Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

[Park]Platz

© VS Pfaffenschlag, Quelle: Klimabündnis Österreich

In diesem Stundenbild formen die Lernenden mit Hilfe einer 15 Meter langen Schnur eine Fläche, welche der Größe von 13,5 m² entspricht. Gemeinsam wird besprochen, was dieser Raum darstellen, was darin Platz haben und was damit gemacht werden könnte. Erst danch wird verraten, dass diese Fläche der Größe eines Autoparkplatzes entspricht. Wir würden die Lernenden eine solche Fläche gestalten, wenn sie diese zur freien Verfügung hätten? Auf kreative Weise setzen sie ihre Ideen dazu auf einem Blatt Papier um. 



ABLAUF

Einstieg

Mit Hilfe einer 15 Meter langen Schnur, welche an den Enden zusammengeknotet ist und einer Fläche von 13,5 m2 entspricht, sollen die Lernenden ein Rechteck formen. Die  zusammengeknotete Schnur wird dabei von allen Lernenden festgehalten. Diese sollen danach die Schnur auf den Boden legen und außerhalb des Rechteckes stehen.


Erarbeitung

Sobald die Fläche geformt wurde, werden folgende Fragen im Plenum besprochen:

  • Was könnte dieser Raum darstellen?
  • Was könnte man in diesem Raum alles machen?
Im Anschluss an die Diskussion löst die Lehrperson auf, dass die abgesteckte Fläche der Größe eines österreichischen Autoparkplatzes entspricht (diese müssen je nach Bauart eine Größe von 11 bis 13,8 m2 aufweisen).

Nun wird anhand folgender Fragen nochmal tiefergehend reflektiert:

  • Ist die Größe des Parkplatzes für euch überraschend?
  • Wie viele Menschen hätten in diesem Raum ungefähr Platz?
(Zur besseren Veranschaulichung können die Lernenden auch selbst ausprobieren, wie viele von ihnen auf der Fläche stehend bzw. liegend Platz haben.)

  • Wie viele Mopeds hätten Platz?
  • Wie viel Platz habt ihr persönlich zu Hause zur Verfügung? Habt ihr ein eigenes Zimmer? Wenn ja, wie groß ist es im Vergleich zur Größe eines Parkplatzes?



Abschluss

Nach der Diskussion bekommen die Lernenden ein weißes A3-Blatt. Sie sollen sich nun vorstellen, dass dieses Blatt stellvertretend für die Fläche von 13,5 m2 bzw. eines Parkplatzes steht. Angenommen, die Lernenden bekommen eine freie Fläche in der Stadt/Gemeinde in dieser Größe geschenkt, wie würden sie diesen Außenraum gestalten? Die Lernenden sollen mit bunten Stiften ein Bild ihrer Vorstellungen und Wünsche in Bezug auf diese freie Fläche malen. Der Phantasie kann dabei freien Lauf gelassen werden. Die Übung kann als Einzeloder PartnerInnenarbeit durchgeführt werden.

Zum Abschluss können alle ihre Bilder präsentieren und den besten Entwurf auswählen.

Ausblick: Stehen private Parkplätze vor Ort zur Verfügung, könnte der beste Entwurf umgesetzt und einer der Parkplätze entsprechend gestaltet werden.




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind in der Lage, darüber zu reflektieren, wie viel Raum ein Parkplatz benötigt und wie viel Raum sie persönlich im Vergleich dazu haben.
  • Die Lernenden sind in der Lage, ihr räumliches Vorstellungsvermögen zu trainieren, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und eigene Visionen zur Raumnutzung zu entwickeln.

Quellen

in Anlehnung an: FORUM Umweltbildung (Hg.): Schule trifft Gemeinde - von der Idee zur gelungenen Kooperation. S. 52, Wien, 2013

Zuletzt aktualisiert: 2017-02-16

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Altersgruppen:

6-10,11-14

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Lebensraum, Wirtschaft, Kreativität

Verwendete Methoden:

Plenum
Reflexion
Einzelarbeit
Präsentation

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • 15 Meter lange Schnur
  • weißes A3-Papier (1 Blatt/Person)
  • bunte Stifte
  • etwas Platz

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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