Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Klimawandelanpassung ist längst notwendig

Die Treibhausgasemissionen der letzten zwei Jahrhunderte werden zu einer nicht mehr vermeidbaren Temperaturerhöhung in den nächsten Jahren führen. Eine zeitgemäße Klimapolitik muss somit Maßnahmen zur Minderung weiterer Treibhausgasemissionen und parallel dazu solche zur Anpassung an zu erwartende Folgen des Klimawandels entwickeln.

Neben dem Klimaschutz ist die Anpassung an die Folgen des Klimawandels die notwendige zweite Säule einer zeitgemäßen Klimapolitik. Um die aktuellen und zu erwartenden klimabedingten Änderungen in Natur, Gesellschaft und Wirtschaft zu veringern, sind Anpassungsmaßnahmen notwendig. Die Europäische Kommission, internationale Organisationen, aber auch einzelne Staaten setzen sich zunehmend mit dem Thema „Klimawandelanpassung' auseinander.
 

Klimaschutz und Anpassung darf kein Widerspruch sein

Frühe Auswirkungen der Klimaänderung können durch geeignete Anpassungsmaßnahmen sehr gut abgefangen werden. Die Möglichkeiten einer erfolgreichen Anpassung reduzieren sich jedoch im weiteren Verlauf und treiben die volkswirtschaftlichen Kosten in die Höhe. Trotz bestehender Unsicherheiten über das konkrete Ausmaß der zu erwartenden Folgen für unterschiedlichste Regionen und Bereiche ist die frühzeitige Planung und Realisierung von Anpassungsmaßnahmen daher von größter Bedeutung. Die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel dürfen dabei keinesfalls in Konkurenz zu jenen des Klimaschutzes stehen und umgekehrt. Je langsamer der Klimawandel fortschreitet, desto eher können sich natürliche und auch gesellschaftliche Systeme an die Veränderungen anpassen.
 

Anpassungsstrategien stehen erst am Anfang

Anpassung zielt darauf ab, die Risiken und Schäden gegenwärtiger und künftiger negativer Folgen des Klimawandels zu veringern. Dabei steht eine breite Palette von Möglichkeiten zur Verfügung (1):

Technologische Maßnahmen, wie z.B. Bau von Infrastruktur für die Vernetzung von wasserarmen mit wasserreichen Regionen (Erichtung eines Wasserverbands).

Wissenserweiterung, wie z.B. durch zusätzliche Forschungsförderung zur Verbesserung der Daten, Informationsbereitstellung für betroffene Bürgerinnen und Bürger.

Initiativen zur Änderung des Verhaltens, wie z.B. sparsamer Umgang mit Wasser.

Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie z.B. Einsatz von Sorten, die gegenüber Trockenheit widerstandfähiger sind oder wassersparende Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft.

Politische Initiativen, wie z.B. finanzielle Anreize für Anpassungsmaßnahmen.


Quellen und weitere Informationen

(1) Umweltbundesamt: Klimawandelanpassung
 Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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