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SDG Global Festival of Action

© FORUM Umweltbildung
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Impossible is nothing.“, mit diesen Worten eröffnete Marina Ponti, Leiterin der UN SDG Action Campaign, das Global Festival of Action. Mehr als 1.500 Personen aus über 150 Ländern kamen vom 2. bis 4. Mai 2019 im World Congress Center in Bonn (D) zusammen, um über die erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung der UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu diskutieren und sich auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der UN SDG Action Campaign der Vereinten Nationen. Das FORUM Umweltbildung war drei Tage lang vor Ort und Teil dieser Weltgemeinschaft. 

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„Sustainability is the possibility that humans and other life will flourish on the Earth forever.“ (zitiert nach J. R. Ehrenfeld)

Ziel des jährlich stattfindenden Festivals ist, Regierungen und Menschen für die Umsetzung der UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu mobilisieren und in ihren Aktivitäten zu bestärken. Eine Vielzahl an Vorträgen, interaktiven Workshops, Vernetzungsplattformen, Innovationen und Performances ermöglichten einen lebendigen, dynamischen und integrativen Austausch mit der internationalen SDG-Community. Die Themenschwerpunkte waren: Netzwerken, Mobilisierung, Storytelling, Inklusion, Campaigning, Visualisierung und Kreativität. 

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„Leaving no one behind“ – es braucht einen ganzheitlichen Ansatz von Regierung und Gesellschaft

Immer wieder betonten Vortragende in ihren Statements die Notwendigkeit von politischem wie gesellschaftlichem Engagement, um die Ziele für Nachhaltige Entwicklung mit verschiedensten Maßnahmen bis 2030 zu erreichen. Wie wichtig und dringlich der politische und gesellschaftliche Austausch, die Zusammenarbeit für die Erreichung der Ziele sind, brachte Mirjana Spoljaric Egger vom UN Development Programme auf den Punkt: „We need partnerships, public and private, for-profit and non-profit. We need governmental and non-governmental organizations. You have to take the Agenda 2030 to your local constituents to nationalise the SDGs and transform them into their national development plans. Change requires urgency and determination.“ 

Eindrücke vom Festival

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Teilgenommen und diskutiert haben in Bonn VertreterInnen von Regierungen, lokalen Behörden, internationalen Organisationen, NGOs und der Zivilgesellschaft,  von sozialen Unternehmen, aus dem privaten Sektor ebenso wie eine Vielzahl an jungen AktivistInnen und interessierte Privatpersonen. Die verschiedenen Perspektiven zeigten die unterschiedlichen Chancen und Barrieren bei der Umsetzung der SDGs auf, und ebenso Anknüpfungspunkte, wie die SDGs zur Priorität für politisches Engagement und demokratische Partizipation werden könn(t)en.

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Alltagsrelevanz: Zusammenspiel von bottom-up und top-down gestalteten Prozessen

Weniger als 1/5 der deutschen Bevölkerung kennen die UN-Nachhaltigkeitsziele, in Österreich sieht es vermutlich ähnlich aus.  Die Teilnehmenden waren sich einig: Es gibt noch viel zu tun, um die SDGs in das Bewusstsein und den Alltag der Menschen zu bringen. Um nachhaltige Entwicklung im Alltag der Menschen stärker zu verankern, sei ein Zusammenwirken von politischen top-down Strategien und bottom-up gestalteten Prozessen aus der Gesellschaft notwendig. Die unbequemen Nachrichten lassen sich nicht ausblenden. Jedoch bräuchte es einen stärkeren Blick auf konkrete Möglichkeiten („opportunities“), damit Menschen mehr Anknüpfungspunkte für ihren Lebensalltag finden. Nur so könnte eine breitere Bewegung in der Bevölkerung angeregt werden.

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„We don’t have time to do things the traditional way“

Ein Themenschwerpunkt dieses Festivals war Kreativität, zu dem wir einige Workshops besuchten. Musik und verschiedene Formen von Kunst könnten als Spiegel der Gesellschaft gelesen werden und sind starke Werkzeuge, um verschiedenste gesellschaftliche Gruppen zu involvieren. Im Workshop „Sound impact – how music can lead in the delivery of the SDGs“ diskutierten wir, wie man mit kreativen Tools den Diskurs zu nachhaltiger Entwicklung „auf die Straße bringen“ und damit besonders Jugendliche ansprechen kann. 

Welche starke Rolle heute digitale Medien haben, wenn Jugendliche ihren Stimmen Gehör verschaffen wollen, demonstrierte Yusuf Omar, Mitbegründer von hashtagsourstories, einem globalen Netzwerk von „mobile storytellers“. Die Plattform versammelt Menschen in über 40 Ländern, die mittels Smartphones Videos über Menschen machen, die ihre Welt verändern. „More cameras, more perspectives and more truth“, lautet das Motto dieser Initiative.  

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„SDG-Wings to inspire action“

Jede Maßnahme, ob groß oder klein, kann einen Einfluss darauf haben, dass die SDGs Wirklichkeit werden, so der Ansatz der Butterfly-Kampagne „I am SDG“. Im Zusammenspiel von sozialen Medien und Augemented Reality können Menschen weltweit ihr persönliches Engagement zu den Nachhaltigkeitszielen sichtbar machen. Ein Künstler entwickelt im Rahmen der Kampagne für jedes SDG eigene Schmetterlingsflügel, mit denen sich User online zeigen und damit eine positive Botschaft zu den SDGs verbreiten. Ziel der Kampagne ist, die Sichtbarkeit und das Profil der SDGs zu erhöhen und aufzuzeigen, dass BürgerInnen weltweit hinter der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stehen. 

© UN SDG ACTION CAMPAIGN
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Zeitraum: 2. bis 4. Mai 2019

Ort: World Congress Center in Bonn (D)

Das SDG Global Festival of Action ist ein jährlich stattfindendes Event der UN SDG Action Campaign. Die UN SDG Action Campaign ist eine Sonderinitiative des UN-Generalsekretärs, um den globalen Einsatz für die SDGs weltweit zu mobilisieren, zu stärken und Bewusstsein zu schaffen. Bis 2030 sollen die Ziele gemeinsam erreicht und umgesetzt sein. 

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