Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

bildung.nachhaltig.regional

Wie kann Bildung Menschen in einer Zeit globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Finanzkrisen oder Abbau von Ressourcen dabei unterstützen, den vielfältigen Anforderungen zu begegnen und sich bewusst auf den Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu machen? Ziel von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist es, dass Menschen aktiv und eigenverantwortlich ihr Lebensumfeld und ihre Zukunft mitgestalten - orientiert an den Werten einer nachhaltigen Entwicklung, dem Herzstück von BNE.

Dafür sind bestimmte Kompetenzen und Fähigkeiten nötig, die in unserem BNE-Modell abgebildet werden. Das Modell besteht aus dem Herzstück "Orientierung am Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung" und zehn Aspekten, die in ihrer Gesamtheit als wesentlich für BNE erscheinen: konkret Handeln, Emotionen miteinbeziehen, mit Wissen bewusst umgehen, Visionen entwickeln, Reflektieren, kritisch Denken, Kommunizieren, Partizipieren, Kooperieren, Methodenvielfalt.

Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Modell wurde entwickelt von Irmgard Stelzer, Sophia Garczyk und Anna Streissler (alle FORUM Umweltbildung).

Ein gutes Leben für alle erträumen, erdenken und ermöglichen mit Hilfe von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wie ist das Modell "Aspekte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung" zu verstehen?

 

        

Lernende Regionen ermöglichen das Thema „Bildung“ in der Region strategisch zu entwickeln: Engagierte PartnerInnen aus der Region rund um das Thema „Lernen“ arbeiten gemeinsam an den Herausforderungen für die Region, entwickeln Schwerpunkte und Projekte im Bereich Bildung und Wissen und setzen diese um.


Welche Chancen bietet BNE?

Der Mehrwert von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist vielfältig – für sich persönlich, das eigene Projekt und die eigene Arbeit. Auch im weiteren gesellschaftlichen Umfeld bietet die stärkere Berücksichtigung von BNE-Aspekten viele Möglichkeiten, persönliche Zufriedenheit und Qualität von Projekten zu erhöhen.

Auf persönlicher Ebene unterstützt BNE dabei, eigene Kompetenzen zu entwickeln bzw. zu vertiefen. Der eigene Horizont wird erweitert und die Möglichkeit, sich aktiv mit eigenen und gesellschaftlichen Zukunftsbildern auseinanderzusetzen, schafft Klarheit und Motivation.
BNE kann also die eigene Lebensqualität steigern, denn sie animiert dazu, verstärkt und aktiv Verantwortung für eine zukunftsfähige Welt anzunehmen. Diese Auseinandersetzung kann auch in beruflichen Zusammenhängen angewendet werden und dort neue Perspektiven eröffnen.

Auf Projektebene kann BNE die Qualität und Dauerhaftigkeit von (Bildungs-)Projekten steigern, z.B. trägt das Reflektieren von Projektabläufen, Zuständigkeiten, Kommunikationsmustern, einzelnen Schritten und Ergebnissen, aber auch von Befindlichkeiten aller Beteiligten maßgeblich zur Projekt-Qualität bei. So können Herausforderungen früh erkannt, mit Fehlern konstruktiv umgegangen und eigene Zielrichtungen  klarer festgelegt werden.

Auf gesellschaftlicher Ebene kann BNE den sozialen Zusammenhalt erhöhen, da es um Kooperation und Offenheit für verschiedene Sichtweisen geht. BNE schafft durch innovative Herangehensweisen bzw.  Anpassung „bestehender“ Herangehensweisen individuelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftschancen und einen verantwortungsvolleren Umgang mit natürlichen Ressourcen.

 

Zum Weiterlesen

Grundlage dieser Website ist das als Geschichten-, Bilder-, Arbeits- und Methodenbuch konzipierte Handbuch bildung.nachhaltig.regional, welches dabei unterstützt, das zunächst abstrakt wirkende Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung greifbarer zu machen. 


Sie können das Handbuch auch in der Printversion bestellen:  birgit.weinstabl(at)bmlfuw.gv.at

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