Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Mein Essen hat Saison

© Lebensmittel sind kostbar! Eine Initiative des BMLFUW

Ein Umsetzungsvorschlag zur Auseinandersetzung mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten.

Diese Methode beschäftigt sich mit der Herkunft von Obst und Gemüse. Durch den globalen Handel fehlt manchen Menschen der Bezug, woher ihr tägliches Essen stammt. In diesem Stundenbild beschäftigen sich die Lernenden mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten und damit, welches Obst und Gemüse in Österreich wächst und welches importiert werden muss. Mit einem selbst gebastelten Saisonkalender erkennen sie auf einen Blick, was zu welcher Jahreszeit in der eigenen Region geernet und gelagert wird. Abschließend werden über Vorteile einer saisonal ausgerichteten Ernährung für Mensch und Natur reflektiert.


ABLAUF

Einstieg

Die Lernenden gehen in Zweiergruppen (z.B. mit dem/der SitznachbarIn) zusammen und erhalten von der Lerhperson das Arbeitsblatt M 14.
Nun sammeln sie zu zweit alle Obst- und Gemüsesorten, die sie gerne essen und überlegen, ob diese in Österreich angebaut werden können, oder aus dem Ausland eingeführt werden müssen. Je nachdem wird die entsprechende Spalte auf dem Arbeitsblatt (M 14) mit der Obst-/Gemüsesorte ausgefüllt.

Downloads für diese Phase:
M 14 Arbeitsblatt Mein Essen hat Saison


Erarbeitung

Im nächsten Schritt gestalten die Lernenden einen eigenen Saisonkalender für die einheimischen Obst- und Gemüsesorten, die sie gerne essen. Als Hilfestellung, wann welches Obst/Gemüse in Österreich Saison hat, dient die auf der Rückseite des Arbeitsblattes abgebildete Liste. Der Saisonkalender kann auf vielfältige Art und Weise kreativ gestaltet werden. Der Phantasie der Lernenden soll freien Lauf gelassen werden.
Hinweis: Falss sich die Lernenden unter einem Saisonkalender nichts vorstellen können, kann die Lehrperson auch Beispiele für unterschiedliche Saisonkalender ausdrucken und mitbringen (Beispiele siehe M 14).

Downloads für diese Phase:
M 14 Arbeitsblatt Mein Essen hat Saison


Abschluss

Anschließend werden die unterschiedlichen Saisonkalender im (Klassen-)Raum aufgehängt. Im Plenum wird besprochen, welche Vorteile es für die Menschen und die Umwelt haben könnte, wenn vor allem saisonales Obst und Gemüse aus der Region konsumiert wird.

Vorteile einer saisonalen und regionalen Ernährung:
  • stärkt die regionale Landwirtschaft
  • Wertschöpfung bleibt im Inland
  • garantiert österreichische Standards
  • reduziert die Luftverschmutzung und Lärmbelästigung durch kürzere Transportwege
  • weniger Energieverbrauch (keine beheizten Glashäuser, weniger Kühltransporte)
  • leichtere Nachvollziehbarkeit der Produktherkunft
  • abwechslungsreicher, da nicht ständig alles zur Verfügung steht




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind in der Lage, im Team einen Arbeitsauftrag auszuarbeiten.
  • Sie sind fähig einzuschätzen, welche Obst- und Gemüsesorten zu welcher Jahreszeit in Österreich verfügbar sind.
  • Die Lernenden lernen Vorteile einer regionalen und saisonalen Ernährung für die Menschen und die Umwelt zu erkennen.

Quellen

FORUM Umweltbildung im Umweltdachverband (2015): the BOX. Innovative Stundenbilder für zwischendurch. Wien: Eigenverlag.

Zuletzt aktualisiert: 2020-03-18

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Altersgruppen:

11-14

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Naturwissenschaften, Gesundheit, Lebensraum, Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Partnerarbeit
Plenum

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Bildungsarbeit

Benötigte Materialien:

  • M 14 - Arbeitsblatt "Mein Essen hat Saison"
  • weißes A3-Papier (1 Blatt/Zweier-Team)
  • bunte Stifte

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
Homepage

Weitere Umsetzungsvorschläge zum Thema Gesundheit:

 Fasten
 Systemzusammenhängende Landwirtschaft - Imkerei
 Essen - eine Dreiecksgeschichte



Projektbeispiele zum Thema Gesundheit:

 Fit & Fun
 mens sana in corpore sano
 Gesundheitstag des GRG 21