Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Empfehlungen für den nächsten Kinobesuch

Filmausschnitte Brot-RettetdasDorf

Kein anderes Lebensmittel besitzt in unserer Kultur einen so fundamentalen Stellenwert wie Brot. Doch wissen wir eigentlich, was wir täglich essen und wo bzw. wie dessen Grundlagen,  Getreide und Backhilfsmittel,  produziert werden? Die Beantwortung dieser Frage führt uns nicht zuletzt aufs Land und seine sozialen Orte, die Dörfer. Zwei neue Filme befassen sich mit diesen Themen.

Harald Friedls neuer Dokumentarfilm BROT bietet erhellende Einblicke in die heutige Welt des Brotes und dessen Erzeugung. Wir begegnen traditionellen HandwerksbäckerInnen und GetreidebäuerInnen, die für ihre Qualität mit nachhaltigen Zutaten einstehen, wie etwa der Familie Öfferl.  Eine Dorfbäckerei, die – vor die Alternative gestellt, unter dem Druck der Supermärkte zuzusperren oder sich neu zu erfinden – verwandelten die Öfferls in eine florierende Biobäckerei, schufen so Arbeitsplätze und festigten auch den sozialen Zusammenhalt im Dorf. 

Neue Bio-BäckerInnen erobern also das Land. Aus dem scheinbar einfachen Grundnahrungsmittel Brot ist ein Genussmittel mit Kult-Potenzial geworden. Dennoch kaufen die meisten ihr tägliches Brot und Gebäck immer noch im Supermarkt, wo maschinell produzierte Aufbackware die Regel ist. 

Regisseur Harald Friedl zeigt in zurückhaltender Filmsprache auch die Backstraßen und Labors der Lebensmittelkonzerne, die mit ihren Fertigmischungen dem authentischen Geschmack auf die Spur kommen wollen. Industriell gefertigtes Brot wird zunehmend zum künstlichen Produkt. Wie kann das Backhandwerk überleben? Und wie wird das Brot der Zukunft sein? Das hängt natürlich auch von den GetreideproduzentInnen ab und nicht zuletzt den sozialen Bedingungen, unter denen sie produzieren.

Filmstills Brot

© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen
© Filmladen

Das Dorf: Von der scheinbaren Idylle zu neuen Formen des Zusammenlebens

Wiesen und Bauernhöfe, Land und Dorf, das sagen die Bilder, die wir davon im Kopf haben – ein Hauptplatz als lebendiger Mittelpunkt, eine Bäckerei, eine Greißlerei und ein Wirtshaus. Doch die Landflucht stellt das Dorf heute auf die Probe: die Jungen ziehen weg, die Betriebe müssen schließen, die Geschäfte stehen leer.

Wie aber kann das lebendig bleiben, was ein Dorf ausmacht? Der Film RETTET DAS DORF zeigt neue Perspektiven und Potenziale und erzählt von Menschen, die mit ihren Ideen zu einer Entwicklung beitragen, die das Dorf weiterleben lassen: „Es braucht nur zwei, drei Menschen, die brennen für eine Sache. Und die muss man auch lassen!“, meint einer der vielen ProtagonistInnen diese Films. 

Was Dörfer in der Zukunft brauchen – so die Essenz – sei wirkliches Leben und Arbeit vor Ort, also Menschen, die untertags anwesend sind. Das bedeutet einerseits die Wiederbelebung von dem, was früher auch traditionell da war, von Landwirtschaft über Handwerk, möglicherweise aber auch einen Zuzug von Stadtmenschen, die neue Lebensverhältnisse entdecken wollen – vermittels vieler neuer ortsunabhängiger Jobmöglichkeiten z. B. Home Office oder Online-Tätigkeiten. Dabei sei aber nicht zu vergessen: „Bei einer Firma geht es um Profit, aber bei der Gemeinde geht es um das, was uns zusammenhält, was uns weiterbringt, was uns allen wichtig ist.“

Text: W.S.

Filmstills Rettet das Dorf

© NGF© NGF© NGF© NGF© NGF© NGF© NGF© NGF© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
© NGF
Brot Plakat

Brot

AT 2019, 90 min
Dokumentarfilm
Regie: Harald Friedl

Filmstart: 21. Februar 2020

Filmwebsite

Verleih Filmladen

Rettet das Dorf Plakat

Rettet das Dorf

AT 2020, 76 min
Dokumentarfilm
Regie: Teresa Distelberger

Filmstart: 28. Februar 2020

Filmwebsite

Verleih Polyfilm

© FORUM Umweltbildung