Zu den Grundregeln des Brainstormings gehört, dass prinzipiell jede Idee erlaubt ist. Kritik oder Diskussionen sind in der Brainstorming-Phase verboten. Die Lernenden sollen so viele Ideen wie möglich einbringen und dabei auch Ideen der anderen aufgreifen und weiterentwickeln können. Erst nach Abschluss des Brainstormings wird kommentiert, diskutiert und zusammengefasst.

In der Vorbereitung wird der betreffende Brainstorming-Impuls groß an die Tafel geschrieben oder an der Pinnwand notiert. Für den tatsächlichen Verlauf dieser Methode sind zahlreiche Varianten möglich – einige davon haben wir für Sie zusammengefasst:

Variante Karten-Brainstorming: Am Anfang steht eine Stillarbeitsphase, die den Lernenden Gelegenheit gibt, eigene Ideen zu entwickeln und eventuell auch zu notieren (z.B.: auf Moderationskarten). Danach erfolgt eine erste Brainstorming-Phase in Kleingruppen. Die aktivierten Ideen werden dann in lockerer Folge im Plenum zusammengetragen und in Kurzfassung mitprotokolliert und visualisiert. Falls mit Moderationskärtchen gearbeitet wurde, können diese auf einer Pinnwand zusammengetragen werden.

Variante: Das Brainstorming ist eine Art gemeinsamen lauten Denkens. Die Äußerungen aller Lernenden werden notiert und visualisiert. In einem weiteren Schritt sollten gemeinsam Ordnungsstrukturen erarbeitet und diskutiert werden, unter denen sich die genannten Einfälle zusammenfassen lassen. Diese entstandenen Strukturen können die Grundlage für weiterer Diskussionen oder für die weitere Unterichtsplanung sein.

Variante: Die Lernenden arbeiten in Kleingruppen und schreiben die gesammelten Einfälle gleich auf ein Plakat. Ein Sprecher oder eine Sprecherin jeder Gruppe stellt das Plakat vor, anschließend kommentiert die Lehrkraft einzelne Punkte und ergänzt noch Fehlendes.

Brauchbar ist das Brainstorming nicht nur in den Themenbereichen, in denen die Lernenden klare Vorkenntnisse, Meinungen, Einstellungen und Erfahrungen haben. Die Stärke dieser Methode entfaltet sich dort, wo diese Vorkenntnisse nicht mehr bewusst sind, sondern erst durch den Prozess des gemeinsamen Assoziierens langsam wieder in das Bewusstsein geraten.

Quellen:
Klippert, H. (2002): Kommunikations-Training, Übungsbausteine für den Untericht. Beltz-Verlag
Greving, J.; Paradies, L. (1996): Unterichts-Einstieg. Ein Studien- und Praxisbuch. Cornelsen-Verlag