© Anastasia Gepp/Pixabay


In dieser Einheit wird das Augenmerk auf den achtlos weggeworfenen Abfall im öffentlichen Raum gerichtet. Die Lernenden beschäftigen sich damit in ihrer Schulumgebung, sammeln gemeinsam den Müll ein und verwerten ihn in einer Collage. In der Gruppe werden Ideen gesammelt, wie Littering vermieden werden kann und gemeinsam werden ausgewählte Ideen umgesetzt.

ABLAUF
PHASE 1
10 Minuten
Was ist Littering?

Als Einstieg in die Thematik findet ein Gruppengespräch statt. Folgende Fragen können an die Lernenden dabei gestellt werden:
Erinnert euch heute an euren Schulweg – an die Straße, die Haltestellen,…

  • Waren sie ganz sauber?
  • Oder ist euch aufgefallen, dass dort allerhand am Boden liegt?
  • Was liegt denn so alles herum?
  • Wie kommen die Dinge dort hin?
  • Warum glaubt ihr, dass Menschen diese Dinge einfach wegwerfen?

Wenn Straßen und Wege, Plätze oder Haltestellen – alles, wo sich Menschen aufhalten und bewegen – von achtlos weggeworfenen Dingen verschmutzt werden, nennt man das auch „Littering“. Dieses Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „zumüllen“.

PHASE 2
30 Minuten
Auf Abfallsuche

Nun werden Teams von jeweils drei bis vier Lernenden gebildet. Ausgerüstet mit einem Müllsack und Handschuhen durchkämmen die Kinder das Schulgelände (jedes Team einen anderen Teil) und sammeln den herumliegenden Abfall ein.

PHASE 3
40 Minuten
Müllcollage

Diese Phase findet im Freien statt.
Der gesammelte Müll wird auf dem Boden aufgebreitet und gesichtet (wobei besonders eklige Dinge vorab entsorgt werden). Als nächsten Schritt soll mit dem gesammelten Müll eine Collage gemeinsam gestaltet werden. Sollte die Müllmenge für die Fläche zu groß sein, können von den Lernenden die entsprechenden Gegenstände vom Müll auswählen, welche auf der Collage Platz finden sollen, oder mehrere Kunstwerke angefertigt werden (z.B. eine Collage für Plastikmüll, eine für Metall, eine für Papier, Restmüll oder Collagen nach Farben des Mülls gestalten).

Für den Anfang wird in einem Kübel Gips angerührt und in eine Plastikwanne gegossen, sodass er eine ca. 4 – 5 cm dicke Schicht bildet (ev. vorher eine Markierung am Wannenrand machen). In den nassen Gips werden nun die einzelnen Objekte hineingedrückt, sodass ein gemeinsames, interessantes Kunstwerk entsteht.
Sobald der Gips vollständig ausgehärtet ist, wird die Platte mit der Collage vorsichtig heraus gekippt und in der Klasse oder Schule ausgestellt.

Die fertige Collage wird gemeinsam betrachtet und besprochen:

  • Findet ihr das Kunstwerk schön?
  • Was daran gefällt euch, was nicht?
  • Warum ist Müll nicht schön?
  • Was stört euch daran?
PHASE 4
15 Minuten
Ideensammlung

Im Anschluss findet ein gemeinsames Brainstorming statt. Was können wir tun, damit unsere Schule und die Umgebung sauber bleibt? (z.B. mehr Mistkübel aufstellen, alle Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern informieren, das Kunstwerk in der Aula aufstellen und einen Infotext dazu schreiben,….).

Alle Ideen werden auf einem Plakat festgehalten. Wenn keine neuen Vorschläge mehr kommen, werden alle Ideen nochmal gemeinsam durchgelesen und die Vorschläge ermittelt, welche die Lernenden durchführen wollen.

PHASE 5
30 Minuten
Weiterführende Aktivitäten

Nach einer Zeitspanne von etwa drei Wochen kann mit der Gruppe nochmals eine Begehung der damals gesäuberten Umgebung gemacht werden: haben die Aktionen gewirkt, ist nun alles sauberer?

Über die Aktion und deren Erfolg kann nun ein Bericht für die Schulzeitung oder Regionalzeitung geschrieben werden, eine Bildgeschichte gemalt werden, Dankeschön – Zettel an alle Beteiligten ausgeteilt werden, …

Besondere Hinweise
Diese Einheit findet vorwiegend im Freien statt.
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden erfahren, wie man einen konkreten Beitrag zu einer sauberen Umgebung leisten kann.
Die Lernenden wissen, dass sie für eine saubere Umgebung mitverantwortlich sind.
Die Lernenden setzen sich auf kreative Weise mit Abfall auseinander.
Konnex zum Lehrplan
Auszug auf dem Volksschul-Lehrplan - Sachunterricht
Die eigene Verantwortung gegenüber der Natur allmählich erkennen (…) umweltbewusst handeln: Umweltverschmutzung im eigenen Bereich vermeiden.
Sich umweltgerecht verhalten - Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf Natur und Umwelt erfassen und Folgen von Fehlverhalten (zB. Verschmutzen, Lärmen, Verbrauchen von Energie) abschätzen und aus diesem Verständnis entsprechend
Handeln. Aus dem Wissen um die hohe Verantwortung jedes Einzelnen
der Natur und Umwelt gegenüber selbst zu umweltbewusstem Verhalten gelangen.

Bildnerisches Gestalten
„Umgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern - Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen
Bedeutungszusammenhängen fügen. Gebilde aus Alltagsgegenständen, Abfall oder Naturmaterial, Collagen.“ (I. und II. Grundstufe)
„Gemeinsam arbeiten - In Gestaltungsprojekten soziale Kompetenz entwickeln (Kooperationsfähigkeit, Toleranz, Verantwortungsgefühl,...)“ (I. und II. Grundstufe)

Quellen

Forum Umweltbildung im Umweltdachverband (2012).