Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Geräuschekarte

Welche Geräusche nehme ich wahr?

Die TeilnehmerInnen versuchen bewusst wahrzunehmen, was sie hören können und notieren sich ihre Beobachtungen. Gemeinsam mit den anderen TeilnehmerInnen wird eine Geräuschekarte angefertigt.


ABLAUF

Geräuschekarte anfertigen

SchülerInnen suchen sich einen Platz in der Natur, ausgestattet mit Papier und Stiften. Es wird ein Zeitlimit von fünf Minuten vereinbart, das mit einem Signal (z. B. Gong) beendet wird. Jede/r TeilnehmerIn kommt nun für sich zur Ruhe und konzentriert sich in den folgenden fünf Minuten darauf, welche Geräusche sie/er wahr nimmt (Vogelgezwitscher, Schritte, bellende Hunde, Autos etc.). Diese Geräusche werden auf dem Blatt Papier notiert. Dazu wird in der Mitte des Blattes die eigene Position bestimmt („Ich“) und alle Geräusche in Relation dazu eingetragen. Ein bellender Hund in größerer Entfernung links vor den Hörenden wird also auf dem Blatt, das vor den SchülerInnen liegt, links vorne am Rand eingetragen. Bewegte Geräusche sollen auch bewegt dargestellt werden.


Besprechung und Vergleich der Eindrücke

Nach der vereinbarten Zeit versammeln sich alle; die gehörten Geräusche werden besprochen und eventuell wird noch ein zweiter Standort aufgesucht. Unterschiede können vor allem in der Häufigkeit von Naturgeräuschen (Wind in Bäumen, Vogelgezwitscher etc.) oder einem generellen Geräuschpegel bestehen. Der Vergleich zwischen der direkten Umgebung der Schule und dem Besuch im Nationalpark ermöglicht Rückschlüsse auf unterschiedliche Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wenn die Methode als Vorbereitung eines Nationalparkbesuches verwendet wird, ist es gut, wenn die SchülerInnen ihre Geräuschekarten mitnehmen, um Unter schiede und Ähnlichkeiten zu besprechen.


Reflexion

Anhand folgenden Fragen, kann die Lehrperson eine Reflexion in Gang setzen:
- Was ist mir besonders aufgefallen?
- Welche Geräusche konnte ich genau zuordnen und welche gar nicht?
- Welche Geräusche waren dominant, welche waren nur ganz leise zu hören?
- Habe ich etwas wahrgenommen, was ich vorhin nicht gehört habe?



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die TeilnehmerInnen sind dazu angeregt worden, sich auf die akustische Wahrnehmung zu konzentrieren und ihre Aufmerksamkeit auf die Geräusche, die sie umgeben, zu lenken.
  • Die TeilnehmerInnen haben die Unterschiede zwischen den verschiedenen Lebensräumen durch bewusste Sinneswahrnehmung erlebt.

Konnex zum Lehrplan



Quellen

durch.blick.kontakt - Die österreichischen Nationalparks im Unterricht herausgegeben vom Team "Nationalparks Austria Öffentlichkeitsarbeit 2012-2014"

Zuletzt aktualisiert: 2017-01-13

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Altersgruppen:

11-14

Dauer:

<30 Min.

Themenbereiche:

Naturwissenschaften

Verwendete Methoden:

Geräusche beobachten
Geräusche identifizieren
Vergleiche
Geräuschekarte anfertigen

Geeignet für:

  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • Papier und Schreibutensilien

Download des gesamten Materials:

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