Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Schul- und Büromöbel - gesundes und umweltfreundliches Lernen

©

Die Wahl der richtigen Schulmöbel wird hauptsächlich von zwei Aspekten beeinflusst. In erster Linie geht es um die Gesundheit der Kinder, diese kann durch Schadstoffe in den Möbeln beeinträchtigt werden. Und andererseits geht es um das ökologische Design. Beide Aspekte werden durch den umweltfreundlichen Einkauf berücksichtigt.

Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl von ökologischen Schulmöbeln sind:
  • Verwendung heimischer Holzarten und Holz aus tropischen oder borealen (Primär)Wäldern nur dann, wenn es nachweislich aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt (z.B. FSC-Label)
  • Holzwerkstoffe entsprechen zumindest der östereichischen Formaldehydverordnung (0,1 ppm pro m³), noch vorteilhafter ist es, wenn das Produkt nachweislich 0,05 ppm Formaldehyd pro m³ nicht überschreitet
  • Oberflächenbeschichtung Öle oder Wachse auf Basis nachwachsender Rohstoffe oder Lacke mit max. 10% organischen Lösungsmitteln, keine halogenierten Lösungsmittel
  • Beschränkung des Einsatzes von Kunststoffen und Metall auf das funktional notwendige Maß
  • Aluminium: erkundigen Sie sich, ob ein Anteil Sekundäraluminium enthalten ist (Zielgröße 30%)
  • keine halogenierten Kunststoffe
  • Arbeitsplatten dürfen auch mit folgenden Materialien beschichtet bzw. aus folgenden Werkstoffen gefertigt sein: halogenfreie Kunststoffbeschichtungen, -kaschierungen und -kantenschutz, kunstharzgebundene Mineralstoffplatten

Die angeführten Kriterien sind eine gekürzte Version der Schlüsselkriterien aus den  Produktinformationsblättern für Büromöbel zur Produktgruppe Büromöbel für eine ökologische Beschaffung von der  Umweltberatung Österreich.

Hier lesen Sie mehr dazu:  Stoffe, die uns und der Umwelt schaden!

Ökologisches Design

Schul- und Büromöbel unterliegen einem gewissen Zielkonflikt. Der Forderung nach Langlebigkeit und der Anpassung an neue technische und ergonomische Anforderungen. Das verlangt nach einer umweltverträglichen und recyclinggerechten Produktgestaltung.

Kriterien des Öko-Designs für Schul- und Büromöbel

  • Hohe Lebensdauer: durch robuste Konstruktion, verschleißfreie Mechanik, dauerhaftes Material.
  • Reparierbarkeit und Demontierbarkeit: durch lösbare Verbindungen, das heißt: schrauben und stecken statt kleben, schweißen und nieten.
  • Wiederverwertbarkeit: durch Verzicht auf Verbundwerkstoffe, internationale Materialkennzeichnung der einzelnen Bauteile zur späteren sortenreinen Wiederverwertung.
  • Ökologisch sinnvoller Materialeinsatz: durch Verwendung natürlicher und nachwachsender Materialien sowie sparsamen Verbrauch des angemessenen Materials.
  • Schadstofffrei: durch Verwendung umweltverträglicher Hilfsstoffe, keine Schadstoffbelastungen im Gebrauch.


Natürlich steht bei der Wahl der idealen Möbel für die Schüler besonders der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund.

Lesen Sie dazu auch  Gesundes Lernen am Arbeitsplatz Schule.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-15

 zurück zur vorigen Seite