Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Es gibt mehr als genug Energie!

Energie ist die Grundlage aller Lebensvorgänge und die Voraussetzung aller technischen und wirtschaftlichen Aktivitäten. Dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik zufolge kann Energie weder hergestellt noch vernichtet werden, sondern lediglich den Zustand und damit die Nutz- und Verfügbarkeit ändern.

Hier stellt sich die grundlegende Frage, welche Energiequellen uns Menschen denn zur Verfügung stehen, wenn Energie nicht hergestellt werden kann. Langfristig gibt es nur genug Energie, wenn so genannte erneuerbare Energieträger genutzt werden. Der größte erneuerbare Energieträger ist das Sonnenlicht; ebenso langfristig nutzbare Quellen wären etwa die Windenergie, die Wasserkraft und die Biomasse. Fossile und nicht erneuerbare Energieträger wie Kohle oder Öl sind dagegen begrenzt. Jede wirtschaftliche oder sonstige Tätigkeit, bei der fossile Energieträger (wie Kohle und Öl) beansprucht werden, bedeutet daher ein Defizit für das System - es kommt zum Abfluss verfügbarer Energie aus der Umwelt und zum Zufluss von Abgasen, Emissionen und Abfall in die Umwelt.

Zurzeit wird wesentlich mehr nicht erneuerbare als erneuerbare Energie genutzt. Das bedeutet auch, dass die Menge und die Geschwindigkeit des Energieverbrauches die natürliche Aufnahmefähigkeit (Assimilationsfähigkeit) des Ökosystems Erde übersteigt - durch die zunehmende CO2-Menge in der Atmosphäre bahnt sich beispielsweise eine weltweite Klimaänderung mit unabsehbaren Folgen an.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-19

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