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Wir leben in einem Informationszeitalter. Täglich werden Milliarden E-Mails versendet und empfangen. Informationen werden ständig mit rasanter Geschwindigkeit übermittelt und verbreitet. Die Lernenden sind in diesem Stundenbild gefordert, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, eine Information möglichst rasch an alle zu verbreiten.  Anschließend reflektieren sie, über die Kommunikation in der Gruppe und über positive wie auch negative Aspekte einer raschen Informationsverbreitung.

ABLAUF
PHASE 1
10 + 10 Minuten
Einstieg

Alle Lernenden stellen sich im Kreis auf (evtl. Tische und Sessel zur Seite schieben, um etwas Platz zu schaffen). Eine Person stellt sich in die Mitte. Nun soll die Person in der Mitte eine Frage, die mit der Vermittlung von Nachrichten und Informationen in Medien zu tun haben soll, an die anderen stellen.
Zum Beispiel: Wer schreibt mehr als 10 WhatsApp-Nachrichten pro Tag?
Wer schreibt täglich E-Mails?
Wer liest hin und wieder eine Tageszeitung?
Alle, die positiv auf die Frage antworten können, müssen schnell einen anderen Platz im Kreis finden. Wer sich als letztes in den Kreis einordnet, muss in der Mitte bleiben und erneut eine Frage stellen. Das Spiel endet, wenn niemandem mehr eine Frage einfällt.

Nun bilden jeweils zwei Personen ein Paar. Anschließend finden sich jeweils zwei Paare (die am nächsten nebeneinanderstehen) und bilden eine Vierergruppe. Diese vier Personen erfinden nun eine allgemeine Nachricht, die auch in den Medien vorkommen könnte. Anschließend fassen sie die Nachricht zu einem kurzen Satz zusammen (z.B. „Am Montag startet die Fußball-WM“) und schreiben diesen auf ein Blatt Papier. Die Lehrperson sammelt danach alle Sätze ein.

PHASE 2
20 Minuten
Erarbeitung

Nun wird ausprobiert, wie schnell sich eine  Information verbreiten lässt. Es wird ein Satz  gezogen, der möglichst rasch in der gesamten Gruppe verbreitet werden soll. Die Information muss dabei immer ins Ohr geflüstert werden, ohne dass eine weitere Person die Nachricht hört. Wie schnell gelingt es, allen die Information weiterzugeben? Für die Übung sollen die Lernenden zuerst (ca. 5 Minuten lang) beraten, wie sie die Information am schnellsten verbreiten können. Zur besseren Beratschlagung können sich alle Lernenden im Kreis aufstellen. Sobald sich die Lernenden für eine Strategie entschieden haben, kann eine Person einen Satz (verdeckt) ziehen. Ab diesem Zeitpunkt stoppt die Lehrperson die Zeit mit. Die letzte Person ruft „Stopp!“, gibt die Information wieder und vergleicht diese mit dem Anfangssatz. Die Übung kann dreimal mit unterschiedlichen Sätzen wiederholt werden, damit die Lernenden unterschiedliche Strategien ausprobieren und die Zeit, die sie je nach Strategie  zur Verbreitung der Nachricht benötigen, vergleichen können. Kommen  die Lernenden nicht selbst zu einer Lösung, kann die Lehrperson nach den drei Versuchen den Kommunikationsprozess unterstützen.

Hinweis: Am schnellsten geht’s, wenn alle Personen, die die Info bereits haben, diese gleichzeitig weitergeben.

PHASE 3
10 Minuten
Abschluss

Zum Abschluss wird die Übung gemeinsam im Kreis reflektiert. Mögliche Reflexionsfragen:

  • Wie war die Kommunikation in der Großgruppe?
  • Wie habt ihr euch auf eine Strategie geeinigt?
  • Was nehmt ihr aus der Übung mit?
  • Hat sich die Information verändert? Wenn ja wie?
  • Was sind Vor- und Nachteile davon, dass Informationen schnell weitergegeben werden können?
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden sind in der Lage in einer großen Gruppe miteinander zu kommunizieren.
Die Lernenden sind fähig, gemeinsam im Team Strategien zur Lösung einer Problemstellung zu entwickeln.
Die Lernenden können feststellen, wie schnell sich Nachrichten verbreiten und wie sich eine rasche Informationsverbreitung auswirken kann.

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2015): the BOX. Innovative Stundenbilder für zwischendurch. Wien: Eigenverlag.