Österreichisches Portal für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ausgezeichnet! Lernen für die Zukunft! 2019

© Phillip Lichtenegger
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Fünfzehn innovative Projekte wurden im Zuge der Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung zum UNESCO Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Marmorsaal des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. 

Am 2.12.2019 folgten zum vierten Mal rund 100 Personen der Einladung und waren bei der Veranstaltung „Ausgezeichnet! Lernen für die Zukunft“ im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in Wien dabei, um die besten Projekte aus ganz Österreich im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Öffentlichkeit zu präsentieren und auszuzeichnen. Diese wegweisenden Projektinitiativen stehen vor dem Hintergrund des UNESCO Weltaktionsprogramms sowie der Sustainable Development Goals (SDGs) und sollen Inspiration schaffen sowie einen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Wandel für eine lebenswerte Zukunft leisten. Durch diese dreistündige Veranstaltung führte Frau Drin Anna Streissler des FORUM Umweltbildung.

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Feierliche Eröffnung durch Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek 

Besonders erfreulich war, dass diese Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung feierlich durch Frau Bundesministerin Maria Patek eröffnet wurde. Dabei machte sie auf die globalen Entwicklungen aufmerksam und betonte angesichts des Klimawandels die Notwendigkeit, aktiv zu werden und zu handeln, um einen gesellschaftlichen Wandeln zu bewirken. Doch „wie gelingt ein gesellschaftlicher Wandel? Der gelingt durch Bildung! Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein wesentlicher Schritt“, so ihr Wortlaut. In diesem Sinne vermerkte sie, dass 81 spannende Projekte eingereicht wurden und verwies auf die fünfzehn vorbildlichen Initiativen und Projekte, welche wegweisend und inspirierend wirken, wodurch auch andere Personen motiviert werden sollen, aktiv zu werden. Frau Bundesministerin Maria Patek betonte zu Ende nochmals, dass Bildung eine globale Priorität bleibt und leitete mit der Frage „mit welchen Erzählungen und mit welchen Kanälen erreichen wir die junge Generation, die mit Smartphones und Computern aufgewachsen ist?“ galant an die diesjährige Keynote-Speakerin Julia Althoff weiter.  

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Education 3.0 – Machen YoutuberInnen die bessere Bildungsarbeit? 

Mit der bewusst provokanten Frage „Machen YoutuberInnen die bessere Bildungsarbeit?“ eröffnete Julia Althoff, seit 2014 Leiterin der Bildungsinitiative MESH Collective ihre Keynote. MESH Collective arbeitet mit YoutuberInnen zusammen, um journalistisch korrekt aufbereitete Inhalte in Bildungsvideos zu veröffentlichen, wobei hier großer Wert auf einen interaktiven Austausch der YoutuberInnen und der Community gelegt wird. In den Videos werden gesellschaftlich relevante Themen wie beispielsweise Demokratie, Digitalisierung, fairer Handel, Klimawandel, Rassismus oder Fleischkonsum behandelt. 

Ein Vorteil sei die große Reichweite dieser Videos, da die Bildungsangebote unabhängig von sozialen und finanziellen Mitteln der Lernenden konsumiert werden können und somit Benachteiligungen und Grenzen reduziert werden. Die einzige Voraussetzung sei ein Internetzugang. Zudem gebe es Studien die besagen, dass Bewegtbilder nachhaltiger in Erinnerung bleiben als Inhalte, welche in reiner Textform dargestellt werden. Zusätzlich wurde die verstärkte Möglichkeit des individuellen Lernens festgehalten: junge Menschen können sich die Bildungsinhalte in ihrer eigenen Geschwindigkeit und beliebig oft ansehen.

Trotz der Chancen solcher Angebote betonte Frau Althoff gleich zu Beginn, dass YoutuberInnen den Schulunterricht niemals ersetzen können oder sollen. Vielmehr ginge es um eine Erweiterung und Bereicherung der Lebenswelt durch soziale Medien, welche Teil des Alltags von jungen Menschen sind. Ein primäres Ziel sei die außerschulische Nutzung der Bildungsvideos zum inhaltlichen und emotionalen Austausch gesellschaftlich relevanter Themen. Um dies zu erreichen müssen die Inhalte für die Zielgruppe entsprechend aufbereitet werden, wobei Frau Althoff dies mit dem passenden Satz „der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“ verdeutlichte. Sofern im Vorfeld eine pädagogische Aufbereitung stattfindet besteht auch die sinnvolle Möglichkeit einer Einbettung der Videos im Schulunterricht, wodurch Anreize zur intensiveren individuellen Auseinandersetzung mit gewissen Themen geschaffen werden können.  

Abschließend bestärkte Frau Althoff alle Menschen darin, der Lebenswelt von Lerngruppen  offen gegenüberzustehen und auch Neues auszuprobieren wie auch Mut zu einer Haltung zu haben. Denn ein Ziel von Bildungsangeboten sei das Hervorrufen von Reaktionen, obgleich diese positiv oder negativ ausfallen. Denkanstöße sollen geleistet werden und zu einer intensiveren Auseinandersetzung anregen und somit gesellschaftlich relevante Themen in die Öffentlichkeit getragen werden. 

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Handlungsfeld 1: Politische Unterstützung

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Handlungsfeld 2: Ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen

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Handlungsfeld 3: Kompetenzentwicklung von Lehrenden und MultiplikatorInnen

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Handlungsfeld 4: Stärkung und Mobilisierung der Jugend

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Handlungsfeld 5: Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene

  • 17 und wir
    Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, Bereich Umweltprojekte, Globale Aspekte
  • Essbare Stadt Dornbirn 
    Günther – Verein für anders als bisher 
  • Zukunftskarawane
    Oikodrom – The Vienna Institute for Urban Sustainability
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Vernetzung und Poster-Walk 

Im Anschluss konnten alle TeilnehmerInnen bei einem Poster-Walk in die Projektlandschaft der ausgezeichneten Projekte eintauchen, sich mit anderen Beteiligten austauschen und vernetzen sowie den Abend bei einem einladenden Buffet ausklingen lassen. 

 

 

Fotos Auszeichnungs- und Vernetzungsveranstaltung


Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA
Die eingereichten Projekte 2019
FORUM Umweltbildung

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