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Diese Methode beschäftigt sich mit nachhaltigen Lebensmitteln für eine nachhaltige Gesellschaft. Die Lernenden schlüpfen in unterschiedliche Rollen aus verschiedenen Bereichen der Lebensmittelproduktion und des Lebensmittelhandels. Durch selbstständige Recherche werden in einer Diskussion unterschiedliche Standpunkte und Informationen zur Thematik ausgetauscht und die Lernenden formulieren Wünsche für die Zukunft.

ABLAUF
PHASE 1
10 Minuten
Erläuterung des Spieles
Zu Beginn wird den Lernenden der Ablauf der Einheit erklärt. Danach werden vier Kleingruppen gebildet. Jede Kleingruppe erhält eine Rollenkarte und hat in der anschließenden Vorbereitungszeit die Aufgabe, Informationen über den Standpunkt ihrer Rolle einzuholen.
Das Thema der anschließenden Podiumsdiskussion ist Nachhaltige Lebensmittel für eine nachhaltige Gesellschaft? – Wo liegen die Grenzen in der Lebensmittelproduktion?
Downloads für diese Phase:
Rollenkarten
PHASE 2
45 Minuten
Vorbereitungszeit
Mit Hilfe von Infomaterial (Literatur, Broschüren etc.) oder einem PC mit Internetzugang haben die Gruppen nun Zeit, für ihre Rolle zu recherchieren. Ziel ist es, in dieser Zeit genügend Information und Wissen zusammenzutragen, um bei der folgenden Diskussion schlüssig den eigenen Standpunkt vertreten zu können und die Argumenation mit Fakten untermauern zu können.
Ebenfalls soll sich während dieser Zeit jede Gruppe ein Anfangsstatement überlegen und jeweils eine Frage ausgearbeitet werden, die sie während der Diskussion an die drei weiteren „Expert*innen“ stellen können.
Jede Gruppe wählt abschließend eine Vertreterin bzw. einen Vertreter, die*der die Rolle der Expertin bzw. des Experten bei der Podiumsdiskussion einnehmen wird.
PHASE 3
15 Minuten
Statements am Podium

Die jeweiligen „Expert*innen“ aus den Gruppen werden nun zum Podium gebeten, offiziell begrüßt und haben pro Person 3-5 Minuten Zeit für ihre Statements. Die Statements sollen ihren Standpunkt und Probleme bezogen auf die Thematik und ein paar Infos, die für das Publikum interessant sein könnten, beinhalten. (Plakate, Zeichnungen etc. können natürlich als unterstützende Elemente herangezogen werden)

PHASE 4
20 Minuten
Fragen aus dem Publikum

Haben alle ihr Statement vorgetragen, ist Zeit die Fragen aus dem Publikum zu behandeln.
Die „Expert*innen“ können hierbei – bei Bedarf – von ihren Gruppenmitgliedern unterstützt werden.
Abschließend werden von den „Expert*innen“ mithilfe des Publikums 4 Wünsche und Forderungen für die Zukunft ausgearbeitet. Im Idealfall sollten alle mit den Vorschlägen einverstanden sein. Kein Ergebnis ist in diesem Fall auch ein Ergebnis.

PHASE 5
20 Minuten
Reflexion

Nun wird die Diskussion abgeschlossen, alle treten aus ihrer Rolle heraus und treffen sich zur gemeinsamen Reflexion.

Mögliche Fragestellungen:
  • Wie hast du das Spiel gefunden? (zu dieser Frage sollten sich zu Beginn alle äußern)
  • Wie realistisch war die Diskussion?
  • Wie hast du dich in deiner Rolle gefühlt?
  • Wie stark hast du dich mit deiner Rolle identifiziert? Warum?
  • Konntest du deine Position gut in die Diskussion einbringen? Hat sie sich im Laufe der Diskussion verändert?
  • Welche Argumente waren besonders überzeugend?
  • Was ist dir zu diesem Thema durch das Spiel deutlich geworden?
  • Welche Erfahrungen, Einsichten oder Lernprozesse hast du gemacht?
  • Was war für dich besonders interessant, motivierend, störend oder lehrreich?
PHASE 6
10-15 Minuten
Film über Biohof Adamah anschauen

Der Film wir gemeinsam angeschaut. Er zeigt ein Beispiel für erfolgreiches Wirtschaften im Bereich biologische Landwirtschaft und Selbstvermarktung.

Weiterführende Links:
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden formulieren ihre Wünsche für die Zukunft.
Die Lernenden recherchieren relevante Informationen zur Thematik.
Die Lernenden können den Standpunkt einer Rolle einnehmen und vertreten.

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2013)