Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

ÜFA-Check: Wie nachhaltig wirtschaften wir?

Unternehmen befinden sich direkt an der Schnittstellte zwischen den Bereichen Ökologie,
Ökonomie und Sozialem. Nachhaltig wirtschaften bedeutet, dass Unternehmen neben ökonomischen Zielen auch ihre ökologische und soziale Verantwortung wahrnehmen und diese
drei Bereiche dementsprechend zusammenzuführen. Abgesehen vom Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung bietet ein solcher Managementansatz auch zahlreiche ökonomische
Chancen, wie z.B. Wettbewerbsvorteile, Kostenreduktion, besserer Zugang zum Finanzmarkt
etc.
Die Lernenden sollen erkennen, was Nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis bedeuten kann
und eigene Ideen entwickeln wie sie ihre ÜFA-Arbeit nachhaltiger gestalten können.


Hinweise/Voraussetzungen
Die Lernenden sollten bereits Grundlagenwissen zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften mitbringen, z.B. in Form eines kleinen Unterrichtsbausteins erarbeitet.
Wichtig: Die Checkliste beinhaltet zum Teil sehr anspruchsvolle bzw. an realen Unternehmen
orientierte Kriterien. Um die Lernenden nicht zu demotivieren, ist es wichtig darauf
hinzuweisen, dass die Checkliste v.a. auch als Anregung für eigene kreative Lösungen zu
sehen ist. Zum Teil bedürfen einige Punkte der Erklärung durch die LP, die daher bei der Aufgabenstellung in jedem Fall beratend zur Seite stehen sollte.


ABLAUF

Einstieg

Wiederholung/Anknüpfung
Als Einstieg dient die Methode Kugellager, um Begriffe rund um das Thema Nachhaltiges Wirtschaften bei den Lernenden in Erinnerung zu rufen. Dafür wird ein doppelter Sesselkreis (Innen- und Außenkreis) gebildet und die Pädagogin/ der Pädagoge überlegt sich 3–4 Wiederholungsfragen zum Thema (je nachdem was zuvor besprochen bzw. welcher
kleine Unterrichtsbaustein durchgeführt wurde).
Beispielsweise „Was bedeutet Sustainable Entrepreneurship? Was ist ein Nachhaltigkeitsbericht? Was bedeutet Nachhaltiges Wirtschaften für Sie?“
Es können beliebig viele Runden gespielt werden.


Erarbeitung

Brainstorming
Die MitarbeiterInnen der ÜFA kommen zu einem Jour-Fixe mit der Geschäftsführung (Pädagogin/ Pädaogoge) zusammen. Diese bittet die MitarbeiterInnen sich Gedanken darüber zu machen, wie die einzelnen Abteilungen bzw. die ÜFA allgemein nachhaltiger wirtschaften könnte. Die Pädagogin/ der Pädagoge hängt im Raum verteilt je Abteilung (ev. Abteilungen Einkauf/Verkauf zusammenfassen) Plakate auf. Auf den Plakaten steht als Überschrift noch einmal die Frage z.B. „Wie kann in der Abteilung >Marketing< nachhaltiger gewirtschaftet werden?“
Die Lernenden können sich nun frei im Raum bewegen und ihre Ideen auf den einzelnen Plakaten festhalten.
Variante: Dieser Prozess kann auch laufend neben der ÜFA-Arbeit erfolgen, die weiteren Schritte dieser Lerneinheit könnten dann in einer späteren ÜFA-Einheit umgesetzt werden. Der Vorteil der Variante ist, dass den Lernenden während des laufenden Geschäfts ev. konkrete
Verbesserungsmöglichkeiten ein-/auffallen.
(Dauer: 20 Minuten)


Diskussion
Nun begeben sich die MitarbeiterInnen zum Plakat ihrer Abteilung und tauschen sich über die Ideen und Anregungen, welche am Plakat festgehalten wurden, aus. Gibt es Unklarheiten? Sind alle Ideen nachvollziehbar?
(Dauer: 10 Minuten)


Präsentation der Ergebnisse
Jede/r AbteilungsleiterIn präsentiert im Anschluss der gesamten ÜFA jenes Plakat, welches die eigene Abteilung betrifft und versucht im vorherigen Arbeitsschritt möglicherweise aufgetretene Unklarheiten im Plenum zu klären.
„Gibt es weitere Ideen/Anregungen?“
(Dauer: 20 Minuten)


Bearbeitung Checkliste
Die Abteilungen bekommen nun eine Checkliste (M 08) zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“ von der Pädagogin/ dem Pädagogen. Die Checkliste ist konkret auf die Abteilung zugeschnitten. Die Lernenden sollen nun analysieren, inwiefern sie die Kriterien
der Liste bereits erfüllen/berücksichtigen und in welchen Bereichen Verbesserungsmöglichkeiten bestehen (Hinweise/Voraussetzungen beachten!).
Danach sollen konkrete Maßnahmen für die jeweilige Abteilung formuliert und in Form einer Power Point Präsentation dargestellt werden.
(Dauer: 35 Minuten)

Downloads für diese Phase:
ÜFA-Checkliste


Abschluss

Die MitarbeiterInnen aller Abteilungen treffen sich erneut zu einem Jour-Fixe mit der Geschäftsleitung (Pädagogin/ Pädagoge). Die AbteilungsleiterInnen präsentieren ihren Maßnahmenkatalog. Nach jeder Präsentation sollte eine kurze Diskussion im Plenum über die Vorhaben der Abteilung stattfinden. „Sind die Ziele realistisch und machen sie Sinn?“ Sofern
sehr viele Maßnahmen erarbeitet wurden, könnte darüber abgestimmt werden, welche davon oberste Priorität haben und demnächst umgesetzt werden sollen. Ebenso sollen Umsetzungsverantwortliche bestimmt werden.



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage in eigenen Worten zu erklären, worum es sich beim Thema Nachhaltig Wirtschaften
  • handelt.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage Beispiele für eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu geben.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage Verbesserungspotentiale hinsichtlich einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in der ÜFA zu identifizieren.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage eigenständig Maßnahmen zu formulieren, wodurch die ÜFA-Arbeit nachhaltiger gestaltet werden kann.

Zuletzt aktualisiert: 2015-03-10

 zurück zur vorigen Seite


Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Lebensraum, Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Kugellager
Brainstorming

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • M 08 – ÜFA-Checkliste
  • Flipchart-Papier und -Stifte
  • Klebeband
  • pro Person ein Sessel
  • PC und Beamer

Download des gesamten Materials:

 PDF anzeigen

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
Homepage


Hintergrundinformation zum Thema Nachhaltig Wirtschaften

 

Methodenbeschreibung:

 So funktioniert Brainstorming