Hintergrund: Fragen öffnen den Geist und wecken damit die Aufmerksamkeit von Menschen. Aussagen verhindern oft das freie, flexible assoziative Denken. Bei Fragen hingegen beginnen sich die Gedanken zu bewegen. Denn es gibt einen Automatismus (Frage -> Antwort), so dass das Gehirn bei einer Frage sofort nach einer Antwort sucht. Wenn geantwortet (geraten) wird, denken die Menschen assoziativ, weil eigenes Wissen
“angezapft” wird. Es wird festgestellt, wo man in Bezug zu einem konkreten Thema derzeit steht und es werden Signale gesendet, welche Aspekte demnächst behandelt werden. Das erleichtert die Vernetzung neuen Wissens mit bereits Bekanntem.

Vorgangsweise: Die Lehrkraft überlegt sich zu einem Thema Fragen und die  passenden Antworten dazu. Die Fragen sollten Neugierde wecken und können zum Teil auch skurril sein. Die Antworten wiederum sollten das Wesentliche des Themas (zumindest ansatzweise) herausarbeiten. Nur Ja/Nein oder eine Zahl/ein Prozentsatz wären nicht ausreichend. Falls die Antworten zu lang sind, können sie auch in “Merkblättern”, welche

spannende Zusatzinformationen enthalten, ausgelagert werden.
In der 1. Runde werden die Fragen gestellt, die Lernenden sollen sich Antworten überlegen (es darf auch geraten werden). In der zweiten Runde stellt die LP die Antworten zur Verfügung. Die Lernenden vergleichen ihre Antworten mit jenen der LP. Das Vergleichen kann ausgeweitet werden, indem die Lernenden vor dem Vergleich in der offiziellen Antwort-Runde ihre Antworten mit jenen der Mitspieler*innen vergleichen.


Tipps für die Erstellung von WQS
:

  1. Fakten sammeln (z.B. in Form von ABC-Listen) – Was ist wesentlich am Thema?
  2. Fragen formulieren und dabei folgendes beachten:
  • Sind die Fragen spannend?
  • Die Reihenfolge der Fragen kann ganz anders sein, als in der Quelle.
  • Verblüffende und lustige Verknüpfungen erstellen.

Variante:
1. Die Lernenden erstellen innerhalb einer Gruppe selbst ein WQS zu einem bestimmten Thema.
2. Jede Gruppe erhält Unterlagen zu einem Thema.
3. Jedes Gruppenmitglied überlegt sich anhand der Unterlagen zwei offene Fragen und formuliert ausführliche Antworten dazu.
4. Die Gruppe sammelt die Fragen und wählt gemeinsam zwei aus.
5. Die Fragen werden nun den anderen Gruppen gestellt und gemeinsam beantwortet.
6. Zum Schluss werden alle Fragen gesammelt, so dass ein Fragenkatalog entsteht.