Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Am Anfang steht die Ist-Analyse

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Bevor sich eine Schule an die Umsetzung der Gesundheitsförderung macht, sollte unbedingt eine Ist-Analyse erstellt werden, um deutlich zu machen, in welchen Bereichen ohnehin schon viel gearbeitet wird, wo die Schule gut an das Konzept der Gesundheitsförderung anschlussfähig ist oder welche Defizite vorliegen und behoben werden sollten.

Eine 'gesunde Schule' will SchülerInnen (und LehrerInnen) helfen, erfolgreich eigene Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und umfasst gesunde Rahmenbedingungen sowie konkrete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Sie vermittelt handlungsrelevantes Wissen über ein gesundes Leben sowie über Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit.

Überlegungen und Tipps zur Ist-Analyse

  • Wer macht die Ist-Analyse (Schulleitung, Projektleitung, Schulleitung und Projektleitung, Projektleitung und Planungsgruppe, Planungsgruppe und alle LehrerInnen etc.)?
  • Notabene: Je mehr Beteiligte, desto länger dauert der Prozess. Je weniger Beteiligte, desto schneller kommt man zu Ergebnissen, ABER: desto wichtiger wird die Informationsweitergabe!
  • Wo setzt die Ist-Analyse an: beim Zeitpunkt der Idee zum Projekt, bei der ersten Planungskonferenz? etc.
  • Was möchte ich durch die Ist-Analyse erfahren? Was bisher geschah, wie viele Projekte zu welchem Thema finden an unserer Schule statt, welche Unterrichtsformen überwiegen? etc.

Eine kleine Warnung am Rande: Vor der Erhebung ist genau zu überlegen, was man erfragen will und wie man mit den erhobenen Daten umgeht. Viele Befragungen und Fragebogenaktionen enden in unbewältigbaren und unauswertbaren Datenfriedhöfen und der angestrebte Veränderungsprozess endet, ehe er richtig begonnen hat.
  

Detaillierte Informationen zur Ist-Analyse im Bereich Gesundheit finden sie hier:
 Broschüre: Schritt für Schritt zur gesundheitsfördernden Schule
 Umweltschulen - Gesunde Schule

Eine Unterstützung bei der Erhebung der Daten können auch die Ergebnisse der Fragebogenerhebung zur Befindlichkeit der 11-, 13- und 15-Jährigen sein. Sie wurden im Rahmen der HBSC-Studie (Health Behaviour of Schoolaged Children) der WHO erhoben und ausgewertet:
 GIVE: HBSC Factsheet Nr.2: Mädchengesunheit
 GIVE: HBSC Factsheet Nr. 3: Knabengesunheit
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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