Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Ursachen und Hintergründe zum Klimawandel

Die bedeutendste Ursache für den Klimawandel stellen die Treibhausgase dar. Der durch den Menschen verursachte anthropogene Treibhauseffekt führt dazu, dass sich die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche erhöht - das hat schwer wiegende Folgen für unsere Umwelt, unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft.


Wie entsteht der Treibhauseffekt?

Die Erdoberfläche strahlt reflektiertes Sonnenlicht in Form von Wärme ab. Da unsere Atmosphäre für Wärmestrahlung nur teilweise durchlässig ist, wird lediglich ein Teil der Wärme sofort in den Weltraum abgestrahlt, während der Rest zurückbleibt und die Temperatur an der Erdoberfläche erhöht. Die globale Durchschnittstemperatur beträgt durch den natürlichen Treibhauseffekt +15°C.

Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt läge die durchschnittliche globale Temperatur bei etwa –18°C. Zur Zeit allerdings ist der Mensch sehr erfolgreich darin, den natürlichen durch den anthropogenen, also vom Menschen verursachten Treibhauseffekt zu verstärken. Dieser führt dazu, dass sich die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche erhöht und wird vor allem durch die Emission von Treibhausgasen verursacht. In der Periode 1990 bis zum Jahr 2100 wird mit einer Erhöhung der durchschnittlichen Erdtemperatur zwischen 1,0°C (im Falle einer aktiven und erfolgreichen Klimapolitik) und 6,3°C (wenn keine Reduktion der Treibhausgase erfolgt) gerechnet (laut 4. IPCC-Report).

Verursacht wird der anthropogene Treibhauseffekt durch die vom Menschen emittierten  Treibhausgase, denn sie veringern die Durchlässigkeit der Atmosphäre für Wärmestrahlung. Die an der Erdoberfläche abgegebene Wärmestrahlung kann somit in geringerem Umfang in den Weltraum abgegeben werden und es wird wärmer.


Der Mensch als alleinige Ursache?

Es gibt auch natürliche Ursachen für den derzeitigen Klimawandel. Klimatische Veränderungen sind ja bekanntlich auch aufgetreten, als der Mensch sie noch nicht verursacht hat. Am Beispiel der Eiszeiten ist dies auch gut belegt. Natürliche interne Klimaschwankungen (z.B. bedingt durch die ozeanischen Zirkulation und ihr Zusammenwirken mit der Atmosphäre oder durch Schwankungen in der Zirkulation der Atmosphäre selbst) müssen als natürliche Ursachen ebenso genannt werden wie natürliche externe Antriebsfaktoren (z.B. Schwankungen der Solarstrahlung oder Vulkanausbrüche).

Der Großteil der Wissenschafter jedoch ist der Meinung, dass der Mensch der bedeutendste Verursacher des aktuellen Klimawandels ist. In Zukunft wird es zu einer weltweiten durchschnittlichen Temperaturzunahme kommen und menschliche Aktivitäten verstärken diesen Effekt. Das deutsche Umweltbundesamt hat im Jahr 2005 eine Studie über den Klimafaktor Mensch und einen Film veröffentlicht, der sich gut im Unterricht zeigen lässt.
 Mehr über den Film

Mehr Hintergrundinformationen über den anthropogenen Klimawandel bietet die  Klimainfothek des Hamburger Bildungsservers
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-10

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