© Michal Jarmoluk/Pixabay


Durch richtige Lagerung kann Lebensmittelabfall reduziert werden. Durch mehrere Übungen erfahren die Lernenden wie man noch unverarbeitete Lebensmittel richtig lagert und sie dadurch möglichst lange frisch halten kann. Weiters werden Strategien erarbeitet, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, indem man sie auf geeignete Art und Weise verarbeitet. Dadurch werden Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen aufgezeigt und ein Repertoire an Verwertungsideen aufgebaut.

ABLAUF
PHASE 1
50 Minuten
Richtige Lagerung von Lebensmitteln

Als Einstieg findet ein Gespräch zu folgenden Fragen statt:

  • Warum sind Lebensmittel nicht ewig haltbar?
  • Welche Lebensmittel sind lange, welche sind nur kurze Zeit haltbar? Warum?
  • Wo und wie lagert man Lebensmittel, damit sie möglichst lange halten?

Die Lernenden erhalten das Arbeitsblatt „Lagerdetektive – Am Start“ und bearbeiten es. Nach Fertigstellung werden die Arbeitsblätter verglichen und die richtige Lagerung der darauf abgebildeten Lebensmittel wiederholt und begründet.

Anschließend wird das Arbeitsblatt „Lagerdetektiv – Weiter geht’s“ ausgeteilt und erklärt. Es wird ein Termin festgelegt, bis zu dem die Recherche im eigenen Haushalt durchgeführt werden soll und das Arbeitsblatt ausgefüllt mitzubringen ist (Vorschlag: Seite 1 und 2 als eigenständige Arbeit zuhause erarbeiten lassen und Seite 3 und 4 anschließend gemeinsam im Unterricht erarbeiten).

Downloads für diese Phase:
Arbeitsblatt "Lagerdetektiv - Am Start"
Arbeitsblatt "Lagerdetektiv - Weiter geht´s!"
PHASE 2
50 Minuten
Vergleich der Ergebnisse

Die Lernenden vergleichen anhand ihrer Arbeitsblätter, welche Lebensmittel sie in ihren Haushalten gefunden und untersucht haben und wo diese herkommen.
Folgende Produktgruppen werden als Überschriften zu vier Spalten an die Tafel geschrieben:
Milchprodukte, Fleisch und Wurst, Trockenwaren, Obst und Gemüse.

Als Erstes werden Herkunftsorte und -länder der einzelnen Produktgruppen aufgezählt und die häufigsten aufgeschrieben. Weiters wird besprochen, welche Auswirkungen die Herkunft von Lebensmitteln auf die Haltbarkeit hat.
Im zweiten Schritt wird besprochen, was das Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. das Verbrauchsdatum (für unterschiedliche Produktgruppen) aussagt und was der Unterschied zwischen den beiden ist (Hintergrundinformationen für die anleitende Person finden sich im entsprechenden Download bzw. PDF). Es werden Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, wie man feststellen kann, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist.

Im dritten Schritt werden zu jeder Produktgruppe Möglichkeiten der Verlängerung der Haltbarkeit besprochen. Die passenden Methoden werden jeweils auf dem eigenen Arbeitsblatt zu den aufgelisteten Lebensmitteln notiert. Gemeinsam werden so die Seiten 3 und 4 des Arbeitsblattes gemeinsam ergänzt.
Zuletzt wird die Frage diskutiert, wieso man Obst und Gemüse nicht nebeneinander lagern soll. Eine Antwort dazu wird auf die Tafel geschrieben und – falls nötig – auf den Arbeitsblättern ergänzt.

Weiterführende Links:
Downloads für diese Phase:
Arbeitblatt "Lagerdetektiv - Weiter geht´s!"
Hintergrundinformation für Pädagog*innen zum Thema Haltbarkeit von Lebensmitteln
Die Umweltberatung: "Haltbarmachen und Konservieren - Methoden und Tipps"
PHASE 3
20 Minuten
Abschlussquiz

Die Lernenden erhalten das Arbeitsblatt „Lagerdetektiv – Meisterleistung“ und erarbeiten die darauf beschriebene Aufgabe. Anschließend werden die Ergebnisse verglichen.

Downloads für diese Phase:
Arbeitsblatt "Lagerdetektiv - Meisterleistung"
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden wissen, dass sich die Lagerungsart von Lebensmitteln auf deren Haltbarkeit auswirkt und kennen Beispiele zur entsprechenden Lagerung von ausgewählten Lebensmitteln.
Die Lernenden wissen, dass man auf verpackten Lebensmitteln Informationen zur Haltbarkeit und Herkunft findet.
Die Lernenden wissen, dass Lebensmittel verderben können und kennen einzelne Anzeichen für die Genießbarkeit ausgewählter Lebensmittel.
Die Lernenden kennen Methoden zur Verlängerung der Haltbarkeit einzelner Lebensmittel und können (unterstützt durch Erwachsene) einzelne Methoden anwenden.
Konnex zum Lehrplan
Sachunterricht
Ein kindgemäßer und gleichzeitig sachgerechter Unterricht führt die Kinder allmählich zu einem differenzierten Betrachten und Verstehen ihrer Lebenswelt und befähigt sie damit zu bewusstem, eigenständigem und verantwortlichem Handeln.
Die Schüler*innen sollen fachgemäße Arbeitsweisen erlernen sowie Lernformen erwerben, die zur eigenständigen Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit und zu selbstständigem Wissenserwerb führen. Die Kinder lernen dabei schrittweise, sich Informationen zu beschaffen, zu interpretieren und kritisch zu bewerten.
Der Unterricht soll zu verantwortungsbewusstem Verhalten gegenüber der Natur führen. Damit soll den Kindern auch die Bedeutsamkeit gesunder Lebensführung bewusst gemacht werden.

Quellen

Initiative "Lebensmittel sind kostbar" des BMK (2013)