Die Ozeane bedecken 70 Prozent der Erdoberfläche und bieten Nahrung, Energie und Rohstoffe zugleich. Durch hohe Mengen Müll ist der Lebensraum Meer jedoch massiv bedroht. Ausgehend von einer Geschichte setzen sich die Lernenden damit auseinander, was seine Existenzgrundlage bedroht, wie der Müll ins Meer gelangt und welchen Einfluss wir in Österreich darauf haben. Die Lernenden nehmen den Menschen als „Täter“ und „Opfer“ zugleich wahr – und überlegen, was sie selbst zum Schutz der Meere beitragen können.
ABLAUF
PHASE 1
20 Minuten
Einstieg
Als Einstieg in die Übung liest die Lehrperson die Geschichte „Ein Tag mit Pascal aus Madagaskar“ zu Ziel 14 vor. Unklare Begriffe werden erklärt. Anschließend bearbeiten die Lernenden in Kleingruppen von max. fünf Personen folgende Fragen und notieren die Ergebnisse auf dem Flipchart-Papier:
  • Wer ist Pascal und was macht er?
  • Früher konnte sich seine Familie vom Fischfang ernähren. Was hat sich geändert?
  • Was passiert mit dem „unerwünschten Beifang“? Wie findet ihr das?
  • Die Fischwirtschaft gilt als ein Verursacher des hohen Müllaufkommens in den Ozeanen. Was könnten die Ursachen sein?
  • Fallen euch andere mögliche Verursacher für die Meeresverschmutzung ein?
Downloads für diese Phase:
M-01 Ein Tag mit Pascal aus Madagaskar
PHASE 2
30 Minuten
Präsentation und Plenum
Nach 10-15 Minuten präsentieren die Lernenden ihre Ergebnisse. Eine Gruppe fängt an, die anderen ergänzen. Die Lehrperson notiert die genannten Verursacher der Meeresverschmutzung. Anschließend verteilt die Lehrperson die Infografik „Wie gelangt der Müll ins Meer?“.
Nachdem die Lernenden das Blatt gelesen haben, bilden sie einen Sesselkreis und diskutieren im Plenum die folgenden Fragen:
  • Ein besonders großes Problem ist der Plastikmüll. Wie gelangt er ins Meer? Verrottet er?
  • In Österreich gibt es kein Meer. Wieso tragen wir durch unser Verhalten trotzdem zur Verschmutzung der Ozeane bei?
  • Inwiefern verursachen Plastikmüll und Ölteppiche gravierende Umweltschäden?
  • Wieso stellen sie eine Gefahr für Vögel und Meeresbewohner dar?
  • Was könnten Geisternetze sein und inwiefern stellen sie eine Gefahr dar?
  • Wie gelangt der Müll wieder auf unserem Teller?
  • Abgesehen von den Umweltschäden, welche Wirtschaftszweige könnten von der Vermüllung betroffen sein und warum?
  • Was könntest du dazu beitragen, dass weniger Müll in die Meere gelangt?
Die Lehrperson hält die Antworten in Form einer Mindmap mit Stichworten und/oder Symbolen auf einem Flipchart fest.
Weiterführende Links:
Downloads für diese Phase:
M02 - Infografik des WWF "Wie gelangt der Müll ins Meer?"
PHASE 3
5 Minuten
Reflexion
Die Einheit wird mit einer Art Blitzlicht-Runde beendet. Die Lehrperson bittet die Lernenden der Reihe nach eine der folgenden Fragen zu beantworten:
  • Was hat dich überrascht?
  • Was hat dich schockiert?
  • Was nimmst du dir mit? (Im Sinne von: das merke ich mir bestimmt!)
Wer noch etwas ergänzen will, hat am Ende der Runde die Gelegenheit dazu.
Als Folgeübung und zur Veranschaulichung des Ökosystems Meer eignet sich eine abgewandelte Version der Übung „Alles ist vernetzt!“.
Weiterführende Links:
Besondere Hinweise
Für die Diskussionsrunde ist ausreichend Platz für einen Sesselkreis notwendig.
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden sind für das Ökosystem Meer sensibilisiert.
Die Lernenden erkennen Wechselwirkungen.
Die Lernenden nehmen Auswirkungen von Handlungen auf weit entfernte Orte wie das Meer wahr.
Konnex zum Lehrplan
Auszug aus dem NMS-Lehrplan zu Biologie und Umweltkunde:
Weckung der Achtung vor Natur und Leben sowie des Bewusstseins der Verantwortung für die Folgen von Eingriffen in Ökosysteme
Anhand von Stadtökologie und einem Ökosystem einer anderen Region (z.B. Meer, Regenwald) sind ökologische Grundbegriffe (biologisches Gleichgewicht, Nahrungsbeziehungen, ökologische Nische, Produzent – Konsument – Destruent, Stoffkreisläufe) zu vertiefen.

Quellen

FORUM Umweltbildung im Umweltdachverband (2017): Unsere Welt unsere Zukunft. Lehrmaterialien für Kinder und Jugendliche zu den UN-Weltzielen. Wien: Eigenverlag.