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Neues Zuhause für Himmelssteine im NHM

Animation im neuen Schausaal

Die weltweit älteste Meteoritensammlung ist nach einem Großumbau wieder zugänglich. Neu und zeitgemäß wurde sie kürzlich im Naturhistorischen Museum in Wien eröffnet.

 

 

 

Wer wissen will, wie Wien nach dem Einschlag eines zehn Kilometer großen und 30 Kilometer pro Sekunde schnellen Asteroiden aussieht, kann das im neuen Saal selbst testen. Außerdem kann man an einer „Hands On“ Station zwei echte Meteoriten anfassen und deren Gewicht eruieren. Während der Restaurierungsarbeiten ist Kurator Ludovic Ferrière auf die eine oder andere Überraschung gestoßen: Auf einen Meteoriten zum Beispiel, von dem man bislang noch nicht wusste, dass er sich überhaupt in der Sammlung befindet und auf geheime Botschaften, die ein ehemaliger k&k Tischler beim Bau der Vitrinen für die Nachwelt hinterlassen hat. Der alte Saal hatte einige unentdeckte Geheimnisse über Jahrzehnte versteckt.

Höchste Zeit

Der neue Schausaal

Es war höchste Zeit den Steinen ein neues Zuhause zu geben: „Früher ist man über die funkelnden, glitzernden Edelsteine zu den grauen Meteoriten in einen Saal gelangt, der mit über 2.000 Objekten bestückt war, ohne eine entsprechende Erklärung zum Gesehenen zu bekommen,“ erläutert Christian Köberl, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien, im Zuge der Neueröffnung des Meteoritensaals. Im Rekordzeitraum von weniger als einem Jahr wurden die 7.000 in der Sammlung befindlichen Objekte digitalisiert, der Saal wurde renoviert und die historischen Vitrinen restauriert. Die Wandflächen wurden mit neuen, interaktiven Stationen und Schauvitrinen auf den aktuellsten Stand der Wissensvermittlung gebracht. „Die Meteoriten sind nun in einem würdigen Rahmen untergebracht: Zeitgemäß, ansprechend und informativ und das ist gut so!“, betonte Christian Köberl in seiner Eröffnungsrede.

„Neuer“ österreichischer Meteorit

Eisenmeteorit Hraschina

Als kleine Sensation gilt die (lange geheim gehaltene) Präsentation des „neuesten“ österreichischen Meteoriten. Er wurde 1976 von einem Tiroler in Ischgl als merkwürdiger faustgroßer Stein aufgelesen und schließlich 2008 als Meteorit enttarnt. Sein Name: Ischgl. Die Mühlen der Wissenschaft mahlen also langsam, welche Erkenntnis allerdings angesichts des Alters des neuen Meteoriten vernachlässigbar scheint: Er ist mit 4,5 Milliarden Jahren etwa so alt wie unser Planet.

Viele Meteoriten, die Bruchstücke von Planetoiden, haben sich seit dem Zeitpunkt ihrer Entstehung nicht mehr verändert: Sie sind also Zeugen aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. „Die Gesteine auf der Erde unterliegen einer ständigen Umwandlung und geologischen Veränderungen“, erklärt der Kustos der Sammlung, Franz Brandstätter. „Nur Meteoriten erinnern sich an die Anfänge unseres Sonnensystems.“

Wolfgang Sorgo

 

Naturhistorisches Museum Wien
Meteoritensaal
Anlässlich der Widereröffnung gibt es zahlreiche Vorträge

Naturhistorisches Museum

Klimafrieden - Friedensklima

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