Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Artenschutz in der Schule

© FORUM Umweltbildung

Die Kinder lernen einfache systemische Zusammenhänge kennen – zuerst in einem Spiel, danach werden die eigenen Erfahrungen reflektiert und am Beispiel einer Nahrungskette der Natur angewendet. In Gruppenarbeit erarbeiten sich die Kinder ein erstes Überblickswissen zu Artenschutz und Naturschutz und erstellen bzw. gestalten mit ihrem Wissenszugewinn ein Portfolio.


ABLAUF

Spiel „Beschattung“

Spiel: „Beschattung“
Alle TeilnehmerInnen verteilen sich im Raum bzw. auf dem Platz. Jedes Kind sucht sich eine Person aus, die sie verfolgt, behält dies aber für sich.
Bei einem entsprechenden Kommando beginnt die Jagd – das Ziel ist es, die andere Person zu verfolgen.
Nach und nach nimmt der/die SpielleiterIn eine Person aus der Gruppe, versucht dabei möglichst unauffällig vor zu gehen. Ein/e MitspielerIn, die/der nun keine Beute hat, sucht sich eine neue und verfolgt diese weiter.
Das dabei entstehende Chaos wird von der SpielleiterIn, und ein bis drei freiwilligen ZuschauerInnen aufmerksam beobachtet.
Man kann den Schwierigkeitsgrad bzw. die Dynamik verändern, wenn man die Geschwindigkeit der TeilnehmerInnen verändert, sie z.B. laufen, kriechen, schleichen, hüpfen etc. lässt.

Das Spiel geht solange, bis 5 MitspielerInnen übrig sind.


Reflexion und Übertragen der eigenen Erfahrung

Zuerst sprechen die BeobachterInnen über ihre Eindrücke, anschließend die MitspielerInnen. Folgende Fragen sollten besprochen werden: Was geschah, nachdem eine Person aus dem Spiel genommen wurde? Was geschah, nachdem mehrere Personen aus dem Spiel genommen wurden? Wie musstet ihr euch verhalten, nachdem ihr gemerkt habt, wer euch verfolgt? Wie war es, selbst jemanden zu verfolgen und selbst auf den eigenen Verfolger zu achten?
Wie funktioniert eine Nahrungskette in der Natur? Entscheidet euch für ein Biotop (z.B. Waldtiere, Teich,…) und zeichnet die Nahrungskette auf ein Plakat.
Welche Auswirkungen könnte das Verschwinden einiger Beutetiere/Jäger in der Natur haben?



Recherche und Erarbeiten eines Portfolios

Die TeilnehmerInnen teilen sich in zwei Interessensgruppen und recherchieren im Internet zu folgenden Fragen:

Gruppe 1: Artenschutz und Naturschutz:
Was bedeutet Artenschutz? Was bedeutet Naturschutz?
Wieso werden nicht gefährdete Arten allein geschützt?
Seit wann gibt es in Österreich Artenschutz und Naturschutz?
Welche Gebiete in Österreich haben einen besonders hohen Artenreichtum?

Gruppe 2: Heimische gefährdete Arten
Welche besonderen Merkmale und Fähigkeiten hat das Tier?
Wo lebt es?
Gibt es ein Naturschutzgebiet dafür?
Welche Bedürfnisse hat das Tier?

Jedes Kind legt für sich ein kleines Portfolio aus den recherchierten Informationen an, dabei soll bei der Informationsbeschaffung zusammengearbeitet werden.

Weiterführende Links:
 Umfassende Informationen zur Portfoliomethode sowie Beispiele




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die TeilnehmerInnen können einfache systemische Zusammenhänge erkennen und am Beispiel verschiedener Nahrungsketten anwenden.
  • Die TeilnehmerInnen sind in der Lage, in Teamarbeit Informationen zu Artenschutz und Naturschutz zu erarbeiten und in einem Portfolio zu dokumentieren.

Konnex zum Lehrplan


Biologie und Umweltkunde
  • „Anhand von Vertretern (…) sind ökologische Grundbegriffe (biologisches Gleichgewicht, Nahrungsbeziehungen, ökologische Nische) zu erarbeiten. Positive wie negative Folgen menschlichen Wirkens sollen thematisiert und hinterfragt werden. Umweltprobleme, deren Ursachen und Lösungsvorschläge sind zu bearbeiten. Umwelt-, Natur- und Biotopschutz sollen an konkreten Beispielen demonstriert werden.“ (1. - 4.Klasse)

Zuletzt aktualisiert: 2014-05-23

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Altersgruppen:

11-14

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Sprache, Naturwissenschaften

Verwendete Methoden:

Spiel mit Reflexion
Recherche
Portfolio

Geeignet für:

  • Schule

Benötigte Materialien:

  • Plakat und Stifte oder Tafel und Kreide
  • PC und Internet

Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:

FORUM Umweltbildung
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 Bodenfruchtbarkeit
 UmweltreporterInnen unterwegs
 Landwirt als Energiewirt