Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Wasser zum Frühstück!?!

© Gänseblümchen / PIXELIO

In diesem Stundenbild lernen die Kinder und Jugendlichen den Begriff "Virtuelles Wasser" kennen. Im einleitenden Schätzspiel wird geraten, wie viel Wasser für die Produktion einer italienischen Tomate oder eines österreichischen Apfels benötigt wird. Zu zweit überlegen die Lernenden, was sie heute zum Frühstück gegessen und getrunken haben und errechnen mit Hilfe des Arbeitsblattes wie viel (virtuelles) Wasser für die Herstellung einzelner Produkte benötigt wurde. Auf einem selbst gestalteten Plakat werden die Ergebnisse sichtbar. In einer anschließenden Dikussion werden die Erfahrungen der Lernenden im Plenum besprochen und das Thema gemeinsam reflektiert.


ABLAUF

Einstieg

Die Stunde beginnt mit einem Schätzspiel. Die Lehrperson stellt dafür eine Frage und die Lernenden stellen sich entsprechend ihrer Antwort in der Klasse auf (ein Ende der Klasse symbolisiert 0 Liter, das andere Ende 20.000 Liter). Die Frage lautet: „Wie viel Wasser wird benötigt, um
  • eine italienische Tomate (109 l/kg)
  • einen österreichischen Apfel (213 l/kg)
  • ein Kilo Kaffee (18.925 l/kg)
  • ein Kilo Baumwolle (10.852 l/kg)
zu produzieren?“ Nach jeder Schätzung verrät die Lehrperson den Lernenden das richtige (Durchschnitts-)Ergebnis. Abschließend stellt sie die Frage: Wie viel Wasser verbraucht ein/e durchschnittliche/r Österreicher/in täglich (Antwort: direkter Verbrauch: 125 Liter, indirekter Verbrauch: 4000 Liter)? Zum Vergleich: in eine randvoll gefüllte Badewanne passen ca. 200 Liter. An dieser Stelle kann die Lehrperson zur besseren Veranschaulichung auf ein Beispiel des Infoblattes (M 15) zurückgreifen.

Downloads für diese Phase:
M 15 Info- und Arbeitsblatt Virtuelles Wasser


Erarbeitung

Anschließend erhalten die Lernenden das Arbeitsblatt „Virtuelles Wasser“ (M 15).
Hinweis: Das Infoblatt ist für die Lehrperson gedacht, kann aber bei Bedarf auch den Lernenden ausgeteilt werden.
Zu zweit überlegen sie nun, was sie heute zum Frühstück gegessen und getrunken haben und schreiben sämtliche Produkte auf ein Blatt Papier. (Anm.: Falls jemand nicht gefrühstückt hat, notiert die Person, was sie in der Regel, oder am Wochenende frühstückt). Im nächsten Schritt errechnen sie mit Hilfe des Arbeitsblattes, wie viel Liter Wasser insgesamt benötigt wurden, um ihr Frühstück herzustellen. 

Downloads für diese Phase:
M 15 Info- und Arbeitsblatt Virtuelles Wasser


Abschluss

Im Anschluss werden im Plenum folgende Fragen aufgegriffen und gemeinsam diskutiert:
  • Welches Produkt von eurem Frühstück verbraucht das meiste Wasser?
  • Wie ist es euch mit der Übung ergangen? Waren die Ergebnisse überraschend für euch?
  • Wofür glaubt ihr, wird das Wasser benötigt?
  • Wie könnte man beim Einkaufen "Wasser sparen"?



Zum Abschluss stellt die Lehrperson eine kurze Reflexionsfrage (z.B.: "Was nehmt ihr euch aus der heutigen Stunde mit?").  Wer möchte, gibt ein kurzes Statement dazu ab.



Zuletzt aktualisiert: 2017-03-30

 zurück zur vorigen Seite


Altersgruppen:

11-14

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Schätzspiel
Partnerarbeit
Plenum
Abschlussreflexion

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • M 15 - Info- und Arbeitsblatt "Virtuelles Wasser"
  • Papier, Stifte
  • etwas Platz

Download des gesamten Materials:

 PDF anzeigen

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
Homepage

Weitere Umsetzungsvorschläge zum Thema Mobilität/Verkehr:

 Wer gestaltet den öffentlichen Raum?
 Der Klimawandel und ich
 Mein Schulweg