Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Orangenplantagenspiel

© Steve Buissinne / pixabay.com

In dieser Einheit erfahren die Lernenden auf spielerische Weise die Bedeutung von Kooperationsprozessen. Dazu schlüpfen sie in unterschiedliche Rollen von der Orangenplantagenbesitzerin bis zum Orangen-Marmeladen-Erzeuger. Insgesamt kommen vier verschiedene Rollen zum Einsatz. Alle SpielerInnen erhalten die Anweisung, das beste Geschäft zu machen. Pädagogisches Ziel des Spieles ist es, dass die Lernenden in Verhandlungen eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten herbeiführen und so die Auswirkungen von partnerschaftlichem Verhalten erkennen.


ABLAUF

Einleitung/Rollenvergebung

Jede/r Lernende/r erhält von der Lehrperson eine Rollenbeschreibung (M 15) mit einer Aufgabe. Es gibt die Rollen A, B, C und optional D. Die Lernenden sollen sich die Rollenbeschreibung und ihre Aufgabe (Ziel) gut durchlesen. Die eigene Aufgabenstellung darf den anderen SpielerInnen jedoch nicht verraten werden.

Downloads für diese Phase:
M15 - Orangenplantagenspiel Anleitung


Verhandlungen

Jeweils ein/e Lernende der Gruppen A, B und C finden sich nun zu einer Verhandlungsgruppe zusammen. So können mehrere Verhandlungsrunden parallel stattfinden. Lernende der Gruppe D sind Joker. Sie dürfen bei allen Verhandlungsgruppen teilnehmen und können die Gruppe auch wechseln.


Gruppenreflexion

Nach Abschluss des Rollenspiels werden im Plenum die einzelnen Lösungen verglichen. Es wird reflektiert, wie die Lernenden das Spiel und ihre Rollen wahrgenommen haben. Mögliche Reflexionsfragen:
  • Wie ist eure Lösung ausgefallen?
  • Sind alle Gruppenmitglieder am Ende der Verhandlung zufrieden gewesen?
  • Fällt euch im Nachhinein eine bessere/sinnvollere Lösung ein?
  • Habt ihr das Gefühl, dass alle VerhandlungspartnerInnen mit dem Ergebnis zufrieden sind?
  • Denkt ihr, dass eure Lösung nachhaltig ist? Wie würde die Situation – bei Beibehaltung eurer Strategie – für alle Beteiligten in zehn Jahren aussehen?



Anonymes Feedback

Am Ende der Einheit werden die Lernenden gebeten, eine kurze Mitteilung in Form einer Postkarte an die Lehrperson zu schreiben (anonym), in der sie ihr mitteilen, was sie von der Stunde mitnehmen. Das soll kurz und knapp (in Schrift oder Bild) erfolgen.



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind in der Lage sich in die Situation anderer Personen einzufühlen.
  • Die Lernenden sind in der Lage miteinander in Interaktion zu treten und zu kooperieren.
  • Die Lernenden sind in der Lage innerhalb eines Teams zu kommunizieren und in Verhandlung zu treten.
  • Die Lernenden sind in der Lage in einer Gruppe gemeinschaftliche Lösungen zu entwickeln.

Quellen

Quelle: www.jugend-in-eigener-Sache.de, in Anlehnung an: Schächtele P. in: Rachow, A. (2004): Spielbar II, managerSeminare Gerhard May Verlags GmbH Bonn, S. 145.

Zuletzt aktualisiert: 2016-05-25

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Wirtschaftssimulationsspiel, Selbstreflexion

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • Papier
  • Stifte

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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