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Wissenschaft im Wirtshaus

20.07.2016
© Wissenschaft im Wirtshaus

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Das NHM Wien veranstaltet gemeinsam mit dem Nationalpark Gesäuse zwei Vortragsabende zum Thema „Wissenschaft im Wirtshaus: Biodiversität – Vielfalt auf allen Ebenen“. Ziel dabei ist, die Bedeutung von Biodiversität wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Veranstaltungsort ist der Kölblwirt im „Bergsteigerdorf“ Johnsbach (Gesäuse, Steiermark).

Biodiversität umfasst sowohl Artenvielfalt, als auch die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Aus diesen Faktoren und den Bedingungen der Umwelt und des Klimas erwächst eine übergeordnete Diversität von Lebensräumen die für Stabilität in der Natur verantwortlich ist und für die Menschheit einen bislang unterschätzten Wert darstellt. Um Biodiversität benennen, beziffern und letztendlich schützen zu können, bedarf es der Biodiversitätsforschung. Die Basis dieser Forschung ist die Erhebung und Dokumentation der Vielfalt und der Zusammenhänge, die sie bestimmen.

Der erste Abend der Veranstaltung, am 1. August von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr, steht unter dem Titel „Biodiversität vom Gesäuse bis ins Klassenzimmer“:

  • Der Vortrag von Alexander Maringer; Nationalpark Gesäuse, beschäftigt sich mit „Park der Vielfalt: Biodiversitätsforschung im Nationalpark Gesäuse“.
  • Frank Zachos, Zoologe am NHM Wien, spricht „Von Wölfen und Wanderern: Sinn und Nutzen von Biodiversität“ und hinterfragt damit den Wert der Biodiversität für die Gesellschaft und mögliche Konflikte und Interaktionen mit Wirtschaft und Tourismus.
  • Stephan Koblmüller, Universität Graz, erzählt über „Smaragddressling und mehr: Neues über die Fische der Steiermark“ und zeigt am Beispiel der Vielfalt der Fische der Steiermark, dass selbst bei einer derartig bekannten Tiergruppe heute noch überraschende Entdeckungen – etwa die Entdeckung einer neuen Art - möglich sind.
  • Katharina Jaksch, NHM Wien, spricht von „Schneckensex im Klassenzimmer: Schüler erforschen die Biologie einer Schnecke“. Dies bezieht sich auf ein Forschungsprojekt von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit dem NHM Wien und soll zeigen, wie schon geringfügige Unterschiede in der Umwelt verschiedene Merkmale beeinflussen können.

Am zweiten Abend, 2. August von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr, stehen die Vorträge unter dem Titel „Biodiversität – vom Erdmittelalter bis heute“.

  • Mathias Harzhauser, Geologe am NHM Wien, spricht zum Thema „Skilift am Tropenstrand: 250 Millionen Jahre Kalkalpen“. Fossilien erzählen über die erheblichen Veränderungen der
    Lebensbedingungen über geologische Zeiträume in den Alpen.
  • Carina Nebel, NHM Wien, beleuchtet in „Gute Zeiten – schlechte Zeiten: Die genetische Vielfalt der Steinadler“ wie Lebensraum und genetische Vielfalt vom Klimawandel auch in kürzeren Zeiträumen – nämlich der jüngsten Eiszeit – beeinflusst wurden.
  • Elisabeth Haring, Zentrale Forschungslaboratorien am NHM Wien, behandelt im Vortrag „Durch Sonne und Eis: Die Vielfalt der ostalpinen Schnecken“, die Verbreitungsgebiete alpiner Landschnecken und erläutert, wie man u.a. durch Untersuchung der Gene einiges über ihre Geschichte während der Eiszeiten ableiten kann.
  • Michaela Sonnleitner, NHM Wien, spricht über „ABOL – die Biodiversitätsinitiative des 21. Jahrhunderts“. Vorgestellt wird das Projekt „Austrian Barcode of Life“ (ABOL), ein österreichweites Projekt zur Erfassung der geschätzten 70.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen mittels DNA-Barcoding.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit: Naturhistorisches Museum Wien, ABOL (Austrian Barcode of Life), NOBIS (Network of Biological Systematics Austria), Nationalpark Gesäuse, Freunde des Naturhistorischen Museums Wien, Gasthaus Köblwirt, Johnsbach.

Das komplette Programm und weitere Infos findet ihr auf dem Blog der Alpine Land Snails Group des Naturhistorischen Museums Wien.

Pressetext NHM

Klimafrieden - Friedensklima

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Termin: 20. bis 23. August 2018
Ort: Steinschaler Dörfl
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