Forum Umweltbildung


Der Klimawandel betrifft jede*n von uns. Mit einem kabarettistischem Kurzvideo werden die Lernenden in das Thema Klimaschutz eingeführt. Anschließend haben sie die Möglichkeit ihre Meinungen in drei 15-minütigen Runden beim World-Café auszutauschen und zu diskutieren.

ABLAUF
PHASE 1
Minuten
Videoeinstieg

Als amüsanten Einstieg wird den Lernenden ein kabarettistisches Video gezeigt.

Weiterführende Links:
PHASE 2
50 Minuten
World-Café

Nun sind die Lernenden an der Reihe zu überlegen, was man selbst tun kann, um das Klima zu schützen und wer für Veränderungen verantwortlich ist. Dafür besprechen sie unterschiedliche Fragen zum Klimaschutz im World-Café: Wie im Kaffeehaus wird an Tischen philosophiert, diskutiert und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Für das World-Café werden fünf Tische mit je vier bis acht Sesseln rundherum im Raum verteilt und mit Packpapier überzogen und Stifte bereitgelegt. Nach Wunsch können auch Getränke und Knabbereien auf den Tischen bereitgestellt werden.

Jedem Tisch wird ein Thema zugeordnet, das dort besprochen wird. Mögliche Themen dafür sind:

  • Klimaschutz geht jede*n von uns an?! Was können Einzelne tun? Was kann die Gesellschaft, die Politik und was die Wirtschaft tun? Bringt es etwas, wenn jeder Mensch „kleine“ Maßnahmen umsetzt, oder führen eher strategische Entscheidungen in Politik und Wirtschaft zum Ziel?
  • Folgendes Zitat wird besprochen und die Meinungen dazu ausgetauscht: „Soll ich auf mein Vollbad verzichten? Schau dir den Energieverbrauch vieler Industriebetriebe an – da kann ich jahrhundertelang mein Badewasser dafür aufheizen!“
  • Jede*r hat das Recht auf ein Auto! Kann und soll das für alle Menschen der Welt gelten? Was würde es für das Klima bedeuten, wenn alle Menschen so viel Auto fahren wie in Europa oder den USA?
  • Auf welche Dinge oder Gewohnheiten könntet oder wollt ihr nicht verzichten? Warum nicht?
  • Das gesehene YouTube-Video wird anhand folgender Fragen besprochen: Was haltet ihr davon? Findet ihr das Video lustig oder nicht? Warum (nicht)? Worüber könnte man diskutieren? Was haltet ihr von dieser Art der Informationsvermittlung?
  • Je nach Teilnehmer*innenanzahl kann auch ein „Tisch ohne Thema“ angeboten werden – an dem Tisch wählen die Lernenden einfach selbst ein Thema, das ihnen auf der Zunge brennt.

Anschließend wird für jeden Tisch ein*e Gastgeber*in festgelegt. Als Gastgeber*in ist man dafür verantwortlich, in jeder neuen Runde die Gäste zu begrüßen und kurz zu informieren, worum es an diesem Tisch geht. Als Gast kann man im World-Café in drei Runden zu je 15 Minuten insgesamt drei Tische der eigenen Wahl besuchen. In jedem Durchgang diskutieren die Lernenden das entsprechende Thema und schreiben ihre Ideen und Argumente auf das Packpapier. Jeder Wechsel zwischen den Runden kann durch ein akustisches Signal eingeleitet werden. Die Gastgeber*innen bleiben an ihrem Tisch sitzen und begrüßen die nächsten Gäste.

PHASE 3
10 Minuten
Zusammenfassung

Am Ende des World-Cafés berichtet jede*r Gastgeber der gesamten Gruppe über die Ergebnisse und Diskussionsinhalte an dem eigenen Tisch. Welche Lösungen oder Kompromisse konnten bei den Diskussionen gefunden werden?
Die Packpapierbögen der einzelnen Tische können anschließend als Wandzeitung aufgehängt werden.

PHASE 4
10 Minuten
Abschluss

Abschließend wird gemeinsam im Plenum reflektiert:

  • Wie ist es euch in der Diskussion ergangen?
  • Wie ist es den Gastgeber*innen bei der Moderation ergangen?
  • Hattet ihr das Gefühl, dass ihr schlagfertige Argumente in die Diskussion einbringen konntet?
  • Welche Herausforderungen gab es bei den Diskussionen? Warum?
  • Was ist bei den Gruppendiskussionen gut gelungen? Warum?
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden vertreten die eigene Meinung.
Die Lernenden diskutieren über unterschiedliche Arten der Klimakommunikation.
Die Lernenden halten Gesprächsregeln ein und hören einander zu.
Konnex zum Lehrplan
Auszug aus dem Lehrplan der allgemeinbildenden höheren Schule (Oberstufe):
Allgemeines Bildungsziel: Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen, sich mit Wertvorstellungen und ethischen Fragen im Zusammenhang mit Natur und Technik sowie Mensch und Umwelt auseinander zu setzen.
Deutsch: Möglichkeiten verschiedener Gesprächs- und Redeformen ausloten; monologischen und dialogischen Redebeiträgen folgen können, dabei Inhalts- und Beziehungsebene unterscheiden; Rollen innerhalb verschiedener Kommunikationsprozesse erkennen und anwenden
Geographie und Wirtschaftskunde: Beschreibung der Auswirkungen des globalen Wandels auf die natürliche Umwelt; verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt
Biologie und Umweltkunde: der Mensch als beeinflussender Faktor von Ökosystemen; Wirtschaft und Nachhaltigkeit; Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2021): Klimaco2cktail. Wien: Eigenverlag.