Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Treibhausgas-Senken: Hilfe aus der Natur

Es gibt einige wichtige CO2-Senken, die in der Lage sind, zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen und zu speichern.

Als Senken für Treibhausgase werden Systeme bezeichnet, die der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen. Man kann grundsätzlich zwei Systeme unterscheiden. Den „großen“ und den „kleinen“ CO2-Kreislauf.

Im „großen“ -- geochemischen -- Kreislauf (siehe Abildung) wird CO2 aus der Luft letztendlich im Meer und im Kalkstein gebunden und sehr langfristig beispielsweise über Vulkane wieder in die Atmosphäre abgegeben. In ihm kann CO2 für Jahrmillionen gebunden werden.

Im „kleinen“ Kreislauf wird CO2 in pflanzlichen Systemen für die Dauer der Lebensphase – also bis zu 100 Jahre und teilweise auch länger -- gebunden. Damit wird klar, dass die Reduktion von Treibhausgas -- Senken -- beispielsweise durch die ersatzlose Rodung großer Waldflächen -- zu einem erhöhten Vorkommen von Treibhausgasen in der Atmosphäre führt. Das hat nicht nur den Effekt, dass weniger CO2 gebunden werden kann, sondern durch die Rodung wird auch viel CO2 freigesetzt.

Eine Abbildung des geochemischen CO2-Kreislaufs finden Sie als Download.


Moore als Kohlenstoff-Speicher

„Moore speichern ein Drittel des weltweiten Kohlenstoffs. Wenn sie austrocknen, setzten sie enorme Mengen an Treibhausgasen frei,“ sagte der Biologe Gert Michael Steiner von der Universität Wien in einem Interview im Standard (Klima-Reihe, 26.06.2007). Im Artikel „Das Kohlenstoff-Bindemittel“, der am selben Tag erschien, schreibt Marijana Milkovic: Moore werden das Klima zwar nicht retten können, doch deren Erhaltung trägt zum Klimaschutz bei. Der Kohlenstoffgehalt der Moore entspricht zwei Dritteln des atmosphärischen Kohlenstoffes und etwa der gesamten Biomasse der Erde.

Das FORUM Umweltbildung dankt für die Hinweise von Gerhard Wörner vom Geowissenschaftlichen Zentrum Göttingen.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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