Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Das Museum ist eröffnet!

© Elke Sawistowski / PIXELIO

Nach einem aktivierenden Bewegungs- und Konzentrationsspiel gestalten die Lernenden gemeinsam ein Museum aus lebendigen Statuen. Eine Person agiert dabei  als  KünstlerIn,  die  andere  wird  zu  formbarem Material.  Die  KünstlerInnen  können  die  lebendigen Statuen  wie  eine  große  Puppe  vorsichtig  berühren und  so  in  eine  gewünschte  Form  bringen  und  ihr einen  Gesichtsausdruck  verleihen.  Dabei  darf  nicht miteinander gesprochen werden. Der fertigen Statue kann nun ein Satz ins Ohr geflüstert werden und sobald sie jemand ansieht, soll sie diesen Satz sprechen. Auf die Worte „Das Museum ist eröffnet!“ dürfen die KünstlerInnen  durch  die  Galerie  gehen,  um  die  Statuen zu bewundern und ihre Botschaften anzuhören


ABLAUF

Einstieg

Alle Lernenden bewegen sich im Raum. Wenn die Lehrperson „Stopp!“ sagt, bleiben alle stehen. Ruft sie „Los!“, beginnen wieder alle zu gehen. Dann kommen zwei neue Aufforderungen hinzu: Wenn sie „Name!“ sagt, nennen alle ihren Namen und machen das weiter, was sie vorher getan haben (stehen oder gehen). Wenn die Aufforderung „Springen!“ kommt, springen alle. In Folge können  die  Bedeutungen  der  letzten  beiden  Aufforderungen  auch  verdreht  werden.  Weitere  Vorschläge  oder Erfindungen der Gruppe können ebenfalls als Aufforderungen eingebaut werden, z.B. rückwärts gehen, hinsetzen, auf den Kopf zeigen etc.


Erarbeitung

Jeweils zu zweit werden aus Menschen lebendige Statuen erbaut. Wichtig: Die Lernenden sollen sich selbst in Teams einteilen, da sie bei dieser Methode keine Scheu davor haben sollten, einander zu berühren. Eine Person agiert als KünstlerIn, die andere als formbares Material, z.B. Ton. Der/die KünstlerIn zieht ein Kärtchen und formt aus der lebenden Statue die Figur, die auf dem Kärtchen steht. Der/die Künstler/in kann die Staute wie eine große Puppe an Armen, Beinen, Oberkörper, Kopf etc. vorsichtig berühren und so in eine Form bringen, ihr einen gewünschten Gesichtsausdruck verleihen und auch ihre Augen an einem gewissen Punkt fixieren. Dabei sollen die Lernenden achtsam miteinander umgehen, außerdem darf nicht miteinander gesprochen werden. Der fertigen Statue wird nun die auf dem Kärtchen stehende Botschaft ins Ohr geflüstert. Sobald jemand sie ansieht, spricht sie diesen Satz. Die Hälfte der Gruppe sind KünstlerInnen, die anderen Statuen. Wenn die KünstlerInnen ihre Statuen fertig geschaffen und ihnen die Botschaft ins Ohr geflüstert haben, versammeln sie sich an einem Ort im Raum, während die Statuen stehen bleiben. Auf die Worte „Das Museum ist eröffnet!“ dürfen die KünstlerInnen durch die Galerie gehen, um die Statuen zu bewundern und ihre Botschaften zu hören. Im Anschluss werden die Rollen getauscht und die Kärtchen neu verteilt.
Variante 1: Die Lernenden überlegen sich eigene Botschaften für ihre Statuen.
Variante 2: Es können auch Gefühle dargestellt werden. (M 21)

Downloads für diese Phase:
M 21 Figuren und Botschaften


Abschluss

Am Ende der Stunde bilden die Lernenden mit der Lehrperson einen (Sessel-)Kreis und reflektieren die Erfahrungen der Übungen. Folgende Reflexionsfragen sind z.B. möglich:
  • Wie ist es euch mit den Übungen allgemein ergangen?
  • Wie ist es auch dabei ergangen, eine lebende Statue aus euren MitschülerInnen zu formen, ohne dabei miteinander zu sprechen?
  • Wie ist es euch als „Statuen“ dabei ergangen? Wie habt ihr euch gefühlt in dieser Rolle?
  • Wie habt ihr miteinander kommuniziert?
  • Welche Schwierigkeiten sind aufgetreten?
  • Seid ihr achtsam miteinander umgegangen?
  • In welcher Rolle – KünstlerIn oder Statue – habt ihr euch wohler gefühlt?




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind in der Lage, sich zu konzentrieren.
  • Sie lernen Spaß dabei zu haben und Fehler zu machen.
  • Sie erfahren, ohne Sprache zu kommunizieren.
  • Sie sind fähig, sich mit Körper, Form und Darstellung auseinanderzusetzen.

Quellen

in Anehnung an: Fritz, Birgit (2011): InExActArt - Ein Handbuch für das Theater der Unterdrückten. Stuttgart, Ibidem.

Zuletzt aktualisiert: 2017-02-16

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Altersgruppen:

6-10,11-14

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Kreativität, Soziales

Verwendete Methoden:

Bewegungs- und Konzentrationsspiel
Partnerarbeit
Plenum

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • etwas Platz (evtl. Turnsaal, Schulhof)
  • M 21 - Figuren und Botschaften

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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