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6. Verleihung des Sustainability Awards!

07.06.2018
PreisträgerInnen Sustainability Award 2018 © BMNT/Paul Gruber

© BMNT/Paul Gruber

Bundesministerin Köstinger (BM für Nachhaltigkeit und Tourismus) und Bundesminister Faßmann (BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung) vergaben Auszeichnungen an besonders nachhaltige Projekte österreichischer Hochschulen

Am 7. Juni, um 11:00 war es im Marmorsaal am Stubenring 1 in Wien wieder soweit: Bundesministerin Köstinger und Bundesminister Faßmann übergaben in Anwesenheit vieler Prominenter aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Kultur die Sustainability Awards 2018.

Diese Auszeichnung, die seit 2008 alle zwei Jahre vergeben wird, holt Nachhaltigkeitsinitiativen österreichischer Hochschulen vor den Vorhang. Was unter Nachhaltigkeit im wissenschaftlichen Kontext verstanden wird und welche Beiträge die Hochschulen dazu leisten, skizzierten die Ministerin und der Minister in ihren Reden. Bundesministerin Köstinger erklärte: „Die Erhaltung einer sauberen und nachhaltigen Umwelt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, die zugleich viele Chancen bringt. Durch Klimaschutz und die Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energien gehen wir einen großen Schritt in Richtung Energieautarkie und sorgen gleichzeitig für Wirtschaftswachstum durch „green jobs“. Nachhaltigkeit fokussiert jedoch nicht ausschließlich auf Umwelt und Wirtschaft, sondern schließt auch sozio-kulturelle Aspekte wie Gleichstellung der Geschlechter, Armutsbekämpfung, Friedensförderung und Integration ein. Für all diese Bereiche braucht es hochqualifizierte Fachkräfte, die in der Lage sind, die komplexen Herausforderungen einer zukunftsfähigen Entwicklung zu verstehen und zu deren Bewältigung beizutragen.“

Bundesminister Faßmann erläuterte diese Komplexität näher: „Die gegenwärtigen globalen und lokalen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind gekennzeichnet von wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Trends und entziehen sich damit einer schnellen oder einfachen Lösung. Eine erfolgreiche Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung kann daher Nachhaltigkeitsherausforderungen nicht einzeln bearbeiten, sondern berücksichtigt die Komplexität, ihre potenzielle gegenseitige Verstärkung, ihre jeweiligen geographischen und zeitlichen Kontexte, kulturelle Unterschiede sowie inhärente Konflikte von Zielen und Interessen.“

Acht Preisträgerprojekte

Vergeben werden die Sustainability Awards in acht Kategorien, wobei es jeweils erste, zweite und dritte Plätze gibt. Einreichen kann jede österreichische Hochschule. Eine Besonderheit sind hochschulübergreifende Einreichungen, in diesem Jahr 12. Aus den insgesamt 76 Einreichungen von 26 verschiedenen Hochschulen wurden im Vorfeld von einer prominenten Jury folgende acht als besonders preiswürdig erachtet:

  • Der Universitätslehrgang „Global Citizenship Education“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt,
  • das „Agricultural Risk Information System“ der Universität für Bodenkultur,
  • das hochschulübergreifende interdisziplinäre Wissenschafterinnennetzwerk WISIA,
  • die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung des Kinderbüros der Universität Wien,
  • das Musikprojekt „Zusammenkläge-Musizieren mit Flüchtlingen“ der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien,
  • die hochschulübergreifende Nachhaltigkeitsbewertung von wissenschaftlichen Publikationsorganen „S-Factor“,
  • „SolPol“, ein hochschulübergreifendes Projekt zu Solarenergietechnologien auf Basis von Polymerwerkstoffen sowie
  • „Sunderpur Housing“, ein Bauprojekt für Leprakranke in Indien von BASEhabitat der Kunst Universität Linz. 

Zu den GewinnerInnen 2018

Die Projekte zeigen alle, wie Ministerin Köstinger erwähnte: „Einerseits fungieren Hochschulen als Impulsgeber zur Lösung praktischer Probleme und andererseits als Plattformen zur Verbreitung von Wissen und Fertigkeiten. Zusätzlich verbinden sie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander und sind damit wertvolle Begegnungsstätten und Knotenpunkte für die gesellschaftliche Integration.“

Blick auf 2020

Ein nächster Durchgang des Awards ist für 2020 geplant. Minister Faßmann verwies in seinen Dankesworten auf UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon: „Ich lade Sie alle ein, sich weiterhin mit Konsequenz, Kreativität und Engagement der übergeordneten Herausforderung des 21. Jahrhunderts“ - laut Ban Ki-Moon, nämlich dem Erreichen einer nachhaltigen Entwicklung - „zu widmen!“ Ministerin Köstinger verwies auf die wesentliche Rolle der Politik in der Gestaltung der Rahmenbedingungen: „Gemeinsam mit den anderen Ministerien werden wir uns auch weiterhin einsetzen, die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Zeitgerecht zur Veranstaltung erschien eine Broschüre auf Deutsch und Englisch, in der alle Einreichungen beschrieben sind.

Teaser Future Lecture © FH Joanneum Graz

FUTURE LECTURE #1
Lebensmittel bewegen: Wie kann sich Graz regional versorgen?

Termin: 30. Oktober 2018, 17:00 - 20:00
Veranstaltungsort:
FH Joanneum, Audimax, Eggenberger Allee 11, 8020 Graz

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Teaser © FH Vorarlberg

FUTURE LECTURE #2
Zukunft spielen: Systeme und Nachhaltigkeit begreifen und erfahren

Termin: 16. November 2018, ab 13:00
Veranstaltungsort:
FH Vorarlberg, Campus V - Gebäude B, Hochschulstraße 1, 6850 Dornbirn

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Teaser FUTURE LECTURES © KPH Wien-Krems

FUTURE LECTURE #3
Nachhaltig leben – Zukunft geben! Vermittlung christlicher Werte und notwendiger Kompetenzen für die nachhaltige Entwicklung unserer Welt

Termin: 26. November 2018, 15:30 - 18:30
Veranstaltungsort:
KPH Wien/Krems, Campus Wien-Strebersdorf, 1210 Wien, Mayerweckstraße 1, Festsaal

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