Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Geschichten rund um das Wasser - Der Fluss lebt in uns

©

Inspiration

  • Geben Sie den SchülerInnen einige Minuten Zeit, um sich an ihre persönlichen „Wassergeschichten“ zu erinnern: ein Erlebnis mit einem Fluss, Bach, Teich, Tümpel, See oder Meer. Danach sollen alle SchülerInnen ihre persönliche Wassergeschichte als kurze Anekdote vortragen.
  • Holen Sie aus der Gruppe Reaktionen zu den Geschichten ein. Gibt es Übereinstimmungen zwischen den Geschichten? Wurden bestimmte Themen öfter angesprochen als andere? Welche Verallgemeinerungen können zu den Geschichten gemacht werden?
  • Geschichten können mündlich und informell ausgetauscht werden. Eine schriftliche Geschichte wird anders erzählt. Auf welche Weise unterscheidet sich eine schriftliche Geschichte von einer mündlich erzählten Geschichte?
  • Geben Sie den SchülerInnen einige Minuten Zeit, um die ersten zwei Absätze ihrer Geschichte aufzuschreiben. Suchen Sie Freiwillige, die ihre schriftlichen Fassungen vorlesen, aber bevor sie das tun, weisen Sie die ZuhörerInnen an, beim Zuhören der einzelnen Arbeiten besonders auf visuelle und/oder klare Beschreibungen zu achten und Phrasen und Bilder, die ihnen interessant und lebendig erscheinen, aufzuschreiben.
  • Holen Sie Reaktionen zum Schreib-/Zuhörprozess ein. Jede/r SchülerIn soll in einem Wort seine/ihre Schreiberfahrung verdeutlichen sowie in einem Satz diese Wortwahl erklären. Z.B. frustrierend – das Bild füllte meine Gedanken aus, aber es war sehr schwer, es in Worte zu fassen. Freudig – es handelt sich dabei um eine meiner liebsten Erinnerungen und ich denke jedes Mal gerne daran.

Reflexion

Welche anderen Themen und Substantive fallen uns in Geschichtsform genau so leicht ein? (Vielleicht die anderen Elemente: Luft, Feuer, Erde?) Was erklärt die fast universelle Zugänglichkeit von „Wassergeschichten“? Wiederholen Sie das am Anfang genannte Zitat: „Der Fluss lebt in uns.“ Diskutieren Sie die verschiedenen Interpretationen der SchülerInnen zu diesem Zitat.

Weitere Bearbeitung

An diesem Punkt haben LehrerInnen mehrere Auswahlmöglichkeiten:

  • Die SchülerInnen können für ihre „begonnene Geschichte“ eine Zeichnung anfertigen und die Zeichnung zusammen mit der begonnenen Geschichte abgeben, damit sie im Klassenzimmer aufgehängt werden.
  • Es kann die Aufgabe gestellt werden, die Geschichten zu vervollständigen; diese werden danach eingesammelt und bilden die gesammelten Flussgeschichten der Klasse.
  • Die Geschichtsanfänge können als Deckblatt (mit der Zeichnung als Hintergrund) für eine Flussmappe verwendet werden, in die alle weiteren Arbeiten zu diesem Thema gelegt werden.
  • Von den Geschichtsanfängen kann eine Tonbandaufzeichnung mit Hintergrundmusik und/oder Toneffekten angefertigt werden.

Übersetzt nach einer Idee von:

 Center for Glbal Envionmental Education (CGEE)


Hinweis: Interessant kann es auch sein, die persönlichen, erlebten und phantasierten Wasser-Geschichten in uns den tatsächlichen Fluss-Biographien gegenüberzustellen. Dabei wird es uns erstaunen, wie sehr diese beiden Geschichten gerade bei ZeitzeugInnen, bei älteren Fluss-AnwohnerInnen, oft ineinander fließen.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-14

 zurück zur vorigen Seite