Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die ÜFA

Nachhaltige UnternehmerInnen (Sustainopreneure) können als Akteure bezeichnet werden,
die Nachhaltigkeitsinnovationen initiieren und erfolgreich umsetzen. Sustainability Entrepreneurship (Sustainopreneurship) stellt die marktwirtschaftlichste Form einer Zusammenführung ökologischer, sozialer und ökonomischer Ziele durch die Gründung oder Entwicklung eines Unternehmens oder Geschäftsbereichs dar.
In dieser Lerneinheit sollen die Lernenden in das Thema „Nachhaltige Geschäftsmodelle“
eingeführt werden und in Folge eigene Ideen für ein nachhaltiges Geschäftsmodell für eine
Übungsfirme (ÜFA) entwickeln. Die Lerneinheit kann als Auftakt zur Gründung einer neuen (nachhaltigen) ÜFA dienen, bei der die Lernenden partizipativ am Gründungsprozess beteiligt sind. Die Lernenden können einerseits SchülerInnen sein, die bereits in einer ÜFA arbeiten und ein neues ÜFA-Geschäftsmodell für eine zukünftige ÜFA mitentwickeln möchten. Andererseits können die Lernenden auch SchülerInnen darstellen, die bislang noch in keiner ÜFA gearbeitet haben.


ABLAUF

Einstieg

Problemaufriss mittels Einstiegsfrage
Die Pädagogin/ der Pädagoge stellt den Lernenden die Frage/n „Ist der Spagat zwischen Design und Nachhaltigkeit in der Textilbranche möglich? Ist es möglich mit einem Geschäftsmodell, welches auf stylische UND GLEICHZEITIG faire grüne Mode
setzt, Erfolg zu haben?“
Die Lernenden sollen über diese Frage mit der Person neben ihnen ein paar Minuten
diskutieren (Murmelgruppe).
(Dauer: 5 Minuten)


Film: Nachhaltiges Geschäftsmodell
Als Einstieg in das Themenfeld wird den Lernenden das nachhaltige Geschäftsmodell „Göttin des Glücks“ anhand eines Kurzfilmes präsentiert.
(Dauer: 20 Minuten)


Film-Nachbesprechung inkl. kurzer Input
Die Pädagogin/ der dPädagoge bespricht den Film mit den Lernenden und verknüpft ihre Beiträge mit einem kurzen allgemeinen Input zum Thema nachhaltige Geschäftsmodelle
(M 07).
(Dauer: 10 Minuten)

Weiterführende Links:
 Nachhaltiges Geschäftsmodell: Göttin des Glücks


Downloads für diese Phase:
Einführung zum Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen


Erarbeitung

World Café
Die Lernenden bekommen nun die Möglichkeit im Rahmen des World Cafés das bisher Gehörte zum Thema „nachhaltiges Unternehmertum“ weiterzudenken und eigene Ideen für ein nachhaltiges ÜFA-Geschäftsmodell zu entwickeln. Es werden 4–5 Tische mit je 4–6 Stühlen im Raum verteilt aufgestellt. Die Tische werden mit Flipchartpapier überzogen und mit Stiften versehen. Die nächsten 70 Minuten dienen dazu, sich untereinander auszutauschen und zu folgenden Fragen Lösungen zu überlegen:
Wie kann ein nachhaltiges Geschäftsmodell aussehen?
Wie müssten Übungsfirmen umstrukturiert werden, damit sie nachhaltig agieren?
Ideenfindung für eine ÜFA, die im Bereich „Sustainopreneurship“ tätig ist: Was soll sie können, wie kann sie umgesetzt werden, was braucht man für die Umsetzung?

Jedem Tisch wird eine Frage zugeordnet (Doppelzuordnungen sind möglich), welche am Tisch besprochen wird. Ebenso hat jeder Tisch eine/n GastgeberIn, die/der während des gesamten World Cafés an ihrem/seinem Tisch sitzen bleibt und deren/dessen Aufgabe es ist, in jeder neuen Runde die Gäste zu begrüßen und kurz zu informieren, worum es an diesem Tisch geht. Die Lernenden können nun in drei Runden je 15 Minuten (Wechsel durch ein akustisches Signal) insgesamt drei Tische ihrer Wahl besuchen.
In jedem Durchgang diskutieren die Lernenden jedes Tisches die Frage und schreiben am Papier ihre Ideen und Argumente auf.
(Dauer: 50 Minuten)


Berichte der GastgeberInnen
Am Ende des World-Cafés berichten die GastgeberInnen der gesamten Gruppe über die Ergebnisse und Diskussionsinhalte an ihren Tischen. Die Flipchartbögen der einzelnen Tische können anschließend als Wandzeitung aufgehängt werden.
(Dauer: 15 Minuten)


Abschluss

In einer Abschlussrunde haben die Lernenden die Möglichkeit das Gehörte bzw. Erfahrene anhand der Methode „Kofferreflexion“ sowohl auf inhaltlicher als auch emotionaler Ebene zu reflektieren.



Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage in eigenen Worten zu erklären, worum es sich bei nachhaltigen Unternehmen bzw. Sustainopreneurship handelt.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage in eigenen Worten zu erklären, worum es sich bei einem Geschäftsmodell handelt.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die ÜFA zu entwickeln.
  • Die Lernenden sind nach der Lerneinheit in der Lage über die Bedeutung von nachhaltigen Unternehmen zu reflektieren.

Besondere Hinweise

weiterer Workshop zum Thema nachhaltige Geschäftsmodelle: Broschüre „Nachhaltigkeit – Unternehmen – Neue Jobs“ auf www.umweltbildung.at > Publikationen > Forum
didaktik

Zuletzt aktualisiert: 2015-03-10

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Wirtschaft

Verwendete Methoden:

Murmelgruppe
World Café
Koffer-Reflexion

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • M 07 - Nachhaltige Geschäftsmodelle
  • Film

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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Weitere Umsetzungsvorschläge zum Thema Nachhaltig Wirtschaften:

 Im Müll tauchen
 Alles Boden oder was!?
 Das Allmendedilemma am Beispiel des Fischteichspiels

Hintergrundinformation zum Thema Nachhaltig Wirtschaften

 

Methodenbeschreibung:

 Murmelgruppe