Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Mögliche Anpassungsstrategien für ausgewählte Bereiche

Gesundheit
  • Vermehrte Aufklärung der Bevölkerung sowie des medizinischen Personals
  • Einführung von Frühwarnsystemen
  • Ausbau der medizinischen Forschung
  • Monitoring klimabedingter Krankheiten

 
Landwirtschaft
  • Veränderung der Aussaattermine
  • Anbau widerstandsfähiger und standortgerechter Sorten
  • Fruchtfolgen, Änderungen des Anbau- und Sortenspektrums
  • bodenschonende und wassersparende Bewirtschaftungsformen
  • räumliche und zeitliche Anpassung der Düngung

 
Forstwirtschaft
  • Umbau des Waldes zur Erhöhung der Baumartenvielfalt und Einführung geeigneter Arten
  • verbesserte Vorsorge gegen Waldbrände
  • Änderung der Wasserbewirtschaftungskonzepte, z.B. Wiedervernässung von Auenwäldern
  • Reduzierung zusätzlicher Stressoren

 
Wasserwirtschaft
  • Effizientere Nutzung der Wasseressourcen
  • angepasste infrastrukturelle Vorsorge zur ausreichenden Bevoratung von Wasser in Talsperen und Grundwasserleitern
  • Fortführung von Wassersparmaßnahmen
  • Verbesserung der Wasserqualität und des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer

 
Naturschutz und Biodiversität
  • Schutz des natürlichen Anpassungspotenzials
  • Verbesserung der Wanderungsmöglichkeiten, z.B. durch Vernetzen der Biotope
  • Einrichtung von Schutzgebieten, die den Erhalt natürlich ablaufender Prozesse im Ökosystem als oberstes Schutzziel haben

 
Verkehr
  • Technische Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur mit neuen hitzeresistenten Materialien
  • technische Maßnahmen gegen Extremereignisse wie Murenschutz oder Trassenverlegung in potenziellen Hochwassergebieten
  • verbessertes Management der Wasserstände der Schifffahrtswege
  • Güterverlegung, z.B. vom Schiff auf die Schiene

 
Tourismus
  • Flexibilisierung und Diversifizierung der Angebote wie wetterunabhängige Ganzjahresangebote
  • Erhöhung der Attraktivität durch Betonung regionaler Besonderheiten
  • Verbesserung von Bildungs- und Kulturangeboten
  • Verstärkung der Auseinandersetzung der AkteurInnen der Tourismusbranche mit
    dem Thema Klimawandel

 
Hochwasserschutz
  • Verstärkung der bestehenden Schutzanlagen
  • Schaffung von Retentionsflächen
  • hochwasserangepasste Bauweisen
  • Erhöhung des Bewusstseins in der Bevölkerung über Hochwassergefahren

 
Raum- und Siedlungsentwicklung
  • Freihaltung hochwassergefährdeter Bereiche
  • flächensparende Siedlungs- u. Infrastrukturen
  • keine Zersiedelung, um nicht neue Schutzmaßnahmen zu begründen (z.B. im Küstenraum)
    hochwasserangepasste Bauweisen 
    Sicherung innerstädtischer Frischluftschneisen und Grünzüge
    Bodenentsiegelung


 Quelle: modifiziert nach UBA Deutschland (2008): Anpassung ist notwendig
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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