Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Die Geschichte von Öko, Öki und Normalo

© Melanie Salzl

Auseinandersetzung mit Konsum, Lebensstilen und Stereotypen

Dieser Unterrichtsvorschlag widmet sich unterschiedlichen Lebensstilen und setzt sich mit Stereotype auseinander. Ziel ist es, neue Perspektiven entstehen zu lassen und das Bewusstsein für eigene Konsumgewohnheiten zu schärfen. Dafür arbeiten die Lernenden in Gruppen auf kreative Art und Weise die Personenprofile eines „Ökos“, eines „Normalos“ und eines „Ökis“ aus und diskutieren im Anschluss über die jeweiligen Zuschreibungen.


ABLAUF

Einstiegsspiel

Die Lehrperson leitet zum Einstieg ein kurzes Spiel an. Dazu bilden die Lernenden einen Sesselkreis. Eine freiwillige Person benötigt keinen Sessel. Sie stellt sich in die Mitte und sagt ihre Meinung/Vorliebe zum Thema Konsum. Zum Beispiel: Ich bin für die Förderung von Fair Trade Produkten! Oder: Ich gehe gern zu Mc Donalds! Oder: Ich bin dafür, dass alle nur noch vegetarisch essen…. Jeder/jede im Kreis, die der gleichen Meinung ist, muss schnell den Platz wechseln. Da ein Sitz im Kreis zu wenig ist, muss der oder die Letzte in der Mitte bleiben und nun ihre Meinung vertreten.


Gruppenarbeit

Die Lehrperson teilt die Klasse in drei Gruppen ein. Jeder Gruppe wird ein Stereotyp zugewiesen (ÖKO = Mensch der sehr ökologisch denkt, „ökofreundlich” ist, NORMALO = der Otto-Normalverbraucher, ÖKI = Mensch der überhaupt nicht an die Umwelt denkt). Die Gruppen zeichnen ihre Figur und beschreiben ihren Charakter: Name, Geschlecht, Alter, Hobbies, Aussehen, Hoffnungen, Einkaufsgewohnheiten, Arbeit, Familie, Wohnung, Lebensmotto, Ernährung, Konsum, Reisegewohnheiten usw. Bei einer größeren Anzahl an Lernenden, können die Stereotype auch zweimal vergeben werden und es beschreiben jeweils zwei Gruppen einen Charakter.


Präsentation

Danach präsentieren alle Gruppen ihren Charakter. Die Lernenden der anderen Gruppen dürfen Fragen dazu stellen.


Selbstrefelxion

Fakultativ bei Klassen mit besonders guter Klassengemeinschaft: Im Anschluss können sich alle Lernenden kurz überlegen, welcher Charakter ihnen am ehesten entspricht.
Die Lehrperson kann folgende Fragen stellen:

  • Wo seht ihr euch selbst?
  • Stellt euch zu dem Plakat, welches eure Gewohnheiten am besten beschreibt oder seht ihr euch eher zwischen zwei Stereotypen?
  • Wärt ihr gerne eine andere Figur? Von welchem Charakter hättet ihr gerne mehr Eigenschaften?



Abschlussrefexion

Zum Abschluss stellt die Lehrperson weitere Reflexionsfragen zu den Stereotypen:

  • Welcher Charakter hat viele FreundInnen? Wer ist beliebt?
  • Sind die Figuren glücklich?
  • Was würde sich in unserer Welt in 10 oder 100 Jahren verändern, wenn alle so denken und handeln würden wie ein bestimmter Charakter?




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind in der Lage über Stereotype zu reflektieren.
  • Die Lernenden sind in der Lage die eigenen Konsumgewohnheiten zu hinterfragen.
  • Die Lernenden sind in der Lage eine Aufgabenstellung im Team auszuarbeiten und dabei wertschätzend zu kommunizieren und zu kooperieren.

Quellen

In Anlehnung an: Hiltunen & Konivuori (2005): Vihreä draama – draaman keinoin kestäviin elämäntapoihin
Hiltunen & Konivuori (2005): Vihreää draamaa tavaramaailmassa

Zuletzt aktualisiert: 2020-03-22

 zurück zur vorigen Seite


Altersgruppen:

15+

Dauer:

<60 Min.

Themenbereiche:

Kreativität, Soziales

Verwendete Methoden:

Gruppenarbeit
Gruppenreflexion
Präsentation

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Bildungsarbeit

Benötigte Materialien:

  • Flipchart-Papier
  • Flipchart-Stifte
  • Platz für Sesselkreis

Download des gesamten Materials:

 PDF anzeigen

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
Homepage

Weitere Umsetzungsvorschläge zum Thema Mobilität/Verkehr:

 [Park]Platz
 Mein Schulweg
 Mehr Platz für uns!



Projektbeispiele zum Thema Mobilität/Verkehr:

 Mobil - mit Hirn
 Der verzerrte Zebrastreifen
 Clean Air for our Environment