Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Lesebuch Nachhaltigkeit - Die Weissagung der Cree

© Illustrator: Markus Wurzer

Was brauchst du wirklich zum Leben?

Erst wenn

der letzte Baum gerodet,

der letzte Fisch gefangen,

der letzte Fluss vergiftet ist,

werdet ihr merken, dass man

Geld nicht essen kann.

 

Der Spruch wurde in der Umweltbewegung der 1980er Jahren weit verbreitet. So ziert er bis heute Aufkleber von Greenpeace und erscheint in Liedtexten. Die tatsächliche Quelle des Textes ist nicht rückverfolgbar. Klar ist, dass entgegen der weitläufigen Überzeugung der Text zwar in Fragmenten, jedoch nicht exakt in dieser Form, indianischen Ursprungs ist. Aller Wahrscheinlichkeit nach entstand er aus einer Kombination von verschiedenen überbrachten Reden, Geschichten und Prophezeiungen.

Der Text setzt sich einerseits mit der Frage auseinander, was wir wirklich zum Leben brauchen, also was in letzter Konsequenz unsere Lebensgrundlagen sind. Darüber hinaus thematisiert er, dass unsere heutigen Handlungen Konsequenzen für die Zukunft haben. Jugendliche setzen sich in Diskussion und Einzelarbeit mit Fragestellungen dazu auseinander und überlegen, welche langfristigen Folgen ihr heutiges Handeln verursachen können. Sie werden weiters selbst zu SchriftstellerInnen und tragen einander ihre Werke vor.


ABLAUF

Text lesen und verstehen

Die Jugendlichen lesen denText und tauschen sich kurz in Gruppe aus.

Mögliche Impulsfragen:
  • Wie wirkt dieser Text auf euch?
  • Was ist die genaue Aussage?
  • Welchen Wahrheitsgehalt hat die Aussage?
  • Welches Gefühl hinterlässt der Text bei euch?
  • Wer könntedas gesagt haben?
  • Welche Bilder entstehen zu diesem Text in eurem Kopf?
  • ...


Im Anschluss daran wird gemeinsam die Illustration angeschaut und anhand folgender Fragen diskutiert:
  • Ist die Illustration aus eurer Sicht eine gute Umsetzung der Stimmung des Textes?
  • Was spricht euch daran an, was nicht?
  • Wie würdet ihr das Zitat illustrieren?
  • ...


Downloads für diese Phase:
Illustration Weissagung der Cree (Illustrator: Markus Wurzer)


Unsere Lebensgrundlagen – was ist wirklich wichtig?

In Kleingruppen wird anhandfolgender Impulsfrage diskutiert:
  • Was brauchen wir zum Leben?
  • Welche Lebensgrundlagen sichern unser (Über)leben?
  • Welche dieser Lebensgrundlagen sind gefährdet? Wodurch?

Es geht hier primär um die natürlichen Lebensgrundlagen, ohne die wir nicht existieren können, wie Wasser, Luft,gesunden Boden etc. Ziel dieser Sequenz ist es, dass die Jugendlichen sich bewusst werden, dass manche Ressourcen, die für unser Leben notwendig sind, gefährdet sind – z. T. irreversibel.

Die Ergebnisse werden auf Moderationskarten gesammelt.

Die Ergebnisse werden im Anschluss in der Großgruppe präsentiert und diskutiert. Die  wesentlichsten Lebensgrundlagen werden ausgewählt und argumentiert. Um die Diskussion länger sichtbar zu haben, wird ein Plakat „Unsere Lebensgrundlagen“ mit den Ergebnissen gestaltet.


Irreversible Konsequenzen – auch in meinem Leben?

Zum Aufwärmen wird ein kurzes gemeinsames Brainstorming durchgeführt:
Welche unserer heutigen Handlungen verursachen Schäden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können?
Wen betreffen die Folgen?

Im Anschluss daran überlegt jedeR für sich:
  • Welche meiner momentanen Handlungen könnten unwiderrufliche Konsequenzen auf meine Leben haben?
  • In meiner Familie, in meinem Freundeskreis, in der Schule, für zukünftige Arbeitsstellen, für meine Gesundheit …

Ziel dieser Sequenz ist es, Jugendliche dafür zu sensibilisieren, dass es auchHandlungen gibt, die irreversible Konsequenzen nach sich ziehen – sowohlweltweit als auch im eigenen Leben.


Wenn, dann… – selbst schreiben

Die Jugendlichen werden aufgefordert selbst im Stil der „Weissagung der Cree“ einen Text zu verfassen. Auf eine kreative Weise sollen sie verschriftlichen, welche heutigen Handlungen sich auf ihre persönliche Zukunft auswirken werden. Es geht dabei nicht darum, dass besonders ernsthafte Texte entstehen, sondern um einen spielerischen Ansatz: sowohl mit dem Thema als auch der Form.


Wollen Sie die Texte Ihrer SchülerInnen auf unserer Homepage veröffentlichen? Schicken Sie sie bitte an forum@umweltbildung.at!


Wenn, dann… – selbst vortragen

JedeR, der/die möchte, trägt einen ausgewählten Text vor.



Zuletzt aktualisiert: 2016-04-26

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Sprache, Naturwissenschaften, Lebensraum, Religion, Kreativität, Soziales

Verwendete Methoden:

Gruppenarbeit, Brainstorming

Geeignet für:

  • Schule
  • außerschulische Jugendarbeit

Benötigte Materialien:

  • Lesebuch Nachhaltigkeit, Papier/Moderationskarten, Plakat, Stifte, ev. PC + Beamer

Download des gesamten Materials:

 PDF anzeigen

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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