jeder Mensch interpretiert das, was sein Gegenüber sagt, anders. Unterstützend ist daher sowohl im Alltag als auch in Nachhaltigkeitsprozessen eine respektvolle Kommunikation. Dazu gehört das offene Artikulieren der eigenen Bedürfnisse, aber auch Bedenken und Ängste, ebenso wie möglichst vorurteilsfreies, empathisches Zuhören. Für ein offenes Gespräch ist eine vertrauensvolle Atmosphäre notwendig, es erfordert auch Übung und Aufmerksamkeit. Gute Zusammenarbeit fußt oft auf Beziehungen, die schon jahrelang gepflegt wurden und deshalb besonders tragfähig sind.


"Das Gespräch ist die einzige Brücke zwischen den Menschen."
  Albert Camus

Angestrebt in Nachhaltigkeitsprozessen, aber oft schwierig, ist die Einbindung unterschiedlicher Personengruppen. Oft kommt es zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen zu Verständigungsschwierigkeiten, da sie unterschiedliche „Sprachen“ sprechen: Möglicherweise bewegen sich die Beteiligten in unterschiedlichen Hierarchien eines Systems oder sie gehören unterschiedlichen Fachbereichen an oder es wird ein Austausch zwischen Laien und ExpertInnen angestrebt. Im Sinne Nachhaltiger Entwicklung kann jede Kommunikation über solche traditionellen Grenzen hinweg die Perspektiven erweitern und neue Blickwinkel öffnen, die, wenn sie einbezogen werden, zu allgemein zufriedenstellenden Lösungen führen. Dabei, aber auch generell bei der Arbeit in und mit großen Gruppen, ist Moderation eine wesentliche Unterstützung beim Aushandeln gemeinsamer Ziele und Aktivitäten.

Bildungsprojekte bieten Teilnehmenden die Chance, sich in geschütztem Raum die Zeit zu geben, sich explizit mit Kommunikation auseinanderzusetzen. Beispielsweise kann ein guter Rahmen für das Ausprobieren einer respektvollen Kommunikation geschaffen werden oder der Umgang mit konträren Meinungen geübt werden.

Haben Sie sich das schon gefragt?

Was macht für Sie persönlich eine respektvolle Kommunikation aus?

Können Lernende in Ihrem Bildungsvorhaben respektvolle Kommunikation erleben?

Welches Setting schaffen Sie dafür?

Welche Kommunikationswege gibt es in Ihrem Projekt-Team? Funktionieren sie gut?

Was würden Sie sich für eine gelungene Kommunikation im Team noch wünschen?

Fördern die Settings in Ihrem Vorhaben kommunikative Kompetenzen wie den eigenen Standpunkt artikulieren, mit Gegenargumenten umgehen, Fragen stellen, zuhören, gemeinsam Lösungen entwickeln, etc.?

Unterstützen Sie Lernende in Ihrem Bildungsangebot konstruktiv mit Meinungsverschiedenheiten und Konflikten umzugehen? Wie unterstützen Sie eine offene und respektvolle Diskussion?

Können Lernende in Ihrem Bildungsprojekt mit Menschen ins Gespräch kommen, mit denen sie in ihrem Alltag selten Kontakt haben und damit einen Perspektivenwechsel erleben?

 

ZUM BEISPIEL ...

RIKK – regional. interkulturell. kompetent. – In die Schuhe anderer hinein steigen. Reden, reden, reden: Genau das haben die beiden Projektleiterinnen getan – und zwar mit so ziemlich allen EntscheidungsträgerInnen –  es hat sich gelohnt.

Energiebewusstsein und Nachhaltigkeit – Kommunizieren nach innen und außen. SchülerInnen sollen nach Schulworkshops Energiebewusstsein in die Gemeinden tragen. Diese Workshops wurden durch eine Auftaktveranstaltung, Exkursionen und eine Wanderausstellung flankiert.


Haben Sie das schon ausprobiert?

Ein Talk-Show-Spiel: Diese Methode hilft, die eigene Art des Dialog-Führens zu erkennen und zu adaptieren.

Gewaltfreie Kommunikation: Was sind meine eigenen Bedürfnisse, was die der anderen? Strukturierte Gespräche helfen beim Klären und Lösen von Konfliktsituationen.

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