Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Auswirkungen auf die Wasserressourcen/den Wasserhaushalt

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Lokale Effekte: Sehr wahrscheinlich ( so definiert das IPCC die Wahrscheinlichkeiten) werden in den nächsten Jahrzehnten kleine Gletscher verschwinden und größere Gletscher werden sich zurückziehen. Wenn die Gletscher verschwunden sind, werden die Pegel der Flüsse unter die heutigen Wasserpegel sinken(1).

Regionale Effekte: Sie ergeben sich aus den Veränderungen im Wasserkreislauf. Der Wasserkreislauf ist der ständige Ortswechsel und die Zustandsänderung des Wassers mit den Hauptkomponenten: Niederschlag, Abfluss und Verdunstung. Wird der Niederschlag weniger, ist die Grundwasserneubildung geringer und der Grundwasserspiegel sinkt. Die Folge ist zunehmender Wassermangel. Erwartet wird dies für Zentralasien, Gebiete um das Mittelmeer, im südlichen Afrika und in Australien. Mit mittlerer Wahrscheinlichkeit wird es in hohen Breiten (wie zum Beispiel in Kanada) und in Südostasien zu einer Niederschlagszunahme kommen.


Globale Effekte: Wasser wird ein knappes Gut werden – vor allem in Zentralasien, im südlichen Afrika und um das Mittelmeer. Ein Aspekt, auf den auch die Autoren der ~contentlink_2|135::Pentagon-Studie nachdrücklich hingewiesen haben. Der weltweite Wasserbedarf steigt durch die wachsende Population und die wirtschaftliche Entwicklung allgemein an. Allerdings kann eine Verknappung auch eine effizientere Wassernutzung bewirken. In Ungarn beispielsweise ist der Wasserkonsum von Haushalten - bedingt durch den gestiegenen Wasserpreis seit 1990 - um die Hälfte gesunken (2).


Quellen (Stand August 2004):
 1. UNIEP/GRID-Arendal
 2. European Environmental Agency. Europe´s environment - Chapter 8 Water (englisch, pdf)
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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