Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Virtuelles Wasser - alles unsichtbar?

© Carola Holland

Ein interaktiver Umsetzungsvorschlag mit selbstständiger Recherchearbeit der Lernenden zum Begriff "Virtuelles Wasser".

Diese Methode beschäftigt sich mit dem Begriff des „virtuellen Wassers“. Sowohl der "sichtbare" Wasserverbrauch, welcher beispielsweise beim Duschen und Kochen auftritt, als auch der "unsichtbare bzw. virtuelle" Wasserverbrauch, welcher etwa beim Anbau von Gemüse und der Herstellung von Kleidung anfällt, spielen eine bedeutsame Rolle bei Wasserknappheit. Die Lernenden setzen sich anhand unterschiedlichster Übungen mit diesem Thema auseinander und erkennen, dass in all ihren täglich genutzten Produkten – von Lebensmitteln bis Bekleidung – unglaublich viel (unsichtbares) Wasser steckt.



ABLAUF

Einstieg

Zum Stundeneinstieg zeigt die Lehrperson das Kurzvideo, „Virtuelles Wasser einfach erklärt“. Danach wird der Begriff „virtuelles Wasser“ noch einmal gemeinsam erläutert. Stichworte werden von der Lehrperson an der Tafel gesammelt.

Weiterführende Links:
 Erklärvideo von explainity „Virtuelles Wasser einfach erklärt“ (3:00 Minuten)



Erarbeitung

Zu zweit füllen die Lernenden das Arbeitsblatt „Virtuelles Wasser“ aus. Sie schätzen zunächst, für welches Produkt bei der Herstellung mehr oder weniger Wasser benötigt wird – und geben auch einen Tipp ab, wie viel Wasser im jeweils 2. Produkt „versteckt“ ist. Gleichzeitig überlegen die SchülerInnen, warum sie den Wasserverbrauch bei der Produktion so einschätzen und notieren ihre Argumente.

Downloads für diese Phase:
M 05 - "Virtuelles Wasser"


Gruppendiskussion

Im Plenum werden die Schätzungen verglichen sowie die gesammelten Argumente gemeinsam diskutiert und reflektiert. Dabei erhalten die SchülerInnen von der Lehrperson die Lösungswerte zum virtuellen Wasservebrauch (siehe Lösungsblatt "Zahlen und Daten zu virtuellem Wasser"). 

Downloads für diese Phase:
M 06 - Lösungsblatt "Zahlen und Daten zu virtuellem Wasser"


Recherchearbeit

Zu zweit wählen die Lernenden nun ein Produkt vom Arbeitsblatt "Virtuelles Wasser", so dass möglichst jedes Paar ein anderes Produkt wählt. Durch Recherchen im Internet sollen sie herausfinden, warum bei der Herstellung dieses Produkt so viel Wasser verwendet wird. Wichtig dabei ist auch zu beachten, in welchen Ländern die Produkte hergestellt werden. Die können die SchülerInnen auch an den Labels ihrer eigenen T-Shirts, Jeans oder auf der Verpackung von Lebensmitteln sehen. Wie ist die Wassersituation in diesen Ländern im Vergleich zu Österreich?

Die Ergebnisse dieser Recherche präsentiert jede Gruppe entweder anhand eines selbst gestalteten Plakats oder mittels eines selbst gedrehten Videos (können mit jedem Smartphone aufgenommen werden, z. B. in Anlehnung an die Methode der explainity-Videos).



Reflexion

Die Einheit wird mit einer Reflexionsrunde beendet. Die Lehrperson bittet die Lernenden der Reihe nach die drei folgenden Fragen zu beantworten:

Das hat dich überrascht …
Das hat dich schockiert …
Was nimmst du dir mit? (im Sinne von: das merke ich mir bestimmt!)


Weiterführende Links:
 Sendung von Faszination Wissen zu virtuellem Wasser (29:00 Minuten)
 Website rund ums Thema „virtuelles Wasser“
 Website rund ums Thema „Wasser“
 Hintergrundinformationen zu Trinkwasser und Wasserverbrauch: Dauer www.bmlfuw.gv.at/wasser/nutzung-wasser/Trinkwasser




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden kennen die Bedeutung des Begriffs „virtuelles Wasser“.
  • Die Lernenden reflektieren über den eigenen Verbrauch an virtuellem Wasser.
  • Die Lernenden stärken ihr Bewusstsein dafür, dass Produkte für den Export in Ländern hergestellt werden, wo bereits eine prekäre Wassersituation herrscht.

Konnex zum Lehrplan


Auszug aus dem NMS-Lehrplan zu Chemie:
  • Erkennen von Luft, Wasser und Boden als Rohstoffquelle einerseits und schützenswerte Lebensgrundlage andererseits

Quellen

FORUM Umweltbildung im Umweltdachverband (2017): Unsere Welt unsere Zukunft. Lehrmaterialien für Kinder und Jugendliche zu den UN-Weltzielen. Wien: Eigenverlag.

Die Methode "Virtuelles Wasser - alles unsichtbar?" ist angelehnt an eine Übung aus Wissen in Bildern. Lernen mit Infografiken aus der Wochenzeitung DIE ZEIT. Adaptiert von BAOBAB - Globales Lernen und éducation21. Wien 2013

Zuletzt aktualisiert: 2020-05-06

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Altersgruppen:

6-10,11-14

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Naturwissenschaften, Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Gruppendiskussion
Schätzen
Internetrecherche
Präsentation

Geeignet für:

  • Schule

Benötigte Materialien:

  • M 05 Arbeitsblatt „Virtuelles Wasser“
  • Internetzugriff für Recherchearbeiten,
  • Flipchart-Papier
  • Plakatstifte
  • M 06 Lösungsblatt „Zahlen und Daten zu virtuellem Wasser“

Download des gesamten Materials:

 PDF anzeigen

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
Homepage

Weitere Umsetzungsvorschläge zum Thema Wasser:

 Mein Wasser-Fußabdruck
 Meere und ihre Bewohner
 Virtuelles Wasser – alles unsichtbar?