Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Das Recht auf (fruchtbaren) Boden

© Gischott / PIXELIO

Ernährungssicherheit

Unsere globalisierte Welt weist für unsere Lebensmittelproduktion einige Herausforderungen auf – Hunger auf der einen Seite und Überproduktion auf der anderen sowie ein stetiger Konflikt der Interessengruppen, bezogen auf die Nutzung der vorhandenen Böden. Boden stellt jedoch die Grundlage für unsere Ernährungssicherung dar. Ohne gesunde Böden gibt es keine gesunden Lebensmittel. Jedes Jahr verlieren wir weltweit geschätzte fünf bis zehn Millionen Hektar Bodenfläche, die für den Anbau von Nahrungsmitteln geeignet wären, durch Prozesse wie Wind- und Wassererosion, Versalzung und Bodenkontamination (zum Vergleich: Österreichs Gesamtfläche beträgt knapp 8,5 Mio. ha). Die Folgen sind beispielsweise sinkende Erträge bis hin zum völligen Verlust der Böden für die landwirtschaftliche Nutzung.


ABLAUF

Das kunterbunte Sofa

Die TeilnehmerInnen sitzen im Halbkreis. Vorne wird aus drei Sesseln mit darübergelegter Decke ein Sofa nachgestellt. Die Lehrperson erklärt den Begriff der Ernährungssicherheit. Anschließend haben die TeilnehmerInnen die Aufgabe, sich einen Begriff zu überlegen, der mit diesem Wort zu tun hat (Assoziationen).

Die erste Person, die sich meldet und ihre Assoziation laut sagt, darf sich auf den mittleren Stuhl des Sofas setzen. Die anderen sollen jetzt Assoziationen zum Begriff, den die Person auf dem Sofa gesagt hat, finden. Die erste Person, der etwas einfällt, sagt ihre Assoziation und setzt sich auf den linken Stuhl, eine zweite nennt ihren Begriff ebenfalls und setzt sich auf den rechten Stuhl des bunten Sofas.

Die mittlere Person entscheidet jetzt, welche Assoziation ihr mehr zusagt. Sie fasst die betreffende Person an der Hand, und sie nehmen die freien Plätze im Halbkreis ein. Die übriggebliebene Person darf sich jetzt in die Mitte setzen und auf Assoziationen zu ihrem Begriff warten.


Ernährungssicherheit und persönlicher Fußabdruck

Die TeilnehmerInnen setzen sich in dieser Methode mit ihrem eigenen Fußabdruck in puncto Ernährung auseinander. Unter www.mein-fussabdruck.at kann unter dem Punkt „Ernährung“ der eigene Fußabdruck errechnet und mit dem der anderen TeilnehmerInnen verglichen werden.

  • Welche Konsumentscheidungen spielen dabei eine besonders große Rolle?
  • Wie hängt dein Fußabdruck mit dem Thema „Boden“ zusammen?
  • Welche Rolle spielt der Konsum von tierischen Produkten?
  • Was könnte jede/jeder von euch unternehmen, um den eigenen Fußabdruck in puncto Ernährung zu verkleinern?


Weiterführende Links:
 Mein Fußabdruck



Mind-Map der Ernährungssicherheit

In Kleingruppen von drei bis vier Personen soll eine Mind-Map gezeichnet werden, die die Ernährungssituation eines Landes aufzeigt. Dazu erhält jede Gruppe einen Bogen Papier (A3 oder A4), auf dem in der Mitte der Begriff „Ernährungssicherheit“ niedergeschrieben wird. Zu diesem Begriff sollen nun Assoziationen gefunden werden. Die assoziierten Begriffe werden um den zentralen Begriff herum gruppiert. Dabei gelten folgende Regeln:
  • Es wird in Druckbuchstaben (große und kleine) geschrieben.
  • Wenn möglich, sollte immer nur ein Begriff, Schlagwort o. Ä. notiert werden. Zur
  • Verdeutlichung von Verbindungen, Zusammenhängen usw. können Linien, Pfeile und andere Symbole verwendet werden.
  • Farbliche Hervorhebungen sind ausdrücklich erwünscht.
  • Auch Zeichnungen und Symbole sind erlaubt.

Die Gruppen beginnen nun, ausgehend vom zentralen Begriff neue Begriffe zu assoziieren. Sie können zunächst diesem Begriff folgen und so einen „Ast“ entstehen lassen. Ist der Ast zu Ende gedacht, entsteht ein neuer Ast an anderer Stelle. So entstehen Hauptlinien und Oberbegriffe, Nebenlinien und Sackgassen. Trotz der spontanen, kreativen und assoziativen Arbeitsweise entstehen strukturierte Ergebnisse. Zum Abschluss werden die Mind-Maps aller Gruppen zusammengetragen, vorgestellt und gemeinsam mit der Lehrperson ausgewertet.

Downloads für diese Phase:
Workshops und Exkursionen



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die TeilnehmerInnen haben sich mit dem Begriff der Ernährungssicherheit auseinandersetzen und ihn mit bestehendem Wissen verknüpft.
  • Die TeilnehmerInnen können einen Zusammenhang zwischen eigenem Konsum und Ernährungssicherheit herstellen.
  • Die TeilnehmerInnen können Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Ernährungssicherheit erkennen.
  • Die TeilnehmerInnen können Zusammenhänge sichtbar machen und zusammenfassen.
  • Die TeilnehmerInnen können Lösungen finden.
  • Die TeilnehmerInnen sind sich über eigene Handlungsmöglichkeiten bewusst.

Konnex zum Lehrplan



Zuletzt aktualisiert: 2015-12-18

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Naturwissenschaften, Soziales

Verwendete Methoden:

Das kunterbunte Sofa
Mind Map
Fußabdruck-Rechner
Gruppenarbeit

Geeignet für:

  • Schule

Benötigte Materialien:

  • 3 Sessel,
  • bunte Decke,
  • PC mit Internetanschluss,
  • A3- oder A4 Papier (1 Blatt/Gruppe),
  • Stifte

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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