Ziel

Die Schüler*innen sollen in die Rolle einer Interessengruppe schlüpfen, sich mit deren Ansichten und Zielen auseinander setzen und anschließend in einer Verhandlungsrunde mit anderen Interessengruppen versuchen, ihre Interessen durchzusetzen. Auf diese Weise üben die Schüler*innen das Argumentieren und Diskutieren – Kompromisse können geschlossen werden. Wichtig ist es auch, für jede Gruppe zu klären, welche Interessen nicht oder nur unter besonderen Bedingungen Gegenstand von Kompromissen sein können und auch weshalb das so ist.

Spieleinführung

Die Lehrperson stellt das Spiel kurz vor (Ablauf, Ziel); Die Schüler*innen bilden Kleingruppen (drei Schüler*innen pro Gruppe). Verschiedene Rollen stehen zur Auswahl. Jede Gruppe übernimmt eine andere Rolle. Die Rollenkarten mit möglichen Argumenten und andere Spielunterlagen werden ausgeteilt.

Informationsphase

Die Schüler*innen setzen sich mit den vorgegebenen Informationen auseinander, indem sie die Rollenkarten mit den möglichen Argumenten und die anderen Spielunterlagen durchlesen bzw. durcharbeiten, wichtige Stellen hervorheben und die Rollenkarten mit den möglichen Argumenten beliebig erweitern und etwaige Verständnisfragen in der Gruppe klären.

Strategiebildung

Danach entwickeln die Schüler*innen eine Strategie, wie sie ihre Interessen und Ziele in der anschließenden Verhandlungsrunde am besten durchsetzen.

Konferenzphase

Die Problemlösungsvorschläge der einzelnen Gruppen werden unter der Leitung der Lehrperson diskutiert und ein Kompromiss wird angestrebt.

Spielauswertung

Abschließend erfolgt eine Reflexionsrunde über den Verhandlungsprozess. In Form eines Feedbacks werden persönliche Beobachtungen bzw. Erfahrungen zwischen Schüler*innen untereinander und zwischen Lehrer*in und Schüler*innen ausgetauscht.


Quellen

Heinz Klippert
Kommunikations-Training, Übungsbausteine für den Unterricht
Beltz