Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

My Farm - Meine nachhaltige Landwirtschaft

© Petra Bork / PIXELIO

Böden sind die Basis unserer Existenz auf dieser Erde. Für Ackerbau sind nur zwölf Prozent der Landmasse unseres Planeten geeignet. Durch falsche Bewirtschaftung und die Ausweitung der Städte sind diese Böden heute eine gefährdete Ressource. Die Bodenregeneration kann Hunderte Jahre und länger in Anspruch nehmen. Böden sind somit nicht vermehrbar, und eine bodenschonende und nachhaltige Wirtschaftsweise ist unumgänglich für den langfristigen Erhalt unserer Existenzgrundlage.


ABLAUF

Bodenperspektiven

Es werden zuerst jeweils zwei Personenkärtchen mit verschiedenen Interessengruppen gezogen, (z. B. LandwirtIn aus konventioneller Landwirtschaft, LandwirtIn aus ökologischer Landwirtschaft, UmweltschützerIn, BetreiberIn eines Fachhandels für biologische Lebensmittel, BetreiberIn eines Lebensmittelhandels, HotelbetreiberIn). Jede Person liest nun einen Artikel (Auswahl unter Links) zum Thema „nachhaltige Landwirtschaft“ durch und versucht, diesen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven der gezogenen Interessengruppen zu bewerten.

- Was sind die wichtigsten Aussagen, bezogen auf das Thema?
- Welche Informationen sind für diese Interessengruppe besonders relevant?
- Was sind die Unterschiede in der Betrachtungsweise bei den zwei gezogenen Gruppen?
- Was sehen die beiden Gruppen eventuell auch ähnlich oder gleich?

Die Informationen werden auf einem Blatt Papier zusammengefasst, anschließend verglichen
und in der Großgruppe diskutiert.
Downloads für diese Phase:
Artikelsammlung


my farm - meine nachhaltige Landwirtschaft

Die Lehrperson sammelt im Plenum Aussagen zum Thema „notwendige Maßnahmen, um ein Gebiet/eine Fläche nachhaltig zu bewirtschaften“. Anschließend werden die Lernenden in drei bis vier Gruppen unterteilt.

Nun startet der Wettbewerb:
In der Oststeiermark soll ein landwirtschaftliches Vorzeigeprojekt durchgeführt werden. Jeder/ jede kann sein/ihr Konzept einreichen. Die GewinnerInnen bekommen eine Fläche von einem Hektar Land und ausreichend Budget zur Verfügung, um dieses Gebiet in den nächsten Jahren zu bewirtschaften. Der finanzielle Gewinn aus dem Projekt bleibt bei den BewirtschafterInnen.
Die Lernenden bekommen die Aufgabe, ein Bewirtschaftungskonzept (Skizzen) zu erstellen und eine Präsentation dazu vorzubereiten. Jeweils drei bis vier Personen bilden ein Team und weitere drei bis vier Personen die Jury. Die Jury überlegt sich während der Vorbereitungszeit der Gruppen, welche Auswahlkriterien sie für die Konzepte heranziehen möchten. Wofür soll es wie viele Punkte geben?

Am Ende der Übung werden alle Konzepte der Jury präsentiert (max. 3 Min./Gruppe). Diese muss anhand ihrer Auswahlkriterien bewerten, wie viele Punkte für das Konzept vergeben werden.

Am Ende wird gemeinsam reflektiert:
- Was nehmt ihr euch aus der Übung mit?
- Welche Konzepte schätzt ihr als realistisch umsetzbar ein, welche nicht?
- Was sind nachhaltige Maßnahmen in der Landwirtschaft?
- Welche Maßnahmen davon wären einfach umzusetzen?
- Welche Maßnahmen sind aufwendiger in der Umsetzung?
Downloads für diese Phase:
Arbeitsblatt: My Farm


BodenreporterInnen

Jede Person erhält ein Blatt Papier mit einer (selbst gewählten) Reflexionsfrage. Als BodenreporterInnen haben die Lernenden nun einerseits die Aufgabe, ein Interview mit ExpertInnen durchzuführen und andererseits selbst als ExpertInnen zur Verfügung zu stehen.

Beispiele für Fragen sind:
- Welche Probleme gibt es in der Bodenthematik?
- Welche Möglichkeiten gibt es, um die Gesundheit der Böden für die Zukunft zu erhalten?
- Welche Aktionen sollten deiner Meinung nach gesetzt werden, um die Böden zu schützen?

Die Antworten sollen von den ReporterInnen verschriftlicht werden und nach Abschluss der Reportphase auf eine Pinnwand gehängt werden. Gemeinsam werden die Antworten im Plenum thematisch geordnet und mit der Lehrperson ausgewertet.

Downloads für diese Phase:
Workshops und Exkursionen



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die TeilnehmerInnen können Informationen zum Thema „nachhaltige Landwirtschaft und Boden“ sammeln.
  • Die TeilnehmerInnen können unterschiedliche Perspektiven zum Thema „nachhaltige Landwirtschaft und Boden“ einnehmen.
  • Die TeilnehmerInnen können bestehendes Wissen abfragen.
  • Die TeilnehmerInnen können Zusammenhänge herstellen.
  • Die TeilnehmerInnen können Gelerntes reflektieren.
  • Die TeilnehmerInnen können die eigene Meinung formulieren und wiedergeben.
  • Die TeilnehmerInnen können ein Interview verschriftlichen.

Konnex zum Lehrplan



Zuletzt aktualisiert: 2015-12-22

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Sprache, Naturwissenschaften

Verwendete Methoden:

Einnehmen von verschiedenen Perspektiven
Gruppenarbeit
Reflexion

Geeignet für:

  • Schule

Benötigte Materialien:

  • Arbeitsblätter
  • Artikel
  • A4-Papier
  • Stifte
  • Reflexionsfragen

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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